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| 16:53 Uhr

Fußball
„Schlussstrich“ – FCE akzeptiert DFB-Urteil

Energie-Praesident Michael Wahlich zeigte sich dennoch zufrieden.
Energie-Praesident Michael Wahlich zeigte sich dennoch zufrieden. FOTO: Steffen Beyer
Frankfurt/Main. Energie muss 7000 Euro für Babelsberg-Randale zahlen – fühlt sich aber vom Verband ernstgenommen.

Mit einem nach eigener Aussage „guten Gefühl“ machte sich Energie-Präsident Michael Wahlich mit seinen Mitstreitern am Dienstag nach dem Urteilsspruch des DFB-Bundesgerichts wieder auf den Weg in die Lausitz. Mit im Gepäck hatte der FCE-Chef zwar die neue Strafe von insgesamt 7000 Euro, die der Verein nun für die Ausschreitungen und rechtsradikalen Ausfälle im Cottbuser Block während des Regionalliga-Spiels beim SV Babelsberg zahlen muss. 3000 Euro davon kann der FC Energie für präventive Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus verwenden.

Doch Wahlich nimmt auch die Gewissheit mit nach Hause, beim DFB Gehör gefunden zu haben. Der FCE-Präsident berichtete: „Es war eine sachliche, korrekte Verhandlung. Wir konnten unsere Positionen vorstellen. Außerdem konnten wir darstellen, was wir als Verein für Vielfalt und Toleranz alles auf die Beine stellen – und was uns das kostet.“ Wahlich glaubt: „Die Vertreter vom DFB waren davon durchaus beeindruckt.“

Dass das Bundesgericht dennoch der Revision des DFB-Kontrollausschusses stattgab und damit der Cottbuser Rechtsauffassung widersprach, akzeptiert man beim FC Energie. Achim Späth, der als Vorsitzender des DFB-Bundesgerichtes die Verhandlung leitete, sagte anschließend: „Der DFB fährt eine klare Linie gegen rassistische und rechtsradikale Umtriebe. Für solche Verhaltensweisen ist in unserem Fußball kein Platz! Das hat auch der Verein Energie Cottbus in vollem Umfang so gesehen und deshalb dem Urteil zugestimmt.“

Dass Verein und Verband im Anschluss an die Verhandlung zeitgleich eine wortgleiche Pressemitteilung herausgaben, lässt erahnen, dass es in Frankfurt letztlich ein Einvernehmen gab. Energie-Präsident Wahlich betonte: „Für uns ist es wichtig, dass jetzt auch ein Schlussstrich unter diese Angelegenheit gezogen wird. Wir haben uns als Verein klar gegen Rechts positioniert und wollen jetzt wieder um den Fußball kümmern. Wir wollen im Sommer aufsteigen, das ist unser großes Ziel.“