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| 06:31 Uhr

Fußball
Wollitz sucht seine Aufstiegs-Elf

FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz will in Fürstenwalde ausloten, welche Profis für die nervenaufreibenden Aufstiegsspiele infrage kommen könnten.
FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz will in Fürstenwalde ausloten, welche Profis für die nervenaufreibenden Aufstiegsspiele infrage kommen könnten. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Das Pokal-Halbfinale in Fürstenwalde ist für den FC Energie das erste Alles-oder-Nichts-Spiel. Für FCE-Trainer Wollitz ist die Drucksituation ein wichtiger Test: Wer ist geeignet für die Nervenspiele am Ende der Saison.

Von Jan Lehmann

Es ist das erste echte Alles-oder-Nichts-Spiel für den FC Energie Cottbus in dieser Saison. Der souveräne Regionalliga-Spitzenreiter tritt am Samstag (15 Uhr/Liveticker bei LR-Online) im Landespokal-Halbfinale beim Liga-Rivalen Union Fürstenwalde an. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz betont: „Es geht für beide Mannschaften um sehr, sehr viel. Es gibt keinen Regionalligisten, der nicht diese Zusatzeinnahmen braucht.“

Die Titelverteidigung wäre für den FCE Gold wert: Der Pokalsieger erhält als DFB-Pokalteilnehmer eine Prämie von 159 000 Euro für die erste Runde. Zudem winken bei einem attraktiven Los weitere  Zuschauereinnahmen. Wollitz sagt: „Für den Verein ist sicher das Finanzielle wichtig. Ich nehme aber das Emotionale: Unser Spiel gegen den VfB Stuttgart ist Motivation genug, so etwas wollen wir wieder erleben.“

Energie steht am Samstag also unter Erfolgsdruck – und genau das will Wollitz nutzen. Er muss in den kommenden Wochen jene Elf zusammenstellen, die dann unter noch viel größerem Druck in den zu erwartenden Aufstiegsspielen im Mai die Nerven behält und den FCE in die 3. Liga schießt. Der Trainer erklärt vor der Partie in Fürstenwalde: „In diesen Spielen können wir sehen: Wer hat die Mentalität? Wer hat die Einstellung? Wer kann diese Lucky-Punch-Spiele?“

Wollitz sucht seine Aufstiegs-Elf, und seinen Spielern steht ein intensives Dauer-Casting bevor. Ab Samstag hat Energie innerhalb der nächsten fünf Wochen zehn Spiele. Die ausgefallene Partie bei Hertha BSC II wurde nun für den Mittwoch, 11. April, angesetzt.

Wollitz plant: „Ich werde alles daran setzen, so viele Spieler wie möglich auf Top-Niveau zu bringen, so dass sie den Rhythmus und das Selbstvertrauen haben.“ Und um dann Entscheidungen zu treffen. Der Trainer verdeutlicht: „Es geht nun auch darum: Wer empfiehlt sich am Samstag für weitere Spiele.“

Dabei macht der Coach deutlich, dass er in Fürstenwalde keinen fußballerischen Leckerbissen erwartet: „Es ist mir egal, wie es zustande kommt. Es ist nur wichtig, dass wir das Finale des Landespokals erreichen.“ Eine Maßgabe, die unter Garantie auch für die Aufstiegsspiele im Mai gelten wird. Da gibt es dann auch nur: Alles oder Nichts.