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Energie-Fans dürfen nicht nach Babelsberg

Kiebitztag und Testspiel FC Energie Cottbus - FC Slovan Liberec 0-1
Kiebitztag und Testspiel FC Energie Cottbus - FC Slovan Liberec 0-1 FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Das drohende Geisterspiel hat Regionalligist Energie Cottbus abgewendet, auch die Geldstrafe hat das NOFV-Verbandsgericht verringert. Dennoch bringt das Berufungsurteil für den Viertligisten und seine Fans harte Einschnitte. Jan Lehmann

Der FC Energie hat am Dienstag die Details aus dem Berufungsurteil des Verbandsgerichts des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) veröffentlicht. Die RUNDSCHAU nennt die wichtigsten Punkte:

Die Geldstrafe: Die anfangs verhängte Geldstrafe von 16.000 Euro wurde auf 10.000 Euro verringert. 4000 Euro davon wurden zur Bewährung ausgesetzt. Sie müssen bei weiteren Verstößen innerhalb der Bewährungszeit bis zum 30. Juni 2018 gezahlt werden.

Die Zuschauer-Sperre: Das drohende "Geisterspiel" beim Heim-Auftakt gegen die BSG Chemie Leipzig am Mittwoch, 2. August, konnte der FCE in der dreistündigen Verhandlung abwenden. Dafür müssen die Lausitzer nun in der Auswärtspartie beim SV Babelsberg 03 im April 2018 auf Gästefans verzichten. Der Verein teilte mit, dass der Gästebereich des Karl-Liebknecht-Stadions geschlossen bleiben wird und der FCE dem Gastgeber gegenüber zu einer angemessenen Ausgleichszahlung verpflichtet sei. Weiterhin müsse der FC Energie bei neuerlichen Vorfällen innerhalb einer Bewährungszeit bis zum 31. Dezember 2017 auch beim Auswärtsspiel in Bautzen auf die eigene Anhängerschaft verzichten.

Die Ordner-Auflagen: Der FC Energie muss nach dem Urteil bei jedem Auswärtsspiel der Regionalliga-Saison 2017/2018 eigenes Ordnerpersonal entsenden und außerdem durch Vereinsvertreter an den lokalen Sicherheitsberatungen teilnehmen. Die veranschlagte Anzahl des Ordnungspersonals richte sich nach der jeweiligen Kategorisierung der Spiele, hieß es. Das ist für den FCE kein Neuland. In der Vergangenheit hat der Club schon aus freien Stücken in diese Richtung agiert.

Die Vereins-Reaktion: Energie-Präsident Michael Wahlich erklärte: "Das bedeutet, dass es künftig zu keinerlei Vorfällen bei Heim - oder Auswärtsspielen kommen darf, ansonsten werden die auf Bewährung ausgesetzten Teile der Strafe ebenso rechtskräftig. Es darf nichts mehr passieren! Wir hoffen, dass nun jedem klar geworden ist, dass solche Dinge sowohl dem FC Energie aber auch den Energiefans massiv Schaden zufügen." Er betonte zudem: "Insgesamt sind wir jedoch sehr froh, dass wir mit der Berufung, das für uns mit katastrophalen Auswirkungen versehene "Geisterspiel" abwenden konnten."