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| 18:59 Uhr

Fußball
Energie startet mit Stich und Euphorie

Die Profis um Felix Geisler (vorn) mussten in der Leichtathletik-Halle mehrere Laufintervalle absolvieren.
Die Profis um Felix Geisler (vorn) mussten in der Leichtathletik-Halle mehrere Laufintervalle absolvieren. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Der Aufsteiger aus Cottbus will den Schwung der erfolgreichen Vorsaison für die Mission Klassenerhalt in der 3. Fußball-Liga nutzen. Trainer Wollitz freut sich über die gute Laune. Er schwört sein Team aber auf eine höhere Intensität ein. Von Frank Noack

Das Wiedersehen nach der Sommerpause war wie erwartet schweißtreibend und auch schmerzhaft – zumindest für die Ohrläppchen: Energie Cottbus ist am Mittwoch mit dem Laktattest in die Vorbereitung auf die neue Saison der 3. Fußball-Liga gestartet.

Den kleinen Piekser in das Ohrläppchen zur Blutentnahme auf der Laufbahn der Leichtathletik-­Halle im Cottbuser Sportzentrum nahmen die FCE-Profis jedoch mit sportlichem Humor. Die Laune ist ohnehin prächtig beim Aufsteiger, der in der vergangenen Spielzeit mit der souveränen Meisterschaft in der Regionalliga Nordost, dem Landespokalsieg und dem Aufstieg sämtliche Saisonziele mit Bravour erreicht hatte. Allen Spielern und auch Trainer Claus-Dieter Wollitz war am Mittwoch die Vorfreude auf die neue Herausforderung in der 3. Liga anzumerken. „Der letzte Tag bei der Verabschiedung nach so einer erfolgreichen Saison war natürlich wunderschön. Da startet man jetzt auch mit Euphorie in den ersten Tag der Vorbereitung“, betont Wollitz.

José-Junior Matuwila verließ die Laufbahn zwar verschwitzt, aber ebenfalls mit einem breiten Lächeln im Gesicht. „Es ist wirklich schön, die Jungs nach dem Urlaub wiederzusehen. Wichtig ist, dass wir jetzt all die positiven Dinge aus der vergangenen Saison mit in die 3. Liga nehmen“, meint der Innenverteidiger.

Zumal sich der Kader im Vergleich zur Vorsaison kaum verändert hat. Energie Cottbus startet die Mission Klassenerhalt im Wesentlichen mit dem Aufstiegsteam der vergangenen Spielzeit. Bislang gibt es erst zwei Neuzugänge. Abdulkadir Beyazit vom SV Babelsberg soll den Konkurrenzkampf im Sturm erhöhen. Daniel Stanese (VfR Aalen) ist für die Mittelfeldzentrale eingeplant. Nach getaner Arbeit auf der Laufbahn und dem Piekser ins Ohr lobte Beyazit gleich mal den Teamgeist: „Es geht in dieser Mannschaft sehr familiär zu. Der Zusammenhalt ist wirklich gut. Da fühlt man sich als Neuzugang auf Anhieb wohl.“

Insgesamt 28 Spieler absolvierten den Laktattest im Cottbuser Sportzentrum. Dabei wird nach unterschiedlichen Laufintervallen die Milchsäure im Blut gemessen. ­Anhand dieses Wertes werden die Ermüdung des Muskels und damit der Fitnesszustand ermittelt.

Laktattest bei Energie Cottbus FOTO: Michael Helbig

Mit Kevin Schade aus der U17-Mannschaft stellte sich noch ein weiteres neues Gesicht im Profikader vor. Nicht mehr zum erfolgreichen Team der vergangenen Saison gehören der zum FSV Zwickau gewechselte Matti Kamenz und ­Gabriel Boakye, der zur U23 des 1. FC Köln gehen will. Außerdem fehlten die langzeitverletzten Björn Ziegenbein und Benjamin Förster. Ziegenbein ist nach seiner Knieverletzung kurzfristig kein Thema. Bei Energie rechnet man frühestens im Januar oder Februar mit einem ­Comeback des Offensivspielers – vorausgesetzt das Knie spielt mit.

Benjamin Förster musste sich erneut mit Adduktorenbeschwerden in ärztliche Behandlung begeben. Auch seine Comeback-Aussichten sind derzeit vage. Wollitz macht aus seiner Unzufriedenheit keinen Hehl: „Das ist sowohl für Benny als auch für den Verein sehr unbefriedigend.“ Genau wie bei den meisten anderen Spielern hat sich auch der Vertrag von Förster  durch den Aufstieg bis zum Juni 2019 verlängert.

Neben der Freude über das Wiedersehen hat Trainer Wollitz die Mannschaft aber auch auf eine intensive Vorbereitungszeit bis zum Saisonstart der 3. Liga am 27. Juli eingeschworen. Seine klare Ansage: „Die Intensität wird in der 3. Liga höher werden als in der Regional­liga. Uns wird mehr abverlangt werden. Es geht deshalb jetzt darum, die bestmögliche Vorbereitung zu absolvieren, damit wir unser Ziel erreichen – den Klassenerhalt.“

Abdulkadir Beyazit spielte zuletzt beim SV Babelsberg.
Abdulkadir Beyazit spielte zuletzt beim SV Babelsberg. FOTO: Michael Helbig
Daniel Stanese wechselt vom
VfR Aalen nach Cottbus.
Daniel Stanese wechselt vom VfR Aalen nach Cottbus. FOTO: Michael Helbig