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| 22:10 Uhr

RUNDSCHAU-Spezial mit radioeins
Energie und die Sehnsucht nach der 3. Liga (mit Videos)

radio-Eins-Moderator Andreas Ulrich (l.), FCE-Kapitän Marc Stein (M.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.)
radio-Eins-Moderator Andreas Ulrich (l.), FCE-Kapitän Marc Stein (M.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.) FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus geht mit viel Schwung in die entscheidende Woche. Beim „radioeins und RUNDSCHAU-Spezial“ am Dienstagabend im Stadion der Freundschaft wurde deutlich: Die Lausitz sehnt sich nach dem Aufstieg in die 3. Liga. Von Jan Lehmann

Von Jan Lehmann

FCE-Kapitän Marc Stein formulierte es gegenüber „radioeins“-Moderator Andreas Ulrich und RUNDSCHAU-Sportreporter Frank Noack klipp und klar. „Der Verein lechzt danach. In den Highlight-Spielen merkt man, wie die Mannschaft damit umgehen kann, vor großem Publikum anzutreten und sich danach sehnt, höher zu spielen. Wir wollen uns für die geile Saison belohnen.“ Der Verteidiger betonte in der Live-Radiosendung vor etwa 50 Gästen im VIP-Raum des Stadions der Freundschaft: „Es hängt am Charakter der einzelnen Leute. Man muss sich weiterentwickeln wollen. Wenn das alle auf die Platte bringen, kann es nur einen Sieger geben.“

FCE-Trainer Claus-Dieter (Pele) Wollitz  (M.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.)
FCE-Trainer Claus-Dieter (Pele) Wollitz (M.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.) FOTO: Steffen Beyer

Auch Trainer Claus-Dieter Wollitz strahlte Zuversicht aus: „Ich kann abends mit ruhigem Gewissen ins Bett gehen. Wir haben alles dafür getan, das erste Ziel zu erreichen. Man muss nun in den Spielen am Montag, Donnerstag und Sonntag sehen, dass wir alles dafür getan haben, um erfolgreich sein zu dürfen.“ Der Coach erklärte zudem: „Wir haben die Voraussetzung, alle drei Spiele zu gewinnen. Mit dieser Überzeugung gehe ich in die Vorbereitung der Spiele. Keine Angst. Im Leben geht es immer weiter.“

radio-Eins-Moderator Andreas Ulrich (l.), Geschäftsführein des Fussballlandesverbandes Brandenburg Anne Engel (M.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.)
radio-Eins-Moderator Andreas Ulrich (l.), Geschäftsführein des Fussballlandesverbandes Brandenburg Anne Engel (M.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.) FOTO: Steffen Beyer

Dafür gab es von den etwa 50 Gästen im VIP-Raum des FC Energie großen Applaus. Den bekam auch Anne Engel, die Geschäftsführerin des Fußball-Landesverbandes Brandenburg. Sie kündigte an, dass es künftig eine ganz andere Vorgehensweise geben werde. Anne Engel betonte in Bezug auf die Querelen rund um das Landespokal-Finale: „Es hängt am Ende an Personen. Das muss ganz klar so sagen. Ich hätte anders entschieden und wäre anders mit den Vereinen umgegangen. Ich kann das Rad leider nicht zurückdrehen. Aber ich kann definitiv sagen, dass wir da in Zukunft anders agieren werden.“ Ihr Ziel: Das Verhältnis zwischen Verband und dem FCE soll wieder besser werden.

FCE-Präsident Michael Wahlich (l.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.)
FCE-Präsident Michael Wahlich (l.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.) FOTO: Steffen Beyer

Für FCE-Präsident Michael Wahlich ging der Blick schon in Richtung 3. Liga. Der Vereinschef ist als Realist bekannt und betonte, dass es auch in der höheren Spielklasse für Energie nicht leichter werden würde. Er sagte: „Die Spielräume werden in der 3. Liga nicht größer. Wir bekommen dann zwar mehr Fernsehgeld, haben aber auch mehr Ausgaben. Und das Stadion, das uns gehört, bleibt leider weiter eine große Last. Aber wir gehen positiv an die Sache ran und freuen uns auf die ausverkaufte Hütte am 27. Mai.“

radio-Eins-Moderator Andreas Ulrich (l.), FCE-Spieler Felix Geisler (M.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.)
radio-Eins-Moderator Andreas Ulrich (l.), FCE-Spieler Felix Geisler (M.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.) FOTO: Steffen Beyer

Jungprofi Felix Geisler berichtete offen, wie wichtig ihm der Aufstieg mit Energie sei - gerade nach seinem zwischenzeitlichen Wechsel nach Zwickau, der sich als Fehler herausgestellt hatte. „Ich bin froh, dass ich die Chance hatte, wieder herzukommen. Wir haben einen Trainer, der auf junge Spieler setzt.“ Geisler betonte: „Ich bin nach meiner Verletzung wieder richtig fit. Jetzt bin ich froh, dem Team wieder helfen zu können. Wenn wir aufsteigen sollten, wird das nicht nur ein Fest für meine Familie, sondern für die ganze Stadt.“

radio-Eins-Moderator Andreas Ulrich (l.), FCE-Legende Jens Melzig (r.)
radio-Eins-Moderator Andreas Ulrich (l.), FCE-Legende Jens Melzig (r.) FOTO: Steffen Beyer

Für das entscheidende Spiel gab es auch Tipps von Energie-Legende Jens Melzig, der bei den Aufstiegspartien 1997 gegen Hannover 96 dabei war. Er erzählte unter anderem, dass einige Energie-Spieler vor dem Rückspiel an die Kabine der Gäste aus Niedersachsen gewummert haben und dabei brüllten: „Los kommt raus!“ Und als es nicht lief, sei dann das Flutlicht ausgemacht worden, so Melzig im Scherz. Dieser Tipp dürfte allerdings am 27. Mai nicht viel Wert sein. Am Dienstagabend wurde bekannt: Das alles entscheidende Rückspiel wird am Sonntag bereits um 14 Uhr angepfiffen. Flutlicht wird dann also nicht benötigt.

Dafür dürfte der Rückhalt der Fans riesig sein. Thomas Engelhardt, ein Fan über viele Jahrzehnte, berichtete mit Glanz in den Augen von den großen Cottbuser Spielen. Nun sollen in der kommenden Woche weiter dazu kommen. Fansprecherin Bianca Koch betonte, dass die Anhänger fest hinter der Mannschaft stehen: „Es wird laut werden. Man wird uns in der ganzen Stadt hören. Hoffentlich ist es der Siegesschrei!“

radio-Eins-Moderator Andreas Ulrich (l.), FCE-Fan Thomas Engelhardt (M.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.)
radio-Eins-Moderator Andreas Ulrich (l.), FCE-Fan Thomas Engelhardt (M.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.) FOTO: Steffen Beyer
FCE-Fansprecherin Bianca Koch (l.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.)
FCE-Fansprecherin Bianca Koch (l.), Rundschau-Sportreporter Frank Noack (r.) FOTO: Steffen Beyer