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| 19:57 Uhr

Energie-Profi über seine Zukunft in Cottbus
Viteritti: Klassenerhalt - dann Vertrag verlängern

 Fabio Viteritti (r.) erzielte am Sonntag in Lotte den 3:0-Endstand.
Fabio Viteritti (r.) erzielte am Sonntag in Lotte den 3:0-Endstand. FOTO: imago images / Werner Scholz / via www.imago-images.de
Cottbus. Auf Fabio Viteritti ruhen die Hoffnungen der Fans von Energie Cottbus im Kampf um den Klassenerhalt. In Lotte hat Viteritti endlich wieder getroffen. Und für seine Zukunft hat er einen klaren Plan. Von Frank Noack

Auf dieses Tor musste ­Fabio Viteritti so lange warten. Doch das Warten hat sich gelohnt. Denn sein Distanzschuss passte beim 3:0-Auswärtssieg von Energie Cottbus bei den Sportfreunden Lotte genau ins Eck und sicherte am Ostersonntag den wichtigen Auswärtsdreier der Lausitzer im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Fußball-Liga. „Ich habe ­lange, lange keine Scorer­punkte gesammelt. Deshalb ist dieses Tor eine große ­Erleichterung für mich“, erklärt Viteritti.

In den beiden zurückliegenden Jahren in der Regionalliga gehörte 26-jährige Offensivspieler zu den Leistungsträgern beim FCE. Mit der 3. Liga tut sich der in Lörrach an der Deutsch-Schweizer-Grenze ge­borene Viteritti bislang allerdings noch etwas schwer. Nichtzuletzt, weil ihn am Ende des vergangenen Jahres ein Außenbandriss im ­Knöchel weit zurückwarf. Durch diese Verletzung verpasste er die komplette Wintervorbereitung und konnte erst im Februar wieder ins Spielgeschehen eingreifen.

„Es ist eine sehr schwierige Rückrunde für mich, die mit einer Verletzung begonnen hat“, blickt der Offensivspieler zurück. Zugezogen hatte er sich die Blessur ausgerechnet im letzten Spiel vor der Pause – beim 2:0-Auswärtssieg in Rostock.

Fünf Tore und zwei Vorlagen ­stehen derzeit in seiner Saison­bilanz. Gemessen an den technischen Fähigkeiten von Fabio Viteritti ist also noch Luft nach oben.

Was kaum einer weiß: Um sich wieder ganz auf die eigenen Leistungen konzentrieren zu können, hat sich Viteritti bei der Neuwahl des Mannschaftsrates im Februar freiwillig aus diesem Gremium zurückgezogen. Genauer gesagt, er hat die Mitspieler darum gebeten, ihn nicht wieder zu wählen. „Letztlich muss ich sagen, dass es eine Erleichterung für mich war. Vielleicht bin ich dem Druck noch nicht gewachsen, Mitglied im Mannschaftsrat zu sein. Außerdem: Die Jungs, die jetzt drin sind, machen das richtig gut“, findet Viteritti.

Richtig gut, war auch die Leistung von Fabio Viteritti am Ostersonntag in Lotte. Neben seinem tollen Tor zum 3:0 sammelte er noch ­einen weiteren Scorerpunkt als Vorlagengeber. Dabei kam Viteritti diesmal nicht wie zuletzt auf der linken Außenbahn zum Einsatz, sondern spielte zentral hinter der Sturmspitze Streli Mamba. „Wir hatten in der Woche vor dem Lotte-Spiel ein gutes Gespräch, weil ich weiß, wie er sich fühlt und leidet. Ich war ja auch so ein sensibler Spieler“, berichtet Trainer Claus-Dieter Wollitz. „Deshalb haben wir ihn auf eine andere Position gestellt, wo er mehr Ballkontakte und Abschlüsse hat.“ Und dieser Plan ging auf: für Viteritti und auch für den FCE.

Durch den überraschend deut­lichen 3:0-Sieg von Eintracht Braunschweig am Montagabend beim KFC Uerdingen rutschte Energie Cottbus zwar wieder unter den Strich, ist aber punktgleich mit der SG Sonnenhof Großaspach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz liegt.

Vor drei Jahren wechselte Fabio ­Viteritti von der TSG Neustrelitz in die Lausitz. Sein Vertrag läuft am ­Saisonende aus. Am liebsten würde der Mittelfeldspieler erst mit dem FCE den Klassenerhalt klar machen und dann seinen Vertrag verlängern.

„Ich wäre froh, wenn wir die Liga halten und ich hierbleiben kann und darf. Cottbus bedeutet mir mittlerweile sehr viel. Ich fühle mich hier zu Hause. Ich will hier weitermachen“, erklärt Viteritti.

Sportfreunde Lotte - Energie Cottbus FOTO: Eibner-Pressefoto / EIBNER/Frank Wenzel