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| 21:58 Uhr

Reaktionen nach dem 0:3 in Münster
Energie: „Die Stimmung ist sehr gedrückt

FOTO: osnapix / osnapix / Titgemeyer
Münster. Nach dem 0:3 in Münster herrscht bei Energie Cottbus Ernüchterung. Die Lausitzer ärgern sich über die individuellen Fehler und sprechen offen vom Abstiegskampf. Von Jan Lehmann

Claus-Dieter Wollitz (Energie Cottbus): „Wenn man solche individuellen Fehler vor den Toren macht, dann verliert man in der 3. Liga die Spiele. Dass Stanese sich gleich im ersten Zweikampf verletzt, ist bitter. Er hätte sich dann aber sofort auf den Boden legen müssen und behandeln lassen. Bei ihm befürchten wir jetzt das Schlimmste. Die Stimmung in der Kabine ist natürlich sehr gedrückt. Dabei hatten wir heute eigentlich einen guten Spielfluss, doch Münster macht aus vier Torschüssen die Treffer. Uns fehlt einfach das Momentum, das Matchglück. Uns war klar, dass es in dieser Saison solche Phasen geben wird. Wichtig ist, dass wir jetzt die Ruhe behalten – und trotzdem die Fehler klar ansprechen. Das werden wir tun.“

Marco Antwerpen (Preußen Münster): „Dieser Dreier war für uns wichtig, es tut uns gut mal zu Null zu spielen. Aber wir mussten in der 2. Halbzeit mit ziemlich viel Druck umgehen. Da kamen die Flanken reingesegelt und wir waren nicht mehr so fokussiert. Für Energie und Pele Wollitz ist das eine schwierige Situation als Aufsteiger. An manchen Tagen funktioniert alles, da gewinnt man 3:0. Aber wenn man wie wir in Aalen in Rückstand gerät, geht gar nichts. Energie muss wie wir einen ständigen Spagat vollführen. Ich finde, Pele leistet in Cottbus überragende Arbeit. Ich wünsche ihm alles Gute, die Heimspiele werden für Energie entscheidend sein.“

Streli Mamba (Energie Cottbus): „Es gibt keine Wort für dieses Spiel. Wir haben gut angefangen, hatten eine gute Körperspannung. Aber dann sind wir durch einen individuellen Fehler in Rückstand geraten, durch eine Schläfrigkeit. Wir müssen uns dann schütteln, bekommen aber schnell das 0:2. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir ein gutes Spiel abgeliefert haben. Aber die individuellen Fehler werden in der Liga knallhart bestraft.“

Avdo Spahic (Energie Cottbus): „Wir haben sehr gut angefangen, hatten Spannung drin. Man hat gesehen, dass wir das Spiel holen wollen. Dann kam dieser lange Ball vor dem 0:1, die Münsteraner haben gut umgeschaltet. Ich war an dem Ball dran. Hätte ich ihn gehalten, wäre das Spiel vielleicht anders ausgegangen. Münster spielt wie wir gegen den Abstieg, jedes Spiel wir ein Kampfspiel. Wir dürfen jetzt unsere Köpfe nicht hängen lassen.“

Daniel Stanese (Energie Cottbus): „Ich bin einfach richtig, richtig enttäuscht. Ich habe vielleicht 70 Sekunden gespielt, dann die erste Grätsche und die Verletzung. Am Montag habe ich die MRT-Untersuchung, dann weiß ich mehr. Es war ein Pressschlag, ich bin mit der Innenseite zum Ball gegangen. Der Gegenspieler hat den Ball nicht getroffen, ich bin mit dem rechten Knie weggeknickt. Ich denke, es war ein Foulspiel – aber sicherlich nicht mit Absicht. Wir haben derzeit eine nicht so gute Phase. Aber die gibt es immer im Fußball. Wir müssen zusammenarbeiten und positiv bleiben.“

Martin Kobylanski (Preußen Münster): „Es ist ein komisches Gefühl, weil ich 13 Jahre in Cottbus verbracht habe. Trotzdem ist es ein geiles Gefühl, gegen den Ex-Verein zwei Tore zu machen und eins vorzulegen. Es wurde in dieser Woche mehr geschrieben als sonst, weil es mein Ex-Verein ist. Und dann so ein Spiel abzuliefern, das ist schon ein geiles Gefühl. Trotzdem schaue ich immer noch mit einem guten Gefühl nach Cottbus. Ich würde mir sehr wünschen, dass Energie wieder eine Nummer in der Liga wird.“

Simon Scherder (Preußen Münster): „Die ersten beiden Tore spielen uns natürlich brutal in die Karten. Danach haben wir sicherlich nicht ein so schönes Spiel gesehen. Aber wir wollten heute unbedingt gewinnen. 3:0 ist ein gutes Ergebnis, da kann man nicht meckern.“