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Fussball
Energie reist ohne Mamba, aber mit einem Rückkehrer nach Bernau

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz reist mit einem Mini-Kader nach Bernau.
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz reist mit einem Mini-Kader nach Bernau. FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. Energie Cottbus muss im Landespokal-Achtelfinale zum Sechstliga-Aufsteiger FSV Bernau reisen. Trainer Claus-Dieter Wollitz steht dafür zwar nur ein Mini-Kader von 13 Spielern zur Verfügung - vielleicht kommt aber noch ein 14. Akteur dazu. Von Steven Wiesner

Die Frage, ob er im Landespokal mal eine C-, B- oder A-Elf aufbiete und ein paar Akteuren nach den zurückliegenden Wochen eine Verschnaufpase gönne, stellt sich für Claus-Dieter Wollitz nicht. "Wir haben nur 13 Spieler zur Verfügung", erklärt der Trainer von Energie Cottbus vor dem Achtelfinalspiel am Samstag (14 Uhr) in Bernau. Die Partie beim Tabellen-7. der Brandenburg-Liga ist nach den Liga-Spielen gegen Hertha BSC II (2:0) vor einer Woche und Lok Leipzig (0:0) am Dienstag der dritte Einsatz in den vergangenen acht Tagen.

Weiterhin muss die Mannschaft dabei ohne Topstürmer Streli Mamba auskommen. Der Angreifer, der Mitte September zuletzt gegen den BFC Dynamo aufgelaufen war, absolvierte zwar das komplette Mannschaftstraining am Freitag, Wollitz will aber kein Risiko eingehen und streicht Mamba im Pokal noch aus seinen Planspielen. "Wäre es das Endspiel, würde ich ihn bringen. So weit ist es aber noch nicht", sagt Wollitz. Das Gleiche gilt für Mittelfeldorganisator Tim Kruse, der beim Sieg gegen die Hertha-Bubis mit Wadenproblemen ausgetauscht werden musste. Beide sollen am Montag wieder komplett einsteigen.

Da auch Fabio Viteritti krankheitsbedingt ausfällt, wird also ein Mini-Kader das Viertelfinal-Ticket lösen müssen. Sturmhoffnung Gabriel Boakye soll dabei genauso von Beginn an starten wie die sonstigen Reservisten Christos Papadimitriou, Paul Gehrmann und Max Grundmann. Auch Matti Kamenz könnte Avdo Spahic zwischen den Pfosten ersetzen und zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in der laufenden Saison kommen. Die Entscheidung ließ Wollitz am Freitag aber noch offen. Denkbar ist außerdem, dass noch ein Rekonvaleszent zum Aufgebot stößt: Marcel Baude. Der Rechtsverteidiger hatte sich im Juli während der Vorbereitung eine Fraktur in der Kniescheibe zugezogen und könnte nun wieder zurückkehren. "Er wäre der 14. Spieler", so Wollitz. "Allerdings bringen wir ihn nur, wenn es der SPielverlauf zulässt."

Auf einen dankbaren Spielverlauf hofft selbstredend auch der Underdog aus Barnim, der sich vor etwa 1000 Zuschauern ehrenvoll aus der Affäre ziehen will. "Bei uns herrscht null Aufregung", sagt FSV-Coach Christian Städing gegenüber FuPa Brandenburg. "Denn ich habe noch nie als Trainer ein Spiel gehabt, in dem die Favoritenrolle so klar verteilt war." Um den Regionalliga-Spitzenreiter ins Straucheln zu bekommen, "müsste schon jede Menge Spielglück dazu kommen, sprich der Ball mehrmals nur an die Latte gehen statt in unser Tor. Und Energie müsste uns total unterschätzen". Diesen Gefallen taten die Cottbuser zumindest den Vorrunden-Gegnern aus Blankenfelde und Falkensee nicht, gegen die jeweils sieben Tore geschossen wurden.