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| 13:32 Uhr

Cottbus dreht Rückstand in der Nachspielzeit
Energie gewinnt mit spätem Sieg gleich doppelt

 Dimitar Rangelov (l.) im Zweikampf mit Niklas Landgraf.
Dimitar Rangelov (l.) im Zweikampf mit Niklas Landgraf. FOTO: imago images / Picture Point LE / via www.imago-images.de
Halle . Energie Cottbus spielt 3:2 (1:2) beim Tabellendritten Halle und kommt der Nichtabstiegszone in der 3. Liga immer näher. Dabei sah es bis kurz vor Schluss nach einem Remis aus. Von Frank Noack

Die Freude über den späten Sieg in diesem schweren Auswärtsspiel fiel ausgelassen aus. Energie Cottbus durfte nach dem 3:2 (1:2) beim Tabellendritten Hallescher FC gleich doppelt jubeln. Der Aufsteiger feierte nicht nur seinen ersten Auswärtssieg in diesem Jahr, sondern ist jetzt auch punktgleich mit dem rettenden Rang 16 in der Tabelle der 3. Fußball-Liga.

Doch nun wartet bereits das nächste Duell gegen ein Topteam der Liga. Am Sonntag kommt der Tabellenzweite Karlsruhe ins Stadion der Freundschaft. Nur drei Tage später geht es dann zum Nachholspiel nach Unterhaching.

Für Halle waren in der ersten Halbzeit Pascal Sohm 13. Minute) und Moritz Heyer (42.) erfolgreich. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Kevin Weidlich (28.). Vor 8304 Zuschauern traf Streli Mamba kurz nach Wiederbeginn zum erneuten Ausgleich (2:2/50.). In der Nachspielzeit sorgte dann José-Junior Matuwila für den umjubelten Siegtreffer.

Energie versuchte am Mittwochabend bei windigem Wetter in Halle, nicht nur leistungsmäßig, sondern auch personell an den 3:0-Sieg gegen Münster anzuknüpfen. In der Startelf standen exakt jene elf Spieler, die am vergangenen Wochenende für den ersten Dreier gesorgt hatten. Auch in diesem schweren Auswärtsspiel setzte Trainer Claus-Dieter Wollitz also auf das Sturmduo Dimitar Rangelov und Streli Mamba.

Aber Energie spielte diesmal eben nicht zu Hause gegen Münster, sondern auswärts beim Tabellendritten Halle. Trotzdem machte der FCE erneut viele Dinge richtig. Die nicht zuletzt dank der vier Neuzugänge seit der Winterpause gewachsene Stabilität zeigte sich in Halle auch nach dem frühen Gegentor. Der Aufsteiger spielte weiter mutig nach vorn und belohnte sich ebenfalls noch in der ersten Halbzeit mit dem Ausgleichstor. Nach der abgewehrten Ecke brachte Jürgen Gjasula den zweiten Ball punktgenau auf den Kopf von Kevin Weidlich, der am kurzen Pfosten viel Platz hatte.

Dabei gehört Halle eigentlich zu den defensivstärksten Teams der Liga. Bis dato hatte der HFC erst 21 Gegentore kassiert. Noch besser in der Defensive ist nur Tabellenführer Osnabrück mit lediglich 20 Gegentoren. Der Treffer von Weidlich war übrigens das erste Heimgegentor für Halle nach 392 Minuten.

Kurz vor der Pause gab es allerdings den nächsten Rückschlag für die Gäste. Torhüter Kevin Rauhut segelte unter einem Eckball durch, Torschütze Heyer musste den Ball am langen Pfosten nur noch über die Linie drücken. Bitter: Es war bereits das zweite Standard-Gegentor in diesem Spiel. Das 0:1 fiel nach einem Freistoß. 

Aber der 3:0-Sieg gegen Münster wirkte auch bei Streli Mamba nach. Der Torjäger hatte am Samstag endlich seine Ladehemmungen ablegen können. In Halle fasste er sich kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit ein Herz und traf mit schönem Distanzschuss ins lange Eck zum 2:2 (50.). Obwohl Halle jetzt den Druck erhöhte, hatte Rangelov in der 74. Minute sogar die große Chance zur Führung. Der Kapitän verzog aus Nahdistanz, ehe Matuwila in der Nachspielzeit dann doch erfolgreich war.

 Cottbuser Spielertraube: Schon nach dem 2:2 durch Streli Mamba gab es kein Halten mehr für ihn und seine Teamkameraden.
Cottbuser Spielertraube: Schon nach dem 2:2 durch Streli Mamba gab es kein Halten mehr für ihn und seine Teamkameraden. FOTO: imago images / Picture Point LE / via www.imago-images.de