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Energie geht mit Risiko in die beiden Endspiele

Attacke! Mit dem Pokal-Erfolgsrezept wollen Uwe Möhrle (r.) und der FCE in Duisburg siegen.
Attacke! Mit dem Pokal-Erfolgsrezept wollen Uwe Möhrle (r.) und der FCE in Duisburg siegen. FOTO: Weiland/cwd1
Cottbus. Nach dem Erfolg im Halb finale des Landespokals hat Energie Cottbus jetzt zwei echte Endspiele in der 3. Liga. Die Partien in Duisburg und gegen Stuttgart sind die letzte Chance, um in den Aufstiegskampf zurück zukehren. Der FCE will sie deshalb angehen wie ein Pokalspiel. Frank Noack

Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach - aber schwer umzusetzen: Nur mit zwei Siegen in den nächsten Partien an diesem Samstag beim MSV Duisburg (14 Uhr) und eine Woche später zu Hause gegen die Stuttgarter Kickers kann Energie Cottbus doch noch einmal in den Aufstiegskampf der 3. Liga zurückkehren. Sind diese Partien also die letzte Chance? "Ja", sagt Trainer Stefan Krämer kurz und bündig. Er hat deshalb eine Marschrichtung ausgegeben, die durchaus an den Pokal erinnert: "Wir müssen versuchen, beide Spiele zu gewinnen. Sollte es in Duisburg in der Schlussphase unentschieden stehen, werden wir volle Kanne auf Sieg spielen."

Dass Energie angesichts von sieben Punkten Rückstand auf Platz drei überhaupt noch Hoffnungen hegen darf, liegt an den beiden Direktduellen. Duisburg rangiert auf Rang drei, Stuttgart folgt als Tabellenvierter. Wenn Cottbus diese Duelle gewinnt, rückt man näher heran, ohne auf Schützenhilfe angewiesen zu sein - genau das macht diese Konstellation einerseits so reizvoll.

Andererseits besteht darin natürlich auch die große Herausforderung. Denn es gibt ganz sicher leichtere Aufgaben, als gegen den Tabellendritten und -Vierten unbedingt siegen zu müssen. In der Hinrunde gewann Energie das Heimspiel gegen Duisburg mit 2:0 (siehe Gegner-Check) und kam bei den Stutt garter Kickers zu einem 2:2.

Aber wie könnte das Erfolgs rezept aussehen, um die kleine Aufstiegschance doch noch beim Schopfe zu packen? Indem der FCE so couragiert auftritt wie am Mittwoch beim 2:0-Sieg im Halbfinale des Brandenburger Landespokals beim SV Babelsberg!

Zumindest eine Stunde wurde der Gegner frühzeitig attackiert und immer wieder zu Fehlern gezwungen. "Wir waren mutiger und sind mehr Risiko gegangen als zum Beispiel gegen Fortuna Köln. Diese Spielweise hat uns bis zum 30. Spieltag dahin gebracht, wo wir in der Tabelle gestanden haben. Durch ein, zwei Negativerlebnisse ist dem einen oder anderen Spieler die Überzeugung abhandengekommen, dass das der richtige Weg ist, Fußball zu spielen", sagt Krämer.

Die große Frage ist, inwieweit die Kraft noch reicht, um jetzt am Ende der Saison Woche für Woche dieses laufaufwendige Spiel auf den Rasen zu bringen. Krämer hat einigen Leistungs trägern ganz bewusst Pausen eingeräumt. Gegen Fortuna Köln wurde Thomas Hübener geschont, in Babelsberg blieb Torsten Mattuschka draußen. Ob ihre Akkus wieder aufgefüllt sind, muss sich in Duisburg zeigen.