ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:05 Uhr

Fußball
Energie macht Druck in der Endspiel-Frage

Mit dem 2:0-Heimsieg gegen Lok Leipzig ist die Wahrscheinlichkeit noch größer geworden, dass Energie Cottbus an den Aufstiegsspielen teilnimmt. Deswegen ist die Verlegung des Pokalspiels für den Verein so wichtig.
Mit dem 2:0-Heimsieg gegen Lok Leipzig ist die Wahrscheinlichkeit noch größer geworden, dass Energie Cottbus an den Aufstiegsspielen teilnimmt. Deswegen ist die Verlegung des Pokalspiels für den Verein so wichtig. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Die Verlegung des brandenburgischen Landespokal-Finales wird immer wahrscheinlicher. Der FC Energie macht Druck in der Endspielfrage. Der Verein hat seinen Antrag erneuert – und dabei die nächste Hürde übersprungen. Jetzt liegt der Ball beim Fußball-Landesverband und dessen Präsidenten Siegfried Kirschen.

Von Jan Lehmann und Frank Noack

Energie Cottbus macht Druck – und dieses Mal nicht auf dem Spielfeld. Mit Vehemenz arbeiten die Lausitzer daran, dass ihrem Wunsch entsprochen und das für den 21. Mai geplante Landespokal-Finale beim SV Babelsberg verlegt wird. Dafür hat der Verein nun seinen Antrag an den Fußball-Landesverband Brandenburg und dessen Präsidenten Siegfried Kirschen erneuert. Wichtigste Änderung: In dem Schreiben, dass der RUNDSCHAU-Sportredaktion vorliegt, wird Bezug auf die positiven Gespräche zwischen beiden Endspielgegnern genommen. Die Babelsberger Unterstützung verleiht dem Antrag noch mehr Nachdruck.

Man sei sich unter den beiden Clubs einig, dass eine Verlegung für den Fußball im Land Brandenburg von immenser Bedeutung sei. Auf der Vereinshomepage hat der FCE mitgeteilt, dass wie bereits von der RUNDSCHAU berichtet, die beiden Trainer Claus-Dieter Wollitz (FC Energie) und Almedin Civa (SV Babelsberg) sich ausgetauscht haben. „Mein Trainer-Kollege hat unter sportlichen Gesichtspunkten mit der Verlegung kein Problem“, erklärte Wollitz auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Zudem habe es bereits vor Ostern ein ausführliches Telefonat mit Archibald Horlitz, dem Vorsitzenden des SV Babelsberg 03, geführt und aus der Landeshauptstadt eine Bereitschaft zur Verlegung des Spiels verspürt.

Nach Wunsch der Cottbuser soll das Endspiel, dass im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion ausgetragen wird, in der 20. Kalenderwoche stattfinden. Denkbar wären damit Mittwoch, der 16. Mai, oder Donnerstag, der 17. Mai.

Eine wichtige Hürde für die Verlegung ist immerhin schon genommen. Der für die Live-Konferenz federführende Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat das Duell zwischen Babelsberg und Cottbus nach Informationen der RUNDSCHAU für einen anderen Termin freigegeben. Das bedeutet: Der WDR besteht nicht mehr darauf, dass die Partie zwingend im Rahmen des Finaltages der Amateure am 21. Mai stattfinden muss.

Wegen der zeitlichen Nähe zu den beiden Aufstiegsspielen am 24. und 27. Mai hatte Energie Cottbus am vergangenen Mittwoch beim Fußball-Landesverband einen ersten Antrag auf Verlegung eingereicht. „Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Mannschaft am 24. und 27. Mai in der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga antreten darf ist sehr hoch und seit Sonntag sicherlich nicht kleiner geworden“, sagt Michael Wahlich nach dem 2:0-Heimsieg gegen Lok Leipzig. Energie hat 18 Punkte Vorsprung in der Regionalliga Nordost und somit erster Anwärter auf den Meistertitel. Um in den Aufstiegsspielen unbelastet aufspielen zu können, würden die Cottbuser gern das Endspiel früher austragen lassen. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz betont: „Es geht hier um das Land Brandenburg. Natürlich haben auch wir ein großes Interesse daran – dazu stehe ich. Weil wir uns dann besser regenerieren können. Alles andere wäre gelogen. Es ist jetzt eine Frage der Solidarität. Gibt es diese Solidarität oder gibt es sie nicht?“

Am Sonntag treffen der SV Babelsberg und Energie Cottbus (13.30 Uhr/im RUNDSCHAU-Liveticker bei Fupa Brandenburg) im Karl-Liebknecht-Stadion im Regionalliga-Duell aufeinander. Spätestens dann gebe es die Chance für den FLB und Präsident Siegfried Kirschen, mit allen Beteiligten auf kurzem Dienstweg die Begehrlichkeiten zu besprechen.