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| 17:08 Uhr

Energie Cottbus tritt bei Lok Leipzig an
Alltag nach dem Märchen-Montag

FOTO: fotostand / Fotostand / Weiland
Cottbus. Kann die Energie-Elf um die beiden Geisler-Brüder am Samstag auch bei Lok Leipzig mit jugendlichem Schwung punkten? Oder hat das Bayern-Spiel zu viel Kraft gekostet? Von Jan Lehmann und Steven Wiesner

Es war ein kleines Fußballmärchen, diese Geschichte vom Wollitz und den beiden Geislers. Ausgerechnet gegen den FC Bayern absolvierten Felix und Niklas Geisler aus Vetschau am Montag ihren ersten gemeinsamen Startelf-Auftritt im Trikot von Energie Cottbus.

Gibt es die doppelten Geislers nun auch in der Regionalliga? Am Samstag tritt Energie beim 1. FC Lok Leipzig (16 Uhr/LR-Liveticker) an. Weil die Brüder sich gegen die Bayern keineswegs vor Ehrfurcht hinter der Stadionuhr versteckt, sondern den Weltstars wacker einige Steine in  den Weg geworfen haben, könnte es eine Fortsetzung geben.

 Ein Abend fürs Familienalbum: Ausgerechnet gegen die Bayern standen die Brüder Felix (l.) und Niklas Geisler erstmals gemeinsam in der Startelf.
Ein Abend fürs Familienalbum: Ausgerechnet gegen die Bayern standen die Brüder Felix (l.) und Niklas Geisler erstmals gemeinsam in der Startelf. FOTO: Frank Hammerschmidt

Am Freitag vor dem Bayern-Spiel hatte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz dem jüngeren Geisler-Bruder Niklas (18) im Training ein Leibchen ausgehändigt – dem älteren Felix (22) sowieso. Ein verheißungsvolles Zeichen dafür, dass beide in der ersten Elf stehen könnten. Niklas Geisler berichtet: „Da habe ich es geahnt.“ Mit einer bemerkenswerten Leistung hatte Energie den Münchnern dann einiges abverlangt – auch die Geislers scheuten keinen Zweikampf mit den Topstars. Niklas Geisler berichtete nach diesem Debüt euphorisch: „Das war riesengroß.“

Sandkastentraum der Geisler-Brüder

 Niklas Geisler gab gegen den Rekordmeister sein Startelf-Debüt. Foto: Hammerschmidt
Niklas Geisler gab gegen den Rekordmeister sein Startelf-Debüt. Foto: Hammerschmidt FOTO: Frank Hammerschmidt

Sein Bruder Felix gab zu, dass für ihn mit diesem gemeinsamen Spiel ein Sandkastentraum in Erfüllung gegangen sei. Er sagte mit glänzenden Augen: „Ich bin sehr stolz und denke natürlich auch zurück, wie wir zu Hause auf dem Bolzplatz gespielt haben.“ Felix Geisler lobte seinen Bruder: „Er hat eine gute Partie gemacht. Aber ich finde, dass nicht nur er, sondern auch Tobias Eisenhuth und Colin Raak in der Zentrale auf einem guten Weg sind.“

Tatsächlich war die Geisler-Geschichte nur eines von mehreren kleinen Energie-Montagsmärchen. Die starke Leistung von Keeper Lennart Moser (19) war sogar mit der Ehrung „Spieler des Spiels“ gewürdigt worden. Und dass Tobias Eisenhuth mit 17 Jahren gegen den FC Bayern in der Mittelfeldzentrale neben Niklas Geisler sogar kleine Akzente setzen würde, hatte man so auch nicht erwarten können.

 Lok Leipzig Aufstellung
Lok Leipzig Aufstellung FOTO: LR / Schubert

Ex-Cottbuser Zickert kündigt „Männlichkeit“ an

Vor dem Leipzig-Spiel erklärte Trainer Wollitz nun: „Perspektivisch sind Tobias Eisenhuth und Niklas Geisler hochinteressante Spieler.“ Der Coach hat Feuer gefangen und gibt zu: „Diese Mannschaft von der Leine zu lassen, wäre ein höchst interessantes Projekt.“ Die beiden Geislers sind dabei die Vorzeigebrüder, mit Eisenhuth, Raak sowie Moritz Broschinski (18) und Jonas Zickert (21) könnten sich aber auch weitere  Absolventen aus dem FCE-Nachwuchsleistungszentrum in dieser Saison ins Rampenlicht spielen.

Wollitz betont allerdings, dass diese Talente dosiert eingesetzt werden müssen. Er sagt: „Sie werden die Leistung wie gegen Bayern nicht Woche für Woche bringen können.“ Schon gegen Leipzig kann die junge Mannschaft nun lernen, wie schwer es ist, wieder in den Liga-Alltag zurückzukehren. Lok-Kapitän Robert Zickert kündigte schon an, der jungen Elf „mit einer gewissen Männlichkeit“ entgegentreten zu wollen.

Trainer Wollitz ahnt deshalb, dass es nur mit jugendlichem Schwung sowohl in Leizpig als auch in der weiteren Viertliga-Saison nicht funktionieren wird. Er sucht nach der Verpflichtung des Außenverteidigers Axel Borgmann (25) weiter auch nach Verstärkung fürs Mittelfeld. Wollitz begründet: „Ich habe einen Auftrag zu erfüllen und die Erwartung ist der Wiederaufstieg.“ Sollte er den natürlich mit den Geisler-Brüdern und den anderen Eigengewächsen hinbekommen, wäre das wahrlich märchenhaft.

 FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz setzt weiter auf die jungen Spieler.
FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz setzt weiter auf die jungen Spieler. FOTO: Steffen Beyer

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Unmittelbar nach dem Abpfiff gibt es hier auf LR Online eine Zusammenfassung mit den Höhepunkten des Spiels.

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