| 17:10 Uhr

Fußball
Mamba trifft: Wollitz gewinnt Stürmer-Poker

Streli Mamba erzielte gegen Neugersdorf sein elftes Saisontor.
Streli Mamba erzielte gegen Neugersdorf sein elftes Saisontor. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie blufft erfolgreich vor dem Comeback des Torjägers. Neugersdorf verblüfft mit Einsatz von Marek.

Es wurde nicht ganz klar, ob man in der Oberlausitz geblufft hatte – oder einfach nur von der eigenen Kartenstatistik verblüfft worden war. Jedenfalls hatten die Neugersdorfer vor dem Spiel in Cottbus noch auf ihrer Homepage gemeldet, dass Torjäger Josef Marek (neun Saisontreffer) gelbgesperrt sei und nicht spielen dürfe.

Am Sonntag stand der Tscheche doch in der Startelf, angeblich hatte man sich beim FCO verzählt. Doch während Marek über die kompletten 90 Minuten so unauffällig agierte, als sei er tatsächlich nicht spielberechtigt, hatte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz beim Stürmer-Poker die eindeutig besseren Karten. In den vergangenen Tagen hatte er noch geblufft und zu verstehen gegeben, dass mit einer Rückkehr von Streli Mamba nicht zu rechnen sei. Doch dann gehörte der 23-Jährige doch zum Cottbuser
Kader. In der 61. Minute wurde er eingewechselt, nur 13 Minuten später erzielte er sein elftes Saisontor.

Wollitz berichtete, dass er schon seit einer Woche geplant hatte, Mamba wieder in den Kader zu nehmen. Der Trainer erklärte: „Streli hat sehr gut gearbeitet und alle Absprachen mit den Ärzten umgesetzt. Am Mittwoch hat er Maximalsprints gemacht, am Freitag beim Abschlusstraining gab es keine Probleme. Er gibt uns vorn wieder mehr Optionen.“

Für Mamba war es die Rückkehr nach einer schweren Zeit. Seit dem 17. September hat er nur noch ein Spiel bestritten, beim wohl verfrühten Comeback beim 4:0 gegen Babelsberg. Ein Muskelfaserriss und Hüftprobleme hatten ihn außer Gefecht gesetzt. Mamba berichtete: „Ich war vorher noch nie so lange verletzt. Deswegen war das hart für mich. Aber von so einem Comeback träumt man natürlich. Die Luft reicht bei mir natürlich noch nicht für 90 Minuten. Aber wir haben jetzt ja noch zwei Spiele, die werden mir helfen.“

Trainer Wollitz gibt schon Einblicke in seine Planung: „Wir wollen Streli am Mittwoch in Altglienicke so weit heranführen, dass es vielleicht möglich ist, ihn am Samstag gegen Neustrelitz von Beginn an zu bringen.“ Dann bestreitet der FCE im Stadion der Freundschaft sein letztes Regionalliga-Spiel in diesem Jahr.