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| 05:00 Uhr

Cottbus spielt am Freitag in Berlin
Energie will Aufholjagd beim BAK fortsetzen

 Felix Brügmann und seine FCE-Kollegen haben zuletzt viel im Fitnessbereich gearbeitet. Das soll sich schon am Freitag in Berlin wieder auszahlen.
Felix Brügmann und seine FCE-Kollegen haben zuletzt viel im Fitnessbereich gearbeitet. Das soll sich schon am Freitag in Berlin wieder auszahlen. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus reist selbstbewusst zum Spiel beim Berliner AK. „Wir gehen direkt auf einem Dreier“, sagt Trainer Wollitz vor dem Duell der Aufstiegskandidaten an diesem Freitag. Er fordert: Gegen den Athletik-Club muss auch der FCE athletischer auftreten als zuletzt. Von Jan Lehmann

Es ist das Duell zweier Aufstiegskandidaten in der Regionalliga Nordost – und die nächste Bewährungsprobe für Energie Cottbus. Das Auswärtsspiel an diesem Freitag beim Berliner AK (17 Uhr/LR-Liveticker) wird zeigen, ob der FCE nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen tatsächlich eine Erfolgsserie starten kann. Trainer Claus-Dieter Wollitz kündigt vor der Partie im Poststadion an: „Wir gehen direkt auf einen Dreier.“

Der Coach ist zuversichtlich, obwohl für ihn der Berliner Athletik-Klub „die Mannschaft mit den besten Einzelspielern“ sei, so Wollitz. Er sagt trotzdem: „Wir haben die Überzeugung, dass wir das Spiel am Freitag gewinnen können.“

Den neuen BAK-Trainer Dirk Kunert kennt und schätzt Wollitz. Der 51-Jährige war einst für die Talente bei Bayer Leverkusen verantwortlich. Als Energie in der Saison 2011/12 den Jung-Profi Tobias Steffen von Bayer ausgeliehen hatte, war Kunert oft in der Lausitz.

Zuletzt waren die beiden Trainer vor sechs Wochen in Berlin gemeinsam zum Essen – da war noch nicht absehbar, dass Kunert den BAK übernehmen würde. Wollitz berichtet grinsend: „Ich weiß, dass er am Sonntag bei uns im Stadion war. Und ich weiß auch, dass er sich nicht darüber gefreut hat, dass wir das Spiel noch gedreht haben.“

Die bemerkenswerte Aufholjagd beim 3:2 gegen Meuselwitz dürfte auch in Berlin für Eindruck gesorgt haben – bei Cottbus reichte die Energie schließlich bis zum Siegtreffer in der 4. Minute der Nachspielzeit. Trainer Wollitz setzt darauf, dass sein Team auch an diesem Freitag wieder bis zum Schlusspfiff mit hoher Intensität zu Werke geht. Dafür verordnete er dem Team Krafttraining und betont erneut: „Im Fußball geht es heutzutage nur über die Athletik.“

Wie passend: Energie will gegen den Berliner Athletik-Klub besonders athletisch dagegenhalten. Neuzugang Orhan Yildirim, der zuvor drei Jahre beim BAK gespielt hat, erwartet „ein sehr aktives Spiel“. Yildirim betont: „Das kann auch ein bisschen hart werden. Das Spiel ist wichtig für sie – und es ist auch wichtig für uns.“

Genau wie der BAK kämpft Energie um den Anschluss an die Spitze – und genau wie in Cottbus fliegen auch in Berlin die Träume hoch. In den vergangenen vier Spielzeiten war der BAK in der Regionalliga zweimal Zweiter und einmal Dritter, nun soll endlich der Aufstieg gelingen. Dafür hat der allmächtige und finanzkräftige Vereinspräsident Mehmet Ali Han viel Geld in die neue Mannschaft investiert.

Energie hat ja ohnehin die „Mission Wiederaufstieg“ ausgerufen. Trainer Wollitz betonte erneut, dass er dieses Ziel zwar anstrebe, den Aufstieg aber nicht garantieren könne. Und dennoch wächst die Zuversicht. Vor dem Duell am Freitag konstatiert Wollitz mit Rückblick auf die beiden Duelle mit Spitzenreiter Hertha BSC II (2:5) und Verfolger Lok Leipzig (2:3): „Wir haben beim Tabellenführer gespielt – und waren nicht schlechter. Und wir haben beim Tabellenzweiten gespielt – und waren besser.“ Nach Abschluss der englischen Wochen sieht er die Zeit für Energie gekommen. Der Trainer verdeutlicht: „Die Pausen werden größer. Wir brauchen Intensität für unser Spiel. Ich gehe davon aus, dass wir das am Freitag ein Stück frischer umsetzen können.“