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| 15:06 Uhr

Fußball
Energie will wieder Energie sein

Laufen bis der Erfolg kommt – das ist die Vorgabe für Streli Mamba (M.) und seine Mitspieler.
Laufen bis der Erfolg kommt – das ist die Vorgabe für Streli Mamba (M.) und seine Mitspieler. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus benötigt eine Leistungssteigerung im Aufsteigerduell am Freitag bei 1860 München. Um erfolgreich zu sein, muss der FCE weite Wege gehen. Kann er das? Von Frank Noack

Mit einer gewissen Enttäuschung im Gepäck ist Energie Cottbus am Donnerstag zum Auswärtsspiel bei 1860 München gefahren. Nach den beiden Auftaktsiegen in der 3. Fußball-Liga gab es zwei Remis und eine Niederlage. Dazu kommt die unglückliche Pokal-Niederlage gegen den SC Freiburg im Elfmeterschießen.

„Natürlich bin ich nicht zufrieden. Wir haben zuletzt nicht das investiert, was die Mannschaft investieren kann. Deshalb sind wir zu Recht auch nicht belohnt worden“, sagt Trainer Claus-Dieter Wollitz mit Blick auf das 1:1 gegen den SV Meppen am vergangenen Wochenende.

Im Aufsteiger-Duell bei 1860 München an diesem Freitag um 19 Uhr (LR-Liveticker, live bei Telekom Sport) will Energie also wieder Energie sein – so wie in den ersten beiden Spielen dieser Saison und auch gegen Freiburg. Die ersten Pflichtspiele haben eines ganz deutlich gezeigt: Der FCE kann durchaus mithalten. Mehr noch – er kann mit seinem schwungvollen Kombinationsfußball absolut auf Augenhöhe spielen.

Aber eben nur, wenn die Mannschaft alles investiert. Diese Leidenschaft Woche für Woche auf den Rasen zu bringen, ist die große Herausforderung für den Aufsteiger im Kampf um den Klassenerhalt. „Wenn man nicht unter den letzten Vier sein möchte, dann muss man im und auch nach dem Spiel alles investieren. Wenn wir ausgeruht sind, dann haben wir alle Möglichkeiten, in der Liga zu bleiben“, erklärt Wollitz und warnt aber gleichzeitig: „Wenn nicht, dann werden wir Schiffbruch erleiden, weil wir nicht jenes intensive Spiel betreiben, welches wir brauchen, um erfolgreich zu sein.“

Diese These untermauert der Energie-Coach mit Zahlen. In den siegreichen Partien sei die Mannschaft in Summe bis zu 127 Kilometer gelaufen. Zuletzt gegen Meppen waren es vergleichsweise bescheidende 101 Kilometer. Solche Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie abhängig der Erfolg von der Laufbereitschaft der Spieler ist.

Um ausgeruhte Profis auf den Rasen schicken zu können, müsste Wollitz eigentlich  regelmäßig durchwechseln. Stattdessen steht bislang beinahe in jeder Woche dieselbe Startelf auf dem Rasen. Speziell im Sturm fehlt es bekanntlich an Alternativen. Deshalb hat Wollitz am Mittwoch noch einmal den Wunsch nach Verstärkungen bis zum Transferschluss an diesem Freitag bekräftigt, gleichzeitig aber auf die fehlenden finanziellen Mittel des Vereins verwiesen.

Dabei dürften ausgeruhte Spieler gegen 1860 München wichtiger denn je sein. Im Stadion an der Grünwalder Straße erwartet den FCE nicht nur die Kulisse von bis zu 15 000 Fans, sondern auch ein Gegner, der durch den 4:1-Auswärtssieg in Aalen Selbstvertrauen getankt hat. „Um vor so einer frenetischen Kulisse erfolgreich zu sein, müssen wir eine Topleistung wie gegen Freiburg bringen“, erklärt Wollitz.

FOTO: LR / Katrin Janetzko