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| 17:49 Uhr

Das Wort zum Spieltag
Energie und die gekauften Spiele

Cottbus. Die Vorbereitung auf die Aufstiegsspiele ist ziemlich harte Arbeit. RUNDSCHAU-Reporter Jan Lehmann beschreibt im „Wort zum Spieltag“, welche Hausaufgaben Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz derzeit bewältigen muss.
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz bereitet sich akribisch auf die möglichen Aufstiegsgegner vor.
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz bereitet sich akribisch auf die möglichen Aufstiegsgegner vor. FOTO: Steffen Beyer

Als Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz am Freitag erklärte: „Wir haben alle Spiele gekauft“, da bin ich kurz zusammengezuckt. Aber keine Sorge, dahinter versteckt sich kein neuer Fußball-Wettskandal, sondern die Cottbuser Vorbereitung auf die Aufstiegspartien. Energie hat die Videoaufzeichnungen aller Spiele der potenziellen Gegner aus der Regionalliga Nord gekauft – damit der Coach und sein Trainerteam die möglichen Konkurrenten analysieren können. Während in den deutschen Wohnzimmern derzeit also so fulminante Livespiele wie Liverpool gegen Rom oder Bayern gegen Madrid über die Bildschirme flimmern, schaut sich Wollitz aktuell die Aufzeichnungen von SC Weiche Flensburg 08 gegen 1. FC Germania Egestorf/Langreder (1:0), VfL Wolfsburg II gegen SV Drochtersen/Assel (0:0) oder Hamburger SV II gegen BSV Schwarz-Weiß Rehden (0:0) an. Kann man die klassische Reporterfloskel „Er geht dahin, wo es weh tut“, die im Fußball ja meist Angreifern gilt, eigentlich auch für Trainer verwenden?

Jan Lehmann
Jan Lehmann FOTO: Sebastian Schubert / LR