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| 20:29 Uhr

Fussball
Energie feiert 0:0 gegen Flensburg wie einen Sieg

Marc Stein (l.) behält den Überblick im Duell mit Tim Wulff.
Marc Stein (l.) behält den Überblick im Duell mit Tim Wulff. FOTO: contrastphoto / O.Behrendt
Cottbus. Cottbus setzt sich dank der starken ersten Halbzeit im Hinspiel in Kiel gegen den Nord-Meister durch. Gewonnen haben aber eigentlich beide Teams. Frank Noack

Das erst zweite torlose Remis von Energie Cottbus in dieser Saison war das mit Abstand wichtigste! Denn durch das 0:0 im Aufstiegs-Rückspiel gegen Weiche Flensburg ging der FCE am Sonntagnachmittag trotzdem als strahlender Sieger vom Rasen und machte die Rückkehr in die 3. Liga perfekt. Das Hinspiel am Donnerstagabend im Kieler Holstein-Stadion hatte Energie mit 3:2 (3:0) gewonnen.

In der Summe dieser beiden Partien war es vor allem die starke erste Halbzeit in Kiel mit insgesamt drei Cottbuser Toren, die den Weg zurück in den Profi-Fußball freimachte. Flensburg schaffte es zwar, diese spielerische Demonstration zu stoppen, aber wettmachen konnte der Nord-Meister den Rückstand nicht mehr. „Wir haben alles rausgehauen“, erklärt Trainer Claus-Dieter Wollitz und zollt auch dem Gegner Respekt: „Einer ist heute der Sieger, einer der Verlierer, obwohl er ebenfalls ein Sieger ist. Diese Aufstiegs­regelung ist Schwachsinn. Auch Flensburg hat eine phantastische Saison gespielt.“

Gäste-Trainer Daniel Jurgeleit zeigte sich als fairer Verlierer nach dem torlosen Remis vor 20 056 Zuschauern in Cottbus. „Glückwunsch an Energie zum Aufstieg in die 3. Liga. In zwei Spielen war das verdient. Wir haben es heute ordentlich gemacht. Wir wollten lange die Null halten und es dann mit einem Treffer spannend  machen. Kurz vor Schluss war die Möglichkeit auch da“, analysiert Jurgeleit und meint: „Wir können mit erhobenem Haupt nach Hause fahren.“

In der Tat musste Energie-Torhüter Avdo Spahic kurz vor Schluss bei der Flensburger Doppelchance durch Nico Empen und Marcel Cornils das wertvolle Unentschieden gleich zwei Mal retten – und das tat Spahic mit Bravour. Ein später Siegtreffer der Gäste aus dem hohen Norden hätte auch nicht dem Spielverlauf entsprochen. Denn nach der etwas verhaltenen ersten Halbzeit kam die Energie-Offensive nach der Pause besser auf Touren.  In der 59. Minute zirkelte Maximilian Zimmer einen Freistoß knapp über die Querlatte. Und nach 64 Minuten verpasste Streli Mamba bei einem Konter die Cottbuser Führung – es war die beste Möglichkeit der Gastgeber.

Während Energie in dieser ­Saison viele Spiele dank seiner starken Offensiv-Reihe gewonnen hat, lotsten diesmal die Routiniers Marc Stein und Tim Kruse als Stabilisatoren der Defensive das Team  Richtung 3. Liga. „Wichtig war, dass wir geduldig geblieben sind. Flensburg hat abgewartet und auf unsere Fehler ge­wartet. Aber wir haben keine Fehler gemacht“, erklärt Kruse.

Aufstiegsspiel: Energie Cottbus – Weiche Flensburg FOTO: Matthias Koch / Michael Hundt / Matthias Koch