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| 16:45 Uhr

Fußball
Gegen 1860? Oder doch lieber Uerdingen?*

Cottbus. Vor der Auslosung der Aufstiegsspiele zur 3. Liga gibt es bei Energie Cottbus kein Wunschlos. Einen Angstgegner haben die Lausitzer aber auch nicht. Von Jan Lehmann und Frank Noack

Jetzt kommt der heiße Mai immer näher. Spätestens mit der Auslosung der drei Paarungen für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga am Samstag (14.45 Uhr live im MDR) beginnt der Nervenkitzel. Und die Fußball-Lausitz fragt sich: Gegen wen muss der FC Energie Cottbus am 24. und 27. Mai in den beiden K.o.-Spielen antreten?

Diese Frage steht natürlich unter Vorbehalt. Energie-Kapitän Marc Stein warnt trotz des klaren Vorsprungs in der Regionalliga Nordost von 15 Zählern: „Ein paar Punkte müssen wir trotzdem noch holen.“

Und trotzdem wird selbstverständlich auch unter den FCE-Profis schon über den möglichen Gegner gesprochen. Fabio Viteritti betont allerdings: „Ich habe gar keinen Wunsch. Wir nehmen das, was kommt, und werden bereit sein, wenn es soweit ist.“ Einen kleinen Wunsch hat der Cottbuser Fuß­baller des Jahres 2017 aber doch: ­Zuerst eine Auswärtspartie – um dann im Rückspiel im heimischen Stadion der Freundschaft alles klarmachen zu können.

Der vermeintlich schwerste Gegner im Lostopf könnte der TSV 1860 München sein. Die „Sechzger“ sind vor einem Jahr direkt aus der 2. Bundesliga bis in die Viertklassigkeit durchgerauscht und haben auch dank der finanziellen Unterstützung des jordanischen Hauptgesellschafters Hasan Ismaik eine schlagkräftige Mannschaft zusammen, die in der bayrischen Regionalliga nicht zu stoppen ist.

In der Regionalliga sind Marcelo und seine FCE-Kollegen nicht zu stoppen. Die Aufstiegsspiele sind in Sicht.
In der Regionalliga sind Marcelo und seine FCE-Kollegen nicht zu stoppen. Die Aufstiegsspiele sind in Sicht. FOTO: WORBSER-Sportfotografie / Mike Worbs

Doch ein Angstgegner ist 1860 für den FC Energie nicht. Im Gegenteil! Mittelfeldspieler Maximilian Zimmer sagt offen: „Ich würde gern gegen 1860 spielen. Ich freue mich sowieso auf die Relegationsspiele, da wird es sowieso hier ­brennen. Da müssen wir abliefern, egal gegen wen.“

Und die Konkurrenz? Die hält sich mit Äußerungen zu möglichen Gegnern zurück. So erklärte 1860-Sportchef Günther Gorenze gegenüber der „Abendzeitung“: „Es gibt für mich kein Wunschszenario. Wir nehmen den Gegner so, wie es kommt.“ Man wolle den künftigen Gegner nicht extra motivieren. ­Gorenze: „Wenn ich sage, es ist etwas unser Wunschlos, ist es vielleicht genau das Verkehrte.“

Mit ziemlich großer Sicherheit ist indes der FC Energie für die anderen Mannschaften auch kein Wunschlos. Die starke Cottbuser Serie mit nur einer Niederlage in 25 Regionalliga-Spielen hat deutschlandweit Beachtung gefunden.

Der ehemalige FCE-Coach Stefan Krämer, der jetzt den Aufstiegsanwärter KFC Uerdingen mit den Ex-Cottbusern Christopher Schorch, Alexander Bittroff und Charles Takyi in der Regionalliga West trainiert, hatte gegenüber der RUNDSCHAU schon einen dringlichen Wunsch an den Fußballgott verraten: „Wenn dort oben einer zuhört – bitte kein direktes Duell von Uerdingen gegen Energie Cottbus.“

* In allen fünf Regionalligen ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Die Teams auf den RUNDSCHAU-Loskugeln sind daher nur eine Auswahl der Favoriten. Es ist durchaus denkbar, das am Ende noch andere Mannschaften das Rennen machen und an den Aufstiegsspielen teilnehmen.