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| 18:12 Uhr

Fußball
Energie geht ziemlich grün in die Saison

Vorfreude: Für die meisten FCE-Profis ist die 3. Liga absolutes Neuland.
Vorfreude: Für die meisten FCE-Profis ist die 3. Liga absolutes Neuland. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Das wird eine echte Herausforderung! Nur wenige Spieler von Energie Cottbus verfügen über Erfahrung in der 3. Liga. Schlägt der Aufsteiger auf dem Transfermarkt doch noch zu? Von Frank Noack und Jan Lehmann

So grün ist Rot-Weiß noch nie in eine Saison gestartet. Für die meisten Profis des FC Energie Cottbus ist die am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Hansa Rostock startende Drittliga-Spielzeit absolutes Neuland. Über wirkliche Erfahrung in dieser Liga verfügen aus der Stammformation nur Kapitän Marc Stein und Tim Kruse. Andrej Startsev hat für St. Pauli einige Partien in der 2. Liga absolviert. ­Torjäger Streli Mamba spielte dagegen vor zwei Jahren noch in der Oberliga.

„Das Team ist in der Regional­liga allen Ansprüchen gerecht geworden. Jetzt gilt es die Frage zu beantworten: Schaffen wir das auch eine Klasse höher“, erklärt Trainer Claus-Dieter Wollitz mit Blick auf die fehlende Erfahrung der meisten Spieler. „Wir sind absolut überzeugt, dass sich die Jungs in der 3. Liga entwickeln. Wir haben als Mannschaft die Qualität, um den Klassenerhalt zu schaffen.“

Oder ist Energie womöglich zu grün für die 3. Liga? „Ich hoffe es nicht. Aber es ist uns allen klar, dass wir mehr als nur ein Spiel verlieren werden“, sagt Mittelfeldmann ­Kevin Weidlich.

Die erfolgreiche Mannschaft der vergangenen Saison bekommt zunächst das Vertrauen. Mit Mittelfeldspieler Daniel Stanese vom VfR Aalen und Abdulkadir Beyazit (SV Babelsberg) gibt es bislang nur zwei Neuzugänge. Energie geht also einen anderen Weg als die beiden Mitaufsteiger 1860 München und KFC Uerdingen, die dank Investoren-Unterstützung massiv aufrüsten. Beide Neuzugänge sind aber kein Thema für die Startelf gegen Rostock. Stanese muss sich nach wie vor an die höhere Trainingsbelastung gewöhnen, Beyazit ist verletzt.

Die acht Pflichtspiele bis August werden zeigen, ob die Qualität des letztjährigen Erfolgsteams ausreicht. Bis zum 31. August hat der FCE Zeit, um auf dem Transfermarkt – falls nötig – doch noch für einen neuen Farbtupfer zu sorgen.

FOTO: LR