ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:28 Uhr

Energie Cottbus verliert Generalprobe (mit Video)

11 Streli Mamba (Energie Cottbus, vorn)
11 Streli Mamba (Energie Cottbus, vorn) FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der FC Energie Cottbus hat eine Woche vor dem Start der Regionalliga Nordost die Generalprobe gegen Slovan Liberec mit 0:1 (0:0) verloren. Der FCE spielte vor allem in der ersten Halbzeit mit dem Erstligisten auf Augenhöhe. Jan Lehmann

Das sah trotz der ersten Niederlage im siebten und letzten Testspiel der Sommervorbereitung recht gut aus: Energie Cottbus spielte lange Zeit mit dem tschechischen Erstligisten Slovan Liberec auf Augenhöhe. Der Treffer von Radim Breite (54.) entschied die ausgeglichene Partie zugunsten der Gäste. Das Ergebnis hat durchaus seinen Wert. Die Tschechen hatten zuvor schon die beiden Zweitligisten Dynamo Dresden (3:0) und Erzgebirge Aue (1:0) in Testspielen besiegt. In der zurückliegenden Erstliga-Saison war Slovan in Tschechien auf Rang neun gelandet.

Die Cottbuser Aufstellung der ersten Halbzeit vom Samstag könnte derweil schon einige Aufschlüsse für den Ligastart am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr in Neustrelitz geben. Alexander Meyer stand über 90 Minuten im Tor, weil Avdo Spahic nach seinem Zusammenprall beim Spiel in Krieschow noch nicht wieder fit ist. In der Abwehrreihe agierten Andrej Startsev, Marc Stein, Jose Matuwila und Lasse Schlüter.

Davor spielte Tim Kruse auf der Sechserposition. Das Dreier-Mittelfeld mit Maximilian Zimmer, Marcelo und Fabio Viteritti zog gut die Fäden und initiierte einige sehenswerte Angriffe. Nicht dabei war Kevin Weidlich, der wegen einer muskulären Verletzung am Oberschenkel geschont wurde. Ständiger Unruheherd im Angriff war Streli Mamba, der im Doppelsturm mit Benjamin Förster deutlich auffälliger agierte.

Mamba erarbeitete auch die größte Cottbuser Chance vor der Pause. Bei einem Konter schüttelte er alle Gegenspieler ab und legte mit viel Übersicht quer. Fabio Viteritti überwand mit seinem Schlenzer auch Liberec-Keeper Ondrej Kolar, doch ein Abwehrspieler bekam den Kopf noch an den Ball (24.). Die zweite gefährliche Szene vor der Pause erzeugte Marcelo mit einem Freistoß-Aufsetzer, den der Torhüter nur prallen lassen konnte. Den Nachschuss setzte Förster drüber (41.).

Insgesamt ein über weite Strecken starker Cottbuser Auftritt bis zur Pause. Dann gab es bei Energie einen Vierfach-Wechsel: Felix Geisler, Malte Karbstein, Paul Gehrmann und Björn Ziegenbein durften sich empfehlen.

Allerdings gab es dadurch einen kleinen Bruch im bis dahin so sehenswerten Cottbuser Spiel. Die Tschechen, die wie Energie am kommenden Wochenende in die Liga starten, machten Ernst. Ein Lattenschuss von Coufal (53.) und das Führungstor durch Radim Breite (54.) drehten die Partie vorerst in die Richtung der Gäste.

Energie kam erst langsam wieder in die Nähe des Slovan-Tores. Eine schöne Aktion von Felix Geisler konnte Björn Ziegenbein nicht veredeln, weil er erst ein Luftloch schlug und im zweiten Anlauf an einem Abwehrbein scheiterte (63.). Am Ende fehlte den Cottbuser aber etwas die Durchschlagskraft. Eine gute Chance fiel noch der Abseitsfahne des Linienrichters zum Opfer. Dennoch konnte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz mit der Leistung seiner Mannschaft über weite Strecken zufrieden sein. Er betonte: "In der ersten Halbzeit waren wir sogar die bessere Mannschaft, haben viele gute Pässe gespielt." Trotz der insgesamt sehr guten Vorbereitung hat Wollitz aber eine Warnung an alle Energie-Fans: "Man darf nicht davon ausgehen, dass die Regionalliga ein Selbstläufer wird. Da gibt es 17 Mannschaften, die uns jagen werden."

Statistik:

Energie Cottbus: Meyer - Startsev, Stein (82. Grundmann), Matuwila (46. Karbstein), Schlüter (67. Papadimitriou) - Kruse (46. Gehrmann) - Zimmer (67. Zickert), Marcelo (46. Ziegenbein), Viteritti - Förster (46. Geisler), Mamba (82. Boakye)

Slovan Liberec: Kolár - Coufal, Kúdela, Karafiát, Kerbr - Kulhánek (61. Havelka) - Ševcík, Breite (61. Potocný), Folprecht, Mikula (61. Malinský) - Pulkrab (61. Da Silva).

Tore: 0:1 Breite (54.), Zuschauer: 1255, Schiedsrichter: Herde (Dresden)