ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:27 Uhr

Cottbus-Gegner macht bereits Aufstieg klar
Energie hofft auf trinkfreudigen VfL

 Fabio Viteritti (M.): „Hoffentlich trinken sie das eine oder andere Glas zu viel.“
Fabio Viteritti (M.): „Hoffentlich trinken sie das eine oder andere Glas zu viel.“ FOTO: Eibner-Pressefoto / EIBNER/Frank Wenzel
Cottbus. Während Energie Cottbus um den Klassenerhalt kämpft, feiert der VfL Osnabrück bereits den Aufstieg in die 2. Liga. Kommen die Niedersachsen also am Samstag müde in die Lausitz? Von Frank Noack

Energie Cottbus hofft nach dem 3:0 (0:0)-Sieg bei den Sportfreunden Lotte auf einen von den Feierlichkeiten noch müden VfL Osnabrück. Der frisch gebackene Aufsteiger gastiert im ersten Spiel nach dem Sprung in die 2. Fußball-Bundesliga am Samstag im Stadion der Freundschaft.

„Hoffentlich trinken sie das eine oder andere Glas zu viel. Wir werden jedenfalls Gas geben“, kündigte Fabio Viteritti an.

Immerhin schaffte der FCE mit dem Dreier in Lotte zumindest vorübergehend den Sprung in die Nichtabstiegszone der 3. Liga. „Es ist eine schöne Momentaufnahme. Wir haben uns mal wieder Selbstvertrauen geholt und uns für eine gute Leistung belohnt. Wir müssen genau so weitermachen. Noch haben wir nichts gewonnen“, warnte Lasse Schlüter.

Während die Sportfreunde Lotte und Energie Cottbus um den Klassenerhalt kämpften, wurde zehn Kilometer weiter in Osnabrück am Osterwochenende der Aufstieg in die 2. Bundesliga ausgiebig gefeiert. Die Fans stürmten nach dem 2:0-Sieg gegen Schlusslicht VfR Aalen den Rasen im Stadion an der Bremer Brücke.

 VfL-Trainer Daniel Thioune bekam von den Osnabrücker Spielern eine Bierdusche verpasst.
VfL-Trainer Daniel Thioune bekam von den Osnabrücker Spielern eine Bierdusche verpasst. FOTO: dpa / Friso Gentsch

Die unbändige Freude über das 2888 Tage lang herbeigesehnte Zweitliga-Comeback stand auch Daniel Thioune ins schweißglänzende Gesicht geschrieben. „Acht Jahre haben wir in Osnabrück darauf gewartet, die 3. Liga zu verlassen. Dies ist nicht nur der Aufstieg einer Mannschaft, sondern der Aufstieg einer ganzen Region“, rief der Trainer drei Tagen vor dem 120-jährigen Vereinsjubiläum den feiernden Fans zu. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel bekam Thioune dann von seinen Spielern eine kräftige Bierdusche verpasst.

Die Mannschaft feierten erst ausgelassen in der Kabine, später ging die lila-weiße Sause in der Osnabrücker Innenstadt weiter. In dem allgemeinen Feierchaos mussten sich einzelne Spieler sogar zu Fuß oder mit dem Linienbus bis zum Marktplatz durchschlagen.

Übrigens: In welchem körperlichen und mentalen Zustand die VfL-Spieler am kommenden Wochenende in die Lausitz kommen, muss sich nach diesen Feierlichkeiten erst noch zeigen. Trainer Daniel Thioune war jedenfalls am Ostersonntag schon wieder im Einsatz: Er schaute sich das Energie-Gastspiel in Lotte als aufmerksamer Zuschauer an.

Sportfreunde Lotte - Energie Cottbus FOTO: Eibner-Pressefoto / EIBNER/Frank Wenzel