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Energie gewinnt Gipfeltreffen

Kevin Weidlich schrieb sich gegen seinen Ex-Klub in die Torschützenliste ein und erzielte das entscheidende 3:1 für Energie. Foto: Beyer
Kevin Weidlich schrieb sich gegen seinen Ex-Klub in die Torschützenliste ein und erzielte das entscheidende 3:1 für Energie. Foto: Beyer FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus kann auch Spitzenspiel. Der FCE gewinnt das Regionalliga-Gipfeltreffen gegen den BFC Dynamo mit 3:1 (2:0) und baut seinen Vorsprung an der Tabellenspitze weiter aus. Steven Wiesner

So fielen die Tore: Maximilian Zimmer war mal wieder mit einem Freistoß erfolgreich. Drei, vier Meter von der Seitenauslinie entfernt, zog er den Ball halbhoch aufs lange Eck. Weil BFC-Verteidiger Malembana seinem Schlussmann Hendl das Visier versperrte und auch noch über den Ball haute, konnte Zimmers Flanke unberührt im Netz einschlagen (37.). Fünf Minuten später initiierte Zimmer auch den zweiten Treffer im cleveren Zusammenspiel mit Lasse Schlüter, der Streli Mamba quasi auf der Torlinie bediente - 2:0. Dynamo bekam direkt nach Wiederanpfiff einen Elfmeter, als Avdo Spahic einen Stellungsfehler von Malte Karbstein ausbügeln und Steinborn zu Fall bringen musste. Bitter für Energie: Das Foul fand außerhalb des Strafraums statt. Dadashov war's egal, er schickte Spahic in die falsche Ecke (49.). Apropos Ecke: Eine solche war Ursprung des dritten Cottbuser Tores. Nach einem Zimmer-Eckstoß war Kevin Weidlich gegen seinen Ex-Klub mit dem Kopf zur Stelle (63.).

So ging Energie ins Spiel: Der zuletzt gelb-rot-gesperrte Tim Kruse rückte wieder ins Team und bekleidete die Sechserposition vor der Abwehr. Felix Geisler nahm dafür wieder auf der Bank Platz. Ansonsten ließ Claus-Dieter Wollitz die Spieler von der Leine, die auch beim 5:0 in Halberstadt begonnen hatten.

So verlief die Partie: Der BFC Dynamo stellte sich als selbstbewusster Gast vor, der auch selbst offensive Akzente zu setzen versuchte, anstatt allein Energies Angriffsbemühungen zu zerstören. Gerade die Anfangsphase gehörte dem Tabellenzweiten. Cottbus fiel im Spiel nach vorne nicht sonderlich viel ein und blieb die ersten 37 (!) Minuten ohne Abschluss. Die ersten beiden Schüsse waren dafür aber gleich zwei Volltreffer. Die Rydlewicz-Truppe konnte die Partie aber sofort wieder scharf machen mit dem Anschlusstreffer in der 49. Minute. Und der verletzungsbedingte Ausfall von Mamba nach noch nicht mal einer Stunde machte den Start in die 2. Halbzeit kaum vielversprechender. Energie knickte aber nicht ein und hielt sich den BFC mit dem dritten Treffer vom Leib. Fabio Viteritti hätte nach toller Vorarbeit von Gabriel Boakye sogar auf 4:1 erhöhen müssen, starb aber allein vor dem Tor in Schönheit (64.). Dennoch war die Partie damit mindestens vorentschieden. Wirkliche Gefahr konnten die Berliner nicht mehr heraufbeschwören in dem unruhigen und von vielen Zweikämpfen und Nicklichkeiten geprägten Vergleich.

So sieht die Statistik aus:

Energie Cottbus - BFC Dynamo 3:1 (2:0)

Energie: Spahic - Startsev, Stein, Karbstein, Schlüter - Kruse - Weidlich, Zimmer (77. Geisler), Marcelo, Viteritti (89. Gehrmann) - Mamba (54. Boakye).

BFC: Hendl - Rausch, Malembana, J. Silva (8. Lambach), Cepni - Schulz (67. Okoronkwo), Kamm Al-Azzawe - Breitfeld (67. Breustedt), Cubukcu, Steinborn - Dadashov.

Tore: 1:0 Zimmer (37.), 2:0 Mamba (42.), 2:1 Dadashov (49./Foulelfmeter), 3:1 Weidlich (63.), Schiedsrichter: Martin Bärmann (Guben), Zuschauer: 8102, Gelbe Karten: Spahic, Boakye, Viteritti / Kamm Al-Azzawe, Dadashov.

So sieht es in der Tabelle aus: Energie Cottbus behält seine makellose Bilanz auch nach 630 Liga-Minuten und hat nun acht Punkte Vorsprung vor dem BFC Dynamo, der den 2. Rang trotz der zweiten Saison-Niederlage behält.

So geht es weiter: Energie bekommt es am kommenden Samstag gleich mit dem nächsten Hauptstadtvertreter zu tun. Um 13.30 Uhr gastieren die Cottbuser beim Berliner AK im Poststadion. Es ist das einzige Samstagsspiel des 8. Spieltages.

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