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| 10:25 Uhr

Fanmarsch vor dem Aufstiegsspiel
Energie-Spieler ziehen mit ihren Fans ins ausverkaufte Stadion

Beim Fanmarsch in Cottbus haben sich die Energie-Fans aufs Relegationsspiel eingestimmt.
Beim Fanmarsch in Cottbus haben sich die Energie-Fans aufs Relegationsspiel eingestimmt. FOTO: Tino Schulz
Cottbus. Die Cottbuser Anhänger haben die Stadt am Sonntag auf besondere Weise auf das bedeutende Rückspiel eingestimmt. Von Jan Lehmann und Frank Noack

Die Aufregung steigt, die Euphorie ist grenzenlos: Energie Cottbus kann heute im Rückspiel gegen Weiche Flensburg die Rückkehr in die 3. Fußball-Liga schaffen. Das Stadion ist ausverkauft, die Cottbuser Anhänger könnten eine entscheidende Rolle spielen. Die Mannschaft setzt auf die große Kulisse, die für Flensburg ungewohnt sein wird.

Fanmarsch zum Aufstiegsspiel von Energie Cottbus FOTO: Tino Schulz

Die Cottbuser Anhänger haben die Stadt am Sonntagmittag auf eine besondere Weise auf das bedeutende Rückspiel gegen Flensburg eingestimmt. Laut Verein haben sich rund 2000 Fans auf dem Altmarkt und in der Spremberger Straße versammelt, um gemeinsam zum Stadion zu laufen und fröhlich zu singen. Sogar Energie-Spieler mischten sich unter die Fans, zum Beispiel Maximilian Zimmer, José Matuwila oder André Startsev.

Rund um das Stadion trafen aus allen Ecken Energie-Anhänger ein, so viele wie zu Bundesliga-Zeiten, als es gegen Bayern München ging. Das Treiben ließ sich auch FCE-Kapitän Marc Stein nicht entgehen, der gegen 12 Uhr am Haupteingang des Stadions gelassener Beobachter war.

Der FCE steht vor der Rückkehr in den Profi-Fußball. Nach dem 3:2-Auswärtssieg im Hinspiel ist die Euphorie grenzenlos. Und dennoch müssen die Lausitzer noch 90 Minuten mit ihrer Mannschaft zittern.

Dabei kommt dem Cottbuser Anhang am Sonntag ab 14 Uhr im Stadion der Freundschaft (live im RUNDSCHAU-Ticker bei FuPa Brandenburg) womöglich eine entscheidende Rolle zu. Die Mannschaft setzt darauf, dass das ausverkaufte Stadion den Gegner aus Flensburg zusätzlich beeindruckt. Schließlich spielt der SC Weiche im Flensburger Manfred-Werner-Stadion. Das fasst nur 2800 Zuschauer, im Saisonschnitt hatten sich 1014 Gäste pro Spiel auf den kleinen Sportplatz verirrt.

Entsprechend ist die Mannschaft davon überzeugt, dass der Rückhalt der Fans helfen kann. Maximilian Zimmer erklärte: „Jetzt müssen die zu uns kommen, vor 20 000 Zuschauern spielen. Ich bin überzeugt davon, dass wir es packen.“ Der Doppeltorschütze vom Hinspiel sagte: „Ich hoffe, dass die Fans uns noch einmal so unterstützen. Wir brauchen das. So eine Saison zehrt natürlich auch. Ackern, arbeiten, kämpfen – das ist alles, was zählt.“

Weiche-Torjäger René Guder, der mit seinem späten Treffer zum 2:3 noch einmal die Hoffnung für die Flensburger zurückgeholt hatte, gibt zu: „Die Unterstützung der Cottbuser Fans in Kiel war schon gewaltig. Jetzt erwartet uns dort eine noch größere Aufgabe vor noch viel mehr Menschen.“

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz kündigt an: „Unser Publikum ist am Sonntag nochmal lautstärker, nochmal intensiver. Das wird auch die Spieler beflügeln. Das hat man auch nach dem 1:0 in Flensburg gesehen. Da haben wir uns in einen Rausch gespielt.“

Auch Angreifer Kevin Scheidhauer betont, dass der Rückhalt des Publikums den Ausschlag für den Erfolg geben könnte: „Wir spielen zu Hause vor 20 000, da wird es sehr, sehr schwer für Flensburg. Wir geben alles dafür, um mit unseren Fans den Aufstieg zu feiern.“

Es scheint alles gerichtet für ein großes Lausitzer Fußballfest. FCE-Präsident Michael Wahlich hat bereits Freibier für den Fall des Aufstiegs versprochen, bittet die Cottbuser Anhänger, bei den möglichen Feierlichkeiten „den Verstand walten“ zu lassen. Das dürfte auch schon für den Fanmarsch gelten. Denn die Stadt Cottbus und die Anhänger des FC Energie Cottbus haben am Sonntag eine große Chance, das Image der Stadt mit einem fröhlichen, friedlichen Auftritt aufzupolieren. Um 10.30 Uhr geht es los.