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| 17:23 Uhr

Cottbus spielt am Samstag gegen Würzburger Kickers
FCE: Probleme sind bekannt - auch behoben?

  Den letzten Heimsieg holten Energie und Kevin Scheidhauer (M.) im Oktober gegen Jena.
Den letzten Heimsieg holten Energie und Kevin Scheidhauer (M.) im Oktober gegen Jena. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus wartet seit über drei Monaten auf einen Heimsieg. Trainer Wollitz stellt auch die Mentalitäts-Frage im Abstiegskampf der 3. Liga. Am Samstag gegen Würzburg ist ein Dreier enorm wichtig. Die vier Neuzugänge könnten dabei eine zentrale Rolle spielen. Von Frank Noack

Der letzte Siegesjubel im Stadion der Freundschaft liegt schon einige Wochen, genau genommen sogar Monate zurück. Am 27. Oktober 2018 feierte ­Energie Cottbus einen 2:1-Erfolg gegen Carl Zeiss Jena. Damals lag der Aufsteiger noch zwei Punkte vor den Abstiegsrängen. Seitdem gab es ein Remis und drei Niederlagen im Stadion der Freundschaft. Inzwischen trennt den FCE nur noch das bessere Torverhältnis vom ­ Tabellenkeller.

An diesem Samstag gegen die Würzburger Kickers (14 Uhr, LR-Liveticker) besteht eine weitere Chance, diese Heimbilanz aufzubessern und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Fußball-Liga zu holen. Trainer Claus-Dieter ­Wollitz hat in dieser Woche noch einmal klargemacht, wie wichtig gerade die Partien vor heimischer Kulisse sind. „Die ­Basis müssen wir in den Heimspielen ­legen“, betont Wollitz vor dem Duell mit den seit der Winter­pause bereits zwei Mal siegreichen Kickers aus Würzburg. Das Team um den Ex-Cottbuser Sebastian Schuppan belegt derzeit den 8. Tabellenplatz und bringt deshalb neben viel Selbstbewusstsein auch die Rolle des Favoriten mit in die Lausitz.

Die Gründe für die magere Heimbilanz in den vergangenen Wochen sind bekannt. Energie machte in der Defensive zu viele Fehler und war in der Offensive nicht durchschlagskräftig genug. Zudem stellte ­Wollitz immer wieder die Mentalitäts-Frage im Abstiegskampf.

Mit dem ersehnten Heimsieg ­würde sich Energie etwas Luft in der Tabelle verschaffen. „Jeder Punkt zählt, drei wären top“, erklärt ­Wollitz. Die nach der Winterpause auf mehreren Positionen umformierte Mannschaft kann die Unterstützung der heimischen Fans zweifellos gut gebrauchen. Mit Robert Müller, Jürgen Gjasula, Luke Hemmerich und Daniel Bohl wurden vier neue Spieler verpflichtet. Beim Start in das Pflichtspieljahr 2019 (2:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden) war das Quartett noch nicht an Bord. Das eigentlich für das vergangene Wochenende geplante Debüt fiel dann den winterlichen Witterungsbedingungen zum Opfer. Die abgesagte Partie bei der SpVgg Unter­haching wird am 20. März um 19 Uhr nachgeholt.

Das Heimspiel gegen Würzburg an diesem Samstag wird also die Premiere für die vier Neuen. Es ist eine Art Kaltstart, denn die Integration erfordert normalerweise Zeit – die Energie Cottbus in der aktuellen Situation aber nicht hat. „Wir ­können uns nicht zehn Spiele lang einspielen“, warnt Wollitz.

Zumal das Team nicht nur ­wegen der vier Neuzugänge ein fragiles Gebilde darstellt. Auch jetzt werden die halbwegs positiven Nachrichten aus dem Lazarett von einer weiteren ­Hiobsbotschaft überschattet. Kevin Weidlich, Fabio Viteritti, Paul Gehrmann und  Abdulkadir Beyazit befinden sich zwar im Aufbau­training.  Dafür fällt mit Kevin Scheidhauer ein wichtiger Mann für die Offensive wohl aus. Beim Angreifer, der mit seiner drangvollen Art wichtige Lücken in die gegnerische Abwehr reißen kann, wurde eine Scham­beinentzündung diagnostiziert.

Umso wichtiger ist es, dass aus den Energie-Neuzugängen auch auf dem Rasen ganz schnell Cottbuser werden, die das Team voranbringen. Dann hat das Warten auf den ersten Heimsieg seit Oktober vielleicht am Samstag ein Ende.

FOTO: LR / Peggy During