ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:07 Uhr

Fußball
Trotz Niederlage: Wollitz verteidigt acht Wechsel

Cottbus. Energie Cottbus hat mit einer stark veränderten Startelf die erste Niederlage kassiert. Die RUNDSCHAU analysiert, welche Wechsel geklappt haben und auf welchen Positionen es in Meuselwitz Probleme gab. Von Frank Noack
Felix Geisler (l.) feierte sein Comeback in der Startelf.
Felix Geisler (l.) feierte sein Comeback in der Startelf. FOTO: WORBSER-Sportfotografie / Mike Worbs

Über das 1:2 (1:0) von Energie Cottbus beim ZFC Meuselwitz ärgerte sich Trainer Claus-Dieter Wollitz gleich doppelt. Erstens, weil der souveräne Tabellenführer der Regionalliga-Nordost im 24. Spiel nun doch seine erste Saison-Niederlage kassiert hat. Und zweitens, weil die auf insgesamt acht Positionen umformierten Startelf am Mittwochabend vor 601 Zuschauern in der Bluechip-Arena diese Nachholpartie doch noch aus der Hand gegeben hat.

Die Stammspieler Fabio Viteritti, Lasse Schlüter und Streli Mamba hatten Wollitz erst in der 2. Halbzeit eingewechselt. Torhüter Avdo Spahic, Kevin Weidlich, Maximilian Zimmer und Tim Kruse blieben sogar ganz zu Hause.

Marc Stein erzielte kurz vor der Pause die Cottbuser Führung. In der 2. Halbzeit drehte Meuselwitz dann aber das Spiel mit den Toren von Yves Brinkmann (68. Minute) und Pierre le Beau (77.). „Mit der 1. Halbzeit war ich sehr zufrieden. In der 2. Halbezeit waren wir nicht so kompakt. Und wir haben individuelle taktische Fehler gemacht. Es ist schade für die Jungs, die längere Zeit nicht gespielt haben, dass wir sie nicht mit einem Sieg belohnen konnten“, ärgerte sich Wollitz.

Er verteidigte aber ausdrücklich die acht Wechsel in der Startformation. „Diese Spieler haben seit Wochen richtig gut trainieren und insgesamt das Niveau in den Übungseinheiten angehoben. Wenn man die 1. Halbzeit sieht, dann waren die Wechsel absolut berechtigt.“

Tor: Kevin Rauhut ersetzte Stammkeeper Avdo Spahic. In der 1. Halbzeit dirigierte der Neuzugang von Wacker Nordhausen immer wieder lautstark die Abwehr. Nach der Pause ließ dann etwas die Konzentration bei Rauhut nach – auch bei den Abschlägen.

Rechte Außenbahn: Verteidiger Marcel Baude und der junge Gabriel Boakye spielten eine gute 1. Halbzeit. Im zweiten Durchgang konnten sie kaum noch für Entlastung sorgen und hatten auch in der Defensive Probleme.

Linke Außenbahn: Vor Verteidiger Malte Karbstein feierte Felix Geisler nach langer Verletzungspause sein Comeback in der Startformation. Er belebte das Spiel mit seinen Ideen und setzte mehrmals gut die Mitspieler ein. Natürlich reicht seine Kraft noch nicht für 90 Minuten.

Zentrum: Hier hatte Wollitz mit Paul Gehrmann und Alexander Siebeck sowie dem offensiven Marcelo ein komplett neues Dreiereck gebildet. Zumindest bis zur Pause hatten Gehrmann und Siebeck das Zentrum im Griff. Marcelo machte seine Sache als Ballverteiler und Distanzschütze ebenfalls ordentlich. Nach der Pause wurde das Dreieck dann aber oft überrannt. Trotzdem gab es ein Lob von Wollitz: „Wie wir im Zentrum gespielt haben, speziell in der 1. Halbzeit, war schon höheres Niveau.“

Sturm: Kevin Scheidhauer war heiß. Das merkte man dem Zentrumsstürmer von der ersten Minute an. Aber er wirkte auch etwas übermotiviert und ließ sich immer wieder auf verbale Scharmützel ein. Für ein Foulspiel gab es Gelb. Nach einem Spruch Richtung Gegner später dann Gelb-Rot. Am Sonntag im Heimspiel gegen Lok Leipzig (14.05 Uhr) ist er damit gesperrt.

Das Fazit von Wollitz: „Wir wissen schon, dass der eine oder andere Spieler das in dieser Partie ordentlich gemacht hat. Die anderen müssen wir jetzt aufbauen, dass sie sich nicht zu lange damit beschäftigen, dass sie individuelle Fehler gemacht haben.“

Trainer Claus-Dieter Wollitz: „Es ist schade für die Jungs.“
Trainer Claus-Dieter Wollitz: „Es ist schade für die Jungs.“ FOTO: WORBSER-Sportfotografie / Mike Worbs