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Fußball
Energie-Transfers: Wollitz spricht über Graudenz, Geurts und Keeper

Fabian Graudenz spielte am Samstag gegen Prag eine Stunde lang vor.
Fabian Graudenz spielte am Samstag gegen Prag eine Stunde lang vor. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Nach dem 2:0-Sieg gegen Dukla Prag beginnt bei Energie Cottbus der Endspurt in der Wintervorbereitung – auch auf dem Transfermarkt. Am 31. Januar endet die Transferperiode. Energie-Trainer Wollitz spricht über die Cottbuser Pläne.

Von Jan Lehmann

Diese Ankündigung dürfte die Gerüchteküche in den kommenden Tagen noch weiter anheizen. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz erklärte nach dem 2:0-Sieg seiner Mannschaft gegen Dukla Prag am Samstag, dass der FCE auf alle Fälle noch Neuzugänge verpflichten will. Der Coach sagte: „Fakt ist: Wir werden bis zum 31. Januar auf dem Transfermarkt noch reichlich machen, um uns in der Breite besser aufzustellen.“ In der RUNDSCHAU spricht Wollitz über Probespieler Fabian Graudenz, die Spekulationen um eine Rückkehr von Darryl Geurts nach Cottbus und über die Verstärkung auf der Torhüterposition.

Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz kündigt an, dass Energie noch bis zum 31. Januar auf dem Transfermarkt aktiv werden wolle.
Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz kündigt an, dass Energie noch bis zum 31. Januar auf dem Transfermarkt aktiv werden wolle. FOTO: Steffen Beyer

Fabian Graudenz: Der 26-Jährige kam am Samstag gegen Prag nach der Verletzung von Maximilian Zimmer eine Stunde lang zum Einsatz. Der ehemalige Drittliga-Profi von FSV Frankfurt fiel nicht ab, aber auch nicht großartig auf. Trainer Wollitz betonte: „Man sieht in jeder Ballannahme, dass er kicken kann. Aber nach jedem Lauf muss er sich lange erholen. Ich brauche fitte Spieler und Spieler, die die Mannschaft noch einmal auf ein anderes Niveau heben. Bei Fabian Graudenz muss ich das noch einmal abschließend beurteilen.“ Also: Es ist weiter möglich, dass Energie den gebürtigen Hamburger verpflichtet, zumal die Verletzung von Maximilian Zimmer vorerst eine weitere Lücke reißt. Doch die Chancen stehen für ihn wohl nicht ganz so gut, wenn man bei Wollitz genau hinhört. Der 52-Jährige erklärte am Samstag: „Ich will keine Ergänzungsspieler, keinen Auffüller. Wenn ich Auffüller brauche, dann hole ich die aus dem Nachwuchs. Dann bestelle ich die zum Training und wenn die mal einen Fehler machen, dann sage ich: Okay, kein Problem. Wir brauchen jetzt Spieler, die sofort da sind.“

Fabian Graudenz zeigte gegen Prag technische Fertigkeiten, allerdings konnte er das hohe Tempo nicht immer mitgehen.
Fabian Graudenz zeigte gegen Prag technische Fertigkeiten, allerdings konnte er das hohe Tempo nicht immer mitgehen. FOTO: Steffen Beyer

Darryl Geurts: Der 23-Jährige spielte in den Spekulationen um den FC Energie zuletzt eine große Rolle. Der schnelle Linksfuß, der im FCE-Nachwuchs ausgebildet worden war, ist über Union Fürstenwalde inzwischen beim Drittliga-Überraschungsteam SC Paderborn gelandet. Weil er sich dort aber nicht durchgesetzt hat und auch am Samstag erneut nicht im Paderborner Kader stand, erschien eine Rückkehr nach Cottbus denkbar. Doch Trainer Wollitz beendete diese Spekulationen: „Ich glaube nicht, dass er der Spieler ist, der die Mentalität und die Einstellung hat, um dazu beizutragen, dass Energie Cottbus in die 3. Liga kommt. Alle Informationen, die ich habe, bestätigen das. Ich kenne ihn nicht persönlich, aber er hat sich auch in Paderborn trotz seines starken linken Fußes und seiner Schnelligkeit bisher auch nicht durchgesetzt.“ Wollitz berichtete zudem: „Sein Berater hat mich am Freitag zum ersten Mal angerufen. Und da habe ich mich klar positioniert, dass ich kein Interesse habe.“

Darryl Geurts wurde als Rückkehrer gehandelt, doch Trainer Wollitz sagte nun ab.
Darryl Geurts wurde als Rückkehrer gehandelt, doch Trainer Wollitz sagte nun ab. FOTO: Fupa Brandenburg / FuPa Brandenburg

Torhüterposition: Seit Beginn der Transferperiode gilt als klar, dass Energie noch einen weiteren Keeper verpflichten will. Deshalb war auch schon Martin Kompalla vom VfL Bochum zum Probetraining in Cottbus, eine Verpflichtung kam aber nicht zustande. Dennoch bestätigte Wollitz nach dem Dukla-Spiel erneut: „Auf der Torhüterposition werden wir etwas machen – das ist klar. Da sind wir in den Verhandlungen, aber uns fehlt am Ende auch immer das nötige Geld.“ Wollitz bemerkte: „Wir dürfen nix verrücktes machen. Aber wir werden einen Torwart holen, der auf Niveau spielen kann.“ Der Coach erneuerte seine Maßgabe, dass Avdo Spahic die Nummer eins bleiben soll. Doch Wollitz machte deutlich, dass sich auch der Bosnier weiter steigern müsse: „Avdo fängt im Moment an, ein bisschen die Rückrunde der vergangenen Saison zu kopieren. Das wirkt manchmal ein bisschen fahrig.“

Avdo Spahic soll bei Energie die Nummer eins bleiben, doch er bekommt neue Konkurrenz.
Avdo Spahic soll bei Energie die Nummer eins bleiben, doch er bekommt neue Konkurrenz. FOTO: Steffen Beyer