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| 16:43 Uhr

Fußball
Energie jubelt sich für den Mai warm

Mehr als 500 Cottbuser feierten am Mittwochabend mit Energie in Luckenwalde die vorzeitige Meisterschaft.
Mehr als 500 Cottbuser feierten am Mittwochabend mit Energie in Luckenwalde die vorzeitige Meisterschaft. FOTO: Sven Bock / FuPa Brandenburg
Cottbus. Die Party nach dem Regionalliga-Titel gibt einen Vorgeschmack auf die Aufstiegsspiele. Die Euphorie in Cottbus wächst.

 Als Energie-Präsident ­Michael Wahlich zu später Stunde bei der Meisterfeier des FC Energie das Wort ergriff, hob er zu einer Lobeshymne an. Auf jenes Team, das in Rekordgeschwindigkeit zum Titel in der Regionalliga Nordost gestürmt war. Der 2:0-Auswärtserfolg am Mittwochabend beim FSV Luckenwalde war der 24. Sieg in dieser Saison und machte bereits fünf Spiele vor Schluss alles klar. Energie hat bisher eine Saison für die Geschichtsbücher gespielt: 29 Spiele, 76 Punkte, 67 Tore – und nur eine Niederlage. Präsident Wahlich rief der Mannschaft zu: „Das ist eine großartige Nummer, die ihr da abgezogen habt.“

Für das Lob des Präsidenten gab es fröhlichen Beifall aus der Runde, doch danach wurde es noch viel lauter. Denn Wahlich hatte noch einen warnenden Hinweis an die Spieler: „Jungs, das ist noch nicht alles. Ihr müsst nochmal ran!“ Jetzt wackelten bei „Nando“, dem Stamm-Italiener des Teams, die Tische. Und die Spieler setzten zu einem Gejohle an, das wie Indianergeheul klang und den bevorstehenden entscheidenden Kampf ankündigte.

Diese Kampfesschreie machten deutlich: Beim FCE ist man heiß auf das ganz große Ding. Die Spieler jubelten sich schon für den Mai warm. Trainer Claus-Dieter Wollitz erklärte: „Ich wünsche uns das Maximale, also den Aufstieg und den Landespokal.“ In der Woche vom 21. bis 27. Mai entscheidet sich für den FCE im Pokalfinale und den beiden Aufstiegsspielen, ob aus der geschichtsträchtigen auch eine historische Saison wird.

Gegen welches Team aus der Regionalliga Nord Energie um den Sprung in die 3. Liga antreten muss, ist noch offen. Doch in der Euphorie der Meisterfeier schickte Fabio Viteritti schon mal eine Kampfansage in Richtung Norden: „Egal, wer kommt, wir schlagen jeden.“ Das Selbstvertrauen beim FCE ist riesig, und die Euphorie bei den Fans ebenfalls. Mehr als 500 Cottbuser waren am Mittwochabend mit nach Luckenwalde gereist, um mit ihrer Mannschaft zu feiern. Viteritti betonte: „Dieser Rückhalt ist für uns sehr wichtig – das gilt ja schon für die ganze Saison.“

Jetzt soll gemeinsam mit den Fans die Rückkehr in die 3. Liga geschafft werden. Trainer Wollitz hatte schon angekündigt: „Es ist in den kommenden Wochen unser großes Ziel, die Fans so zu begeistern, dass das Stadion der Freundschaft am 27. Mai komplett ausverkauft ist. Das Publikum kann dann der 12. und der 13. Mann sein.“

Dafür will Wollitz mit seiner Mannschaft in den kommenden Wochen in der Regionalliga „weiter seriöse Leistungen abliefern“, es geht auch darum, den Fokus und den Spielrhythmus nicht zu verlieren. Doch bis Freitagnachmittag hat der Coach der Mannschaft freigegeben, erst dann beginnt die Vorbereitung auf das anstehende Heimspiel gegen Wacker Nordhausen am Sonntag (13.30 Uhr).

Am Donnerstag genossen viele Profis den freien Tag in der Sonne auf dem Cottbuser Altmarkt – dort wo in fünf Wochen möglicherweise groß gefeiert werden könnte. Der eine oder andere Spieler hatte womöglich auch noch mit den Nachwirkungen der Meisterfeier zu kämpfen. Doch bereut haben dürfte es niemand. Maximilian Zimmer erklärte: „Wir haben so hart das ganze Jahr gearbeitet. Diese Feier haben wir uns verdient.“ Er betonte: „Unser Teamgeist ist entscheidend. Es zeichnet uns aus, dass wir jedes Spiel gewinnen wollen.“

Wie auch am Mittwochabend, als den Cottbusern eine mittelprächtige Leistung zum Sieg reichte, weil Streli Mamba (19. Minute) und Kevin Scheidhauer (90.) bei ihren Toren zweimal den Luckenwalder Abwehrriegel durchbrachen. Trainer Wollitz erklärte gnädig: „Es war klar, dass es ein anderes Spiel werden würde, weil alle im Hinterkopf hatten, was nach dem Spiel passieren könnte. Das müssen wir auch noch lernen.“ Dafür hat Energie nun noch fünf Wochen Zeit – damit Präsident Michael Wahlich dann Ende Mai zur Lobeshymne auf ein Aufstiegsteam ansetzen kann.

Fabio Viteritti und seine Kollegen ließen die Korken knallen.
Fabio Viteritti und seine Kollegen ließen die Korken knallen. FOTO: Sven Bock / FuPa Brandenburg
Trainer Claus-Dieter Wollitz wurde von den begeisterten Fans regelrecht erdrückt, später wurde er noch einmal extra aus der Kabine gebeten.
Trainer Claus-Dieter Wollitz wurde von den begeisterten Fans regelrecht erdrückt, später wurde er noch einmal extra aus der Kabine gebeten. FOTO: Sven Bock / FuPa Brandenburg
Kevin Weidlich war im Team einer der Anführer bei der Party.
Kevin Weidlich war im Team einer der Anführer bei der Party. FOTO: Sven Bock / FuPa Brandenburg