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Energie-Trainer Wollitz wehrt sich gegen Söldner-Vorwurf

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz übt scharfe Kritik.
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz übt scharfe Kritik. FOTO: Michael Hundt / Matthias Koch
Was hat den Stadionsprecher des Berliner AK da bloß geritten? Beim Regionalliga-Spiel gegen Energie Cottbus bezeichnete er bei der Vorstellung der Teams die FCE-Spieler als „Söldner“. Trainer Wollitz wehrt sich und übt scharfe Kritik. Zumal der Vorwurf ziemlich absurd ist. Frank Noack

Die schlimmen Worte fielen unmittelbar vor dem Anpfiff des Regionalliga-Spiels zwischen dem Berliner AK und Energie Cottbus am Samstag im Berliner Poststadion. Bei der Vorstellung der Teams bezeichnete der Stadionsprecher die Spieler von Energie Cottbus via Mikrofon pauschal als "Söldner".

Seine Ansage lautete sinngemäß: "Energie Cottbus schickt folgende elf Söldner aufs Feld." Eine schlimme Entgleisung und der unrühmliche Tiefpunkt an einem ansonsten fairen und friedlichen Fußball-Nachmittag!

FCE-Coach Claus-Dieter Wollitz kritisierte in der Pressekonferenz nach dem Spiel: "Das gehört nicht auf den Fußballplatz. Das ist respektlos. Kein Spieler in dieser Liga ist ein Söldner. Das hat mit Respekt und auch mit dem Auftritt der Mannschaft vom BAK nichts zu tun."

Eine Entschuldigung gab es vonseiten des BAK zumindest in diesem Rahmen nicht. Der Moderator der Pressekonferenz bedankte sich bei Wollitz lediglich ganz allgemein "für das Feedback".

Einen weiteren Fauxpas leistete sich der Stadionsprecher übrigens in der Halbzeitpause, als er ebenfalls über das Mikrofon und damit für alle Zuschauer im Stadion hörbar die Entscheidungen des Schiedsrichters kommentierte, die seiner Meinung nach zu Ungunsten der Gastgeber ausgefallen seien.

Pikant: Der BAK hat in den vergangenen Wochen nicht nur eine neue Mannschaft formiert, sondern baut auch den Verein und seine Gremien sowie den Mitarbeiterstab kräftig um. In diesem Zusammenhang wird auf der Internetseite ein neuer Stadionsprecher gesucht. Im Anforderungsprofil heißt es unter anderem: "Du bewahrst in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf und wirkst beruhigend ein."

Wie absurd der "Söldner"-Vorwurf ist, zeigt ein Blick auf den Energie-Kader. Acht Spieler - und damit mehr als in vielen anderen Teams - stammen aus dem eigenen Nachwuchs.

Energie-Kader

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