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Energie-Trainer Krämer erlebt Gänsehaut in Bielefeld

4. April 2015: Bielefeld, Fussball 3. Liga, 31. Spieltag: DSC Arminia Bielefeld - FC Energie Cottbus: Energies Trainer Stefan Kraemer. Foto: photoarena / Thomas Eisenhuth
4. April 2015: Bielefeld, Fussball 3. Liga, 31. Spieltag: DSC Arminia Bielefeld - FC Energie Cottbus: Energies Trainer Stefan Kraemer. Foto: photoarena / Thomas Eisenhuth FOTO: Thomas Eisenhuth (photoarena)
Bielefeld. Energie-Trainer Stefan Krämer war nach dem 0:3 (0:2) bei Arminia Bielefeld im Wechselbad der Gefühle. Einerseits ärgerte sich Krämer über die Niederlage gegen seinen Ex-Verein, andererseits freute er sich über den bemerkenswerten Empfang auf der Alm. Frank Noack

Diese Rückkehr nach Bielefeld wird Stefan Krämer so schnell nicht vergessen. Nach dem Schlusspfiff sangen die Fans von Arminia Bielefeld plötzlich den Namen des Energie-Trainers. "So etwas ist außergewöhnlich. Ich weiß nicht, ob das in Deutschland überhaupt schon mal passiert ist. Das war ein Gänsehaut-Gefühl, obwohl ich es wegen der Niederlage nicht richtig genießen konnte", erklärt Krämer.

Es war seine erste Rückkehr als Trainer an die Stätte seines bisher größten Erfolges. Mit der Arminia schaffte Krämer in der Saison 2012/13 den Aufstieg in die 2. Liga, ehe im Februar 2014 dann die Entlassung folgte. Bei den Fans der Arminia steht der Ex-Coach dennoch nach wie vor ganz hoch im Kurs. "Es war ein total warmer Empfang, auch schon beim Training. Das macht mich sehr stolz. Es ist ja nicht üblich, dass man als entlassener Trainer zu seinem Ex-Verein zurückkommt als wenn man gerade aufgestiegen wäre", sagt Krämer. Seine authentische Art kommt an - in Cottbus genau wie früher in Bielefeld. Krämer sind solche Dinge enorm wichtig. "Meine Maxime im Leben ist, dass man immer wieder mit gutem Gewissen zurückkommen kann."

Dass er die Alm am Samstag nach unzähligen Erinnerungsfotos mit einem Lächeln verließ, spiegelte aber nur bedingt die Stimmungslage des Energie-Trainers wider. Denn die drei Gegentreffer nagten mächtig an Krämer. Seine Bilanz fiel deshalb zwiespältig aus: "Ich wollte natürlich hier gewinnen. Es ärgert mich riesig, dass wir das nicht geschafft haben. Durch die fünf Minuten vor der Halbzeit war das Spiel leider entschieden. Gegen so eine Spitzenmannschaft darfst du so einfache Fehler nicht machen."

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