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| 12:57 Uhr

RUNDSCHAU-Gegnercheck
Vorm Energie-Gastspiel: Bei Jena sieht es düster aus

FOTO: Eibner Pressefoto / Eibner-Pressefoto/Christoph_Wors
Cottbus. Eine Sieglos-Serie, ein Kreuzbandriss und eine derbe Fan-Drohung: Bei Carl Zeiss Jena sieht es vor dem Spiel gegen Energie Cottbus düster aus. Die RUNDSCHAU macht den Gegnercheck. Von Jan Lehmann

Die Form: Die Lage bei Carl Zeiss ist dramatisch: In der Rückrunde gelang noch kein Sieg. Zu Hause wartet Jena sogar schon seit August 2018 auf einen Dreier. In den letzten fünf Spielen gab es drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Zuletzt beim 1:1 in Aalen vergaben die Thüringer Großchancen, hatten selbst aber auch Glück, das Spiel nicht noch zu verlieren. Dass Carl Zeiss zudem noch Verzögerungen beim Stadionumbau vermelden musste, passt ins düstere Bild.

Das Hinspiel: Energie siegte mit 2:1. Der damalige Kapitän Marc Stein köpfte nach einem Eckball das 1:0 (42.), ehe Dimitar Rangelov im ersten Spiel nach seiner Rückkehr zum FCE für die 2:0-Vorentscheidung (49.) sorgte. Der Treffer von Jenas Julian Günther-Schmidt zum 2:1 (53.) machte das Spiel nochmal spannend.

Der Kader: Mit dem Kreuzbandriss von Verteidiger Matthias Kühne im Aalen-Spiel verschlechterte sich die personelle Lage der Thüringer. Dass Julian Günther-Schmidt mit einer Hüftverletzung ausfällt, schmerzt Jena besonders. FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz warnt indes vor Angreifer Philipp Tietz. Der von Paderborn ausgeliehene Mittelstürmer sei sehr wuchtig, sagt er.

Der Trainer: Lukas Kwasniok (37) gilt als einer der neuen Wunderschüler. Jena holte ihn vom Karlsruher SC. Doch bisher hat der ehemalige Nachwuchs-Nationalspieler die Erwartungen nicht erfüllt. Zudem hat er kaum noch Rückhalt von den Fans. Zuletzt gab es in Jena ein derbes Spruchband einer Ultra-Gruppierung, das nicht viel Deutungs-Spielraum ließ: „Kwasniok halt die Fresse, oder wir entlassen Dich.“