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| 18:57 Uhr

Energie Cottbus
Energie steht vor dem ersten Endspiel

Babelsbergs Andis Shala (l.) wird hier beim letzten Aufeinandertreffen im April von Energies Abwehrspieler Jose Matuwila attackiert.
Babelsbergs Andis Shala (l.) wird hier beim letzten Aufeinandertreffen im April von Energies Abwehrspieler Jose Matuwila attackiert. FOTO: dpa / Jan Kuppert
Cottbus. Mit dem Pokalfinale beim SV Babelsberg 03 am Montag beginnt für die Cottbuser Fußballer die Woche der Wahrheit. Von Sven Hering und Frank Noack

Wer mit dem Auto den Cottbuser Stadtring entlangfährt, sich dann in die Linksabbiegespur zum Stadion der Freundschaft einreiht, der muss nur einen kurzen Moment warten, dann schaltet die Ampel auch schon auf Grün. Was die Planer in den Verkehrsrechner einprogrammiert haben, könnte sinnbildlich für den Cottbuser Fußballverein stehen. Nach einer kurzen Verweilzeit in der vierten Liga stehen alle Zeichen auf Grün, dass es demnächst wieder Drittligafußball in der Stadt gibt.

Doch vor den beiden entscheidenden Aufstiegsspielen gegen Weiche Flensburg möchte der FC Energie am Montag in Potsdam gegen den SV Babelsberg nicht nur den Landespokal verteidigen. Ein Sieg in dem brisanten Derby soll neben der garantierten Prämie in der ersten DFB-Pokalrunde von rund 160 000 Euro der Mannschaft zusätzlichen Auftrieb für die beiden wichtigsten Spiele des Jahres geben.

Die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz verkündete am Freitag: „Alle Spieler sind fit.“ Mit Ausnahme der langzeitverletzten Benjamin Förster und Björn Ziegenbein kann der Übungsleiter also aus dem Vollen schöpfen. So werden aller Voraussicht nach die zuletzt ausgefallenen Innenverteidiger Lasse Schlüter und Andrej Startsev in die Startformation zurückkehren. Ohnehin hatte Wollitz ja angekündigt: „Ich werde die beste Kapelle auf den Platz schicken – mit der besten Motivation, die ich je einer Mannschaft gegeben habe.“ Wollitz ist guter Dinge, dass schon der Auftakt am Montagabend erfolgreich verlaufen wird. Die Mannschaft habe in den letzten Tagen im Training ihre Spritzigkeit, Souveränität und Selbstverständlichkeit zurückbekommen. „Jetzt versuchst du das zu halten.“

Nach den Debatten über Terminverschiebungen und Anstoßzeiten wollte Wollitz das Thema am Freitag nicht noch einmal neu aufmachen. „Wir hätten gern einen anderen Termin gehabt. Aber wir wollen und werden jetzt das Beste daraus machen“, sagte er nur.

Dabei muss der FCE im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion mit harter Gegenwehr rechnen. Babelsberg-Trainer Almedin Civa erklärte am Freitag: „Man muss den Hut davor ziehen, was Cottbus in dieser Saison geleistet hat. Es gab noch nie einen Meister, der so souverän durch die Liga marschiert ist. Und das wird es wohl auch nicht mehr geben.“ Natürlich sei Cottbus deshalb der Favorit. Und seine Mannschaft habe Respekt. „Aber wir spielen zu Hause und wollen den Pokal gewinnen. Angst haben wir jedenfalls nicht.“

Babelsberg-Torjäger Andis Shala ist zurück und hat gegen den Berliner AK einige Minuten gespielt. Große Fragezeichen stehen allerdings hinter Beyazit und Akdari. Beyazit, der in der nächsten Saison für den FCE spielen wird, klagt über muskuläre Beschwerden und hat seit dem Neugersdorf-Spiel keine Trainingseinheit gemacht. Akdari hat zwar gespielt, aber seit acht Wochen große Leistenprobleme. Trainer Almedin Civa ist dennoch zuversichtlich: „Wir werden versuchen, dem Meister die zweite Niederlage beizubringen. Ihn zu schlagen, ist ein zusätzlicher Reiz.“

Claus-Dieter Wollitz indes sieht sein Team gerüstet – für den Pokal („Wir haben keine Angst, da zu spielen“), aber auch für die Begegnungen gegen Flensburg. „Die Mannschaft hat mit der Punktzahl, mit den Auftritten insgesamt was Tolles erreicht.“ Und der Trainer ergänzt: „Wir haben alle Voraussetzungen, nächste Woche alle drei Spiele zu gewinnen.“ Alle Ampeln stehen beim FCE also auf Grün.

Aufstellung_Landespokalfinale
Aufstellung_Landespokalfinale FOTO: LR