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| 15:30 Uhr

Fußball
Doppelschlag bringt Energie den Sieg

Fabio Viteritti (r.) wird von Florijon Belegu attackiert.
Fabio Viteritti (r.) wird von Florijon Belegu attackiert. FOTO: Steffen Beyer / imago/Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus bleibt weiter ungeschlagen und marschiert als souveräner Tabellenführer in Richtung Aufstiegsspiele. Beim 2:1 (0:1) gegen den Berliner AK fand der FCE erst durch einen Doppelschlag auf die Siegerstraße. Das Spiel im Schnellcheck der RUNDSCHAU. Von Frank Noack

So fielen die Tore: Tunay Deniz traf in der 19. Minute per Freistoß zum 1:0 für die Gäste. Es war ein schöner, aber auch umstrittener Freistoß aus 20 Metern, weil Deniz vorher mehr strauchelte als zu Fall gebracht wurde. FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz war stocksauer und stürmte auf den Rasen, um Schiedsrichter Martin Bärmann aus Leipzig seine Sicht der Dinge mitzuteilen. Nach dem aufreizenden Torjubel der Gäste direkt vor der Hauptribüne kassierte Torschütze Deniz noch die gelbe Karte. Auch der Ausgleich - ein tolles Tor. Streli Mamba war in der 69. Minute mit einem Fallrückzieher erfolgreich. Beim 2:1 nutzte Marc Stein (72.) einen Fehler von Gäste-Keeper Jakub Jakubov, dem der Ball durch die Finger rutschte.

So ging Energie ins Spiel: Neben dem langzeitverletzten Björn Ziegenbein fehlte auch Benjamin Förster (Schambeinblessur) im 18er-Kader. Malte Karbstein musste wegen einer Rückenverletzung pausieren. Avdo Spahic kehrte nach überstandener Oberschenkelverletzung ins Tor zurück. Auch Kapitän Marc Stein stand wieder in der Startelf. Er musste zuletzt wegen einer Knieblessur pausieren. Die Winter-Neuzugänge saßen zunächst auf der Bank.

So verlief die Partie: Die Gäste sind das einzige Team mit einer mindestens ausgeglichenen Bilanz gegen Energie (ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage). Und auch diesmal stellte sich der BAK mit einem mutigen 4-3-3-System vor. Läuferisch war der BAK vor 5091 Zuschauern im Stadion der Freundschaft von Anfang an auf Augenhöhe, sodass sich Energie schwer tat, eine spielerische Dominanz zu entwickeln. Erst kurz vor der Pause konnte Cottbus den Druck erhöhen. In der 45. Minuten wurden drei Schussversuche im Strafraum geblockt. Kurz danach scheiterte Streli Mamba bei einem Konter völlig freistehend an BAK-Keeper Jakub Jakubov (45.+5). Nach knapp einer Stunde brachte Wollitz mit Kevin Scheidhauer und Fabian Graudenz zwei neue Offensivkräfte. In der 67. Minute traf Maximilian Zimmer per Freistoß das Lattenkreuz. Kurz danach glänzte Mamba mit seinem Fallrückzieher zum 1:1. Stein machte den Doppelschlag dann komplett und schoss den Favoriten in Führung. Einen Wermutstropfen gab es aber auch noch: Der eingewechselte Graudenz musste mit einer Knie-Verletzung vorzeitig raus.

Energie Cottbus gegen den Berliner AK FOTO:

So sehen es die Trainer:
Markus Zschiesche (BAK): „Wir haben uns vorgenommen, den Gegner unter Druck zu setzen. Wir wollten keinen Angsthasenfußball spielen. Die erste halbe Stunde war sehr gut, auch wenn wir manchmal den Ball zu einfach hergeben haben. Nach den Einwechslungen sind wird dann etwas durcheinander gekommen. Tunay Deniz ist ein überragender Fußballer und ein guter Typ. Er hat seinen Fehler auch sofort eingesehen. Wir hätten Energie gern geschlagen. Aber sie sind halt auch der Tabellenführer – und zwar zu Recht.“

Claus-Dieter Wollitz: „In der 1. Halbzeit waren wir zu behäbig und nicht gut genug in der Handlungsschnelligkeit. Der größte Fehler des Gegners war, uns zu provozieren. Der Freistoß war ein phantastisches Tor. Der anschließende Jubel hat dann viele Emotionen reingebracht, die wir vielleicht gebraucht haben. Eine solche Provokation verbietet sich gegen den souveränen Spitzenreiter. Es läuft derzeit nicht alles rund, aber mit Willensstärke und Körpersprache haben wir das Spiel verdient gewonnen, weil wir nach hinten nichts zugelassen haben.“

So sieht die Statistik aus:
Energie Cottbus – Berliner AK 2:1 (0:1)
Cottbus: Spahic - Startsev (59. Graudenz/80. Gehrmann), Stein, Matuwila, Schlüter - Kruse (59. Scheidhauer) - Weidlich, Zimmer, Marcelo, Viteritti - Mamba.
Berliner AK: Jakubov - Belegu, Becken, Linthorst, Coskun - Küc, Deniz, Sindik - Elezi (46. Kargbo), Brügmann (73. Hofmann), Özcan (57. Akyörük).
Tore: 0:1 Deniz (19.), 1:1 Mamba (69.), 2:1 Stein (72.); Schiedsrichter: Martin Bärmann (Leipzig); Zuschauer: 5091; Gelbe Karten: Zimmer, Schlüter, Scheidhhauer / Deniz, Brügmann, Akyörük, Kargbo, Sindik, Linthorst.

So sieht es in der Tabelle aus: Energie hat weiter 21 Punkte Vorsprung. Der BFC Dynamo kam am Samstag zu einem 2:1-Auswärtssieg bei Budissa Bautzen. Die Gäste drehten die Partie mit zwei späten Treffern in der 75. und 80. Minute.

Im Ticker zum Nachlesen: Energie Cottbus – Berliner AK

So geht es weiter: Am kommenden Sonntag gastiert Energie bei der Reserve von Hertha BSC. Anpfiff ist um 13.30 Uhr.