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Energie verliert das Topspiel trotz Führung: "Selbst schuld" (mit Video)

Kevin Weidlich scheitert in dieser Szene an BAK-Torhüter Jakub Jakubov.
Kevin Weidlich scheitert in dieser Szene an BAK-Torhüter Jakub Jakubov. FOTO: Torsten Würfel
Cottbus. Energie Cottbus hat im Topspiel der Fußball-Regionalliga Nordost die erste Heimniederlage kassiert. Die Lausitzer unterlagen am Samstagnachmittag trotz eigener Führung dem Berliner AK mit 1:2 (0:0) und rutschten in der Tabelle auf Rang drei ab. "Selbst schuld", sagt Trainer Wollitz. Frank Noack

So fielen die Tore: In der 69. Minute traf Fabio Viteritti mit seinem Freistoß aus 18 Metern die Latte. Den zurückspringenden Ball drückte Benjamin Förster zur Cottbuser Führung über die Linie. Kurz danach kamen die Gäste zum Ausgleich durch Hasan Pepic (72.). Er wurde von Miroslav Slavov per Kopf bedient und traf aus vollem Lauf ins lange Eck. In der 85. war dann Slavov zur Stelle und sorgte mit seinen neunten Saisontreffer für den 2:1-Endstand.

So ging Energie ins Spiel: Die langzeitverletzten Jonas Zickert und Philipp Knechtel (beide Kreuzbandriss) mussten weiter pausieren. Auch Lasse Schlüter steht wegen eines Muskelfaserrisses in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung. Trainer Claus-Dieter Wollitz entschied sich für eine sehr offensive Ausrichtung des Mittelfeldes. Mit Fabio Viteritti, Kevin Weidlich und Björn Ziegenbein standen gleich drei offensive Akteure in der Startelf.

So verlief die Partie: Beide Teams ging von der ersten Minute an ein hohes Tempo. Cottbus übernahm dann mehr und mehr die Spielkontrolle, der BAK wartete auf Konter. Die beste Chance in der ersten Halbzeit hatte der aufgerückte Energie-Innenverteidiger José-Junior Matuwila, der per Kopf die Latte traf (16. Minute). Erst hatte Gäste-Keeper Jakub Jakubov gerettet, den abrallenden Ball konnte Matuwila dann aus dem Gewühl heraus nicht mehr richtig drücken. Der BAK hatte kurz vor der Pause noch mehrere Freistoß-Möglichkeiten, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Nach dem Wechsel konnten die Gastgeber dann nicht mehr so viel Druck aufbauen. Der BAK hielt Energie mit hohem Laufaufwand weg vom eigenen Tor. In der Schlussphase schlug Berlin dann eiskalt zu und nahm drei Punkte mit in die Hauptstadt.

So sehen es die Trainer:
Claus-Dieter Wollitz (Energie): "Wir sind selbst schuld an dieser Niederlage. Vor dem 1:1-Ausgleich gab es ein Kommunikationsproblem bei uns. Dadurch ist das Spiel gekippt. Natürlich müssen wir heute frustriert sein. Aber morgen geht es wieder weiter."
Jörg Goslar (BAK): "Wir wollten mit einer Null in die Pause gehen. Das ist uns gelungen. Den Rückstand aufzuholen, war dann eine echte Charakter-Frage. Am Ende war der Sieg natürlich etwas glücklich. Aber er spricht für die Stabilität der Mannschaft."

So sieht die Statistik aus:
Energie Cottbus - Berliner AK 1:2 (0:0)
Cottbus: Meyer - Baude, Matuwila, Stein, Svab (89. Karbstein) - Kruse - Weidlich (84. Mamba), Viteritti, Putze (87. Nattermann), Ziegenbein - Förster.
BAK: Jakubov - Uzoma, Kahlert, Trapp, Belegu - Zimmer (90. Badiane), Azaouagh, Pepic, Yildirim (73. Yao) - Stephan (59. Sembolo), Slavov.
Tore: 1:0 Förster (69.), 1:1 Pepic (72.), 1:2 Slavov (85.); Schiedsrichter: Schipke (Landsberg-Queis); Zuschauer: 5218; Gelbe Karten: Kruse, Weidlich / Uzoma, Kahlert.

So sieht es in der Tabelle aus: Der BAK zieht durch diesen Auswärtssieg an Energie vorbei und belebt mit 24 Punkten Rang zwei hinter Jena (29). Die Thüringer spielen am Sonntag in Neugersdorf. Energie belegt Platz drei (22).

So geht es weiter: Am Sonntag in einer Woche (6. November) steht bereits das nächste Berlin-Brandenburg-Derby auf dem Programm. Energie gastiert dann bei der Reserve von Bundesligist Hertha BSC. Gespielt wird im Amateurstadion in Sichtweite des großen Olympiastadions.

Und wie sehen Sie es? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zum Spiel!

Energie gegen BAK - der Liveticker zum Nachlesen