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Energie verliert Elfmeter-Drama im DFB-Pokal

Fabio Viteritti (r./gegen Matthias Zimmermann) erzielte die Cottbuser Führung.
Fabio Viteritti (r./gegen Matthias Zimmermann) erzielte die Cottbuser Führung. FOTO: dpa
Cottbus. Was für ein Drama am Sonntagabend im Stadion der Freundschaft! Energie Cottbus hat in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart trotz einer ganz starken Leistung und prächtiger Unterstützung von den Rängen im Elfmeterschießen mit 5:6 verloren. Frank Noack Sven Hering

So fielen die Tore: Bereits nach fünf Minuten nutzte Fabio Viteritti vor 17.516 Zuschauern eine Unaufmerksamkeit in der Gäste-Abwehr und traf zur 1:0-Führung für Energie. In der 28. Minute erhöhte Maximilian Zimmer sogar auf 2:0. Sein Freistoß prallte von der Unterkante der Latte ins Netz. Kurz nach der Pause verkürzt der VfB. Brekalo trifft mit einem satten Schuss ins rechte untere Eck. In der 79. Minute traf Matuwila unglücklich ins eigene Tor, als er einen quergelegten Ball abfälscht. Im Elfmeterschießen war dann der spät eingewechselte Benjamin Förster der Unglücksrabe, der den entscheidenden Schuss neben das Tor setzte.

So ging Energie ins Spiel: Energie setzte auf Streli Mamba als einzige Spitze. Benjamin Förster musste dagegen auf der Bank Platz nehmen, wo Trainer Claus-Dieter Wollitz bereits im Vorfeld des Spiels betont hatte, dass der mögliche Verzicht auf Förster keine Reaktion auf dessen rote Karte im jüngsten Regionalliga-Spiel gegen Budissa Bautzen (3:1) sei, sondern ausschließlich taktische Gründe habe. Hinter Mamba bot Wollitz eine offensive Viererkette im Mittelfeld auf.

So verlief die Partie: Energie ging ohne Respekt vor dem Bundesligisten in die Begegnung, zeigte sich kämpferisch extrem stark und wusste auch spielerisch zu überzeugen. Zudem wurden die sich bietenden Chancen eiskalt genutzt. Nach dem 2:0 erhöhte Stuttgart den Druck, kam zu mehr Spielanteilen und schließlich nicht unverdient zum Ausgleich. In der Verlängerung war Energie zunächst deutlich aktiver und gefährlicher und hatte Pech, als ein Stein-Kopfball an die Latte ging. Aufregung gab es in der 113. Minute, als Ziegenbein nach super Solo im Strafraum gehalten wurde, der Pfiff des Schiedsrichters allerdings ausblieb. Und so musste schließlich das Elfmeterschießen entscheiden. In diesem scheiterten Ziegenbein am Pfosten und dann Förster, der den Ball einen Meter neben das Tor setzte.

So sieht die Statistik aus:
Energie Cottbus - VfB Stuttgart 5:6 (2:0/2:2)
Cottbus: Meyer - Startsev, Stein, Matuwila, Schlüter - Kruse - Zimmer (79. Zickert, 105. Ziegenbein), Marcelo, Viteritti, Geisler (55. Weidlich) - Mamba (118. Förster).
Stuttgart: Zieler - Zimmermann, Pavard, Kaminski - Ofori (60. Özcan), Burnic, Asano (55. Ginczek) - Akolo (64. Donis), Gentner (97. Mangala), Brekalo - Terodde.
Tore: 1:0 Viteritti (5.), 2:0 Zimmer (28.); 2:1 Brekalo (49.); 2:2 Matuwila (79., Eigentor), 2:3 Brekalo (120.); Schiedsrichter: Cortus (Röthenbach); Zuschauer: 17516; Gelbe Karten: - / Özcan, Zimmermann, Terodde.

Ticker zum Nachlesen im RUNDSCHAU-Blog: Energie Cottbus - VfB Stuttgart

So geht es weiter: In der Regionalliga spielt Energie Cottbus am kommenden Sonntag beim VfB Auerbach (Beginn um 13.30 Uhr). Der VfB Stuttgart startet am Samstag um 15.30 Uhr bei Hertha BSC in die neue Bundesliga-Saison. Die 2. DFB-Pokalrunde findet am 24. und 25. Oktober statt.

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