ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:34 Uhr

Saisonvorbereitung
Energie Cottbus startet mit einem Rumpfteam

 Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz verhandelt mit potenziellen Spielern: „Sie legen nicht gleich wieder auf, wenn ich anrufe.“
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz verhandelt mit potenziellen Spielern: „Sie legen nicht gleich wieder auf, wenn ich anrufe.“ FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. An diesem Mittwoch beginnt bei Energie Cottbus die Saisonvorbereitung. Beim ersten Training in Dissenchen wird nur ein Rumpfteam dabei sein. In den nächsten Tagen sollen weitere Spieler dazukommen. Von Frank Noack

An diesem Mittwoch ­startet Energie Cottbus zwar in die Saisonvorbereitung. Mit welchem Team der FCE aber beim Saisonbeginn am letzten Juli-Wochenende die „Mission Wiederaufstieg“ in  Angriff nehmen wird, ist bestenfalls  ansatzweiße zu erkennen. Von den 22 Planstellen im Kader sind derzeit erst zwölf vergeben. „Die Situation war und bleibt sehr ­schwierig, sie ist kompliziert“, sagt Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Rund um das Team und auch den Trainerstab sind nach wie vor viele Fragen ungeklärt. Vor drei Jahren startete Energie Cottbus den Neubeginn nach dem erstmaligen Abstieg aus der 3. Fußball-Liga zunächst mit elf unter Vertrag stehenden Profis sowie fünf Probespielern. Auch diesmal soll und muss der Kader erst noch komplettiert werden. Zu den bisherigen Neuzugängen Jan Koch vom Berliner AK und Tobias ­Hasse (Rot-Weiß Erfurt) dürften in den nächsten Tagen weitere Verpflichtungen hinzukommen. Eigentlich wollte der Verein schon bis zur ­Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag das Gerüst des neuen Teams beisammen haben.

Und auch das Trainerteam steht noch nicht. Präsident Werner Fahle hatte eine Reduzierung angekündigt. Auf der Kippe steht nach RUNDSCHAU-Informationen der bisherige Co-Trainer Frank Eulberg. Dagegen wehrt sich jedoch Wollitz, der die Begleitung des Neuaufbaus bei einer Reduzierung gefährdet sieht.

Beim Trainingsauftakt an diesem Mittwoch in Dissenchen (Beginn um 10 Uhr) wird neben den zwölf unter Vertrag stehenden Spielern auch Daniel Stanese dabei sein, obwohl er derzeit keinen gültigen Kontrakt besitzt. Stanese, der in der vergangenen Saison lange verletzt war, soll zunächst bis Ende des Monats in Cottbus trainieren.

Das Team der letzten drei Jahre gibt es praktisch nicht. Zwölf ­Spieler haben bereits den Verein verlassen. In Kapitän Dimitar Rangelov und Felix Geisler haben erst zwei Leistungsträger ihre Verträge verlängert. Mit Robert Müller wird derzeit verhandelt. Offen ist auch die Zukunft von Kevin Weidlich und Daniel Bohl. Die Chancen, dass sie bleiben, sind jedoch eher gering. Weidlich sucht laut Wollitz nach einer neuen Herausforderung, Bohl sucht einen neuen Arbeitgeber in der Nähe seiner saarländischen Heimat.

Weil erst elf Spieler plus Stanese an Bord sind, wurde auch der ursprünglich für diesen Mittwoch geplante Laktattest abgesagt. Stattdessen wird trainiert. Am Donnerstag und Freitag stehen dann die medizinischen Untersuchungen auf dem Programm. Und am Samstag folgt bereits das erste Testspiel. Ab 12.30 Uhr gastiert der FC Energie bei Union Frankfurt (Oder).

Bis dahin bastelt Trainer Claus-Dieter Wollitz weiter an der Komplettierung des Kaders und verhandelt mit Spielern sowie Beratern. „Das Gute ist: Sie legen nicht gleich wieder auf, wenn ich anrufe. Das Schlechte ist: Wir reden jetzt eben nicht mehr über die 3. Liga, sondern die Regionalliga“, beschreibt ­Wollitz die Verhandlungsbasis und ergänzt: „Für die ,Mission Wiederaufstieg’ brauchen wir gute Spieler. Und gute Spieler kosten nun mal Geld.“ Doch damit kann der Verein derzeit nicht wirklich locken.

Folgende Testspiele stehen ­bislang fest: Samstag, 22. Juni: Union Frankfurt (A/12.30 Uhr); Dienstag, 25. Juni: FSV Brieske/Senftenberg (A/18.30 Uhr); ­Samstag, 29. Juni: Erzgebirge Aue (H/14 Uhr); Mittwoch, 3. Juli: SV Groß­räschen (A/18.30 Uhr); Samstag, 13. Juli: VfL Wolfsburg II (A/13 Uhr).

 Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz verhandelt mit potenziellen Spielern: „Sie legen nicht gleich wieder auf, wenn ich anrufe.“
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz verhandelt mit potenziellen Spielern: „Sie legen nicht gleich wieder auf, wenn ich anrufe.“ FOTO: Steffen Beyer