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Energie Cottbus spielt heute um die Lizenz

34 Torsten Mattuschka (Energie Cottbus, l.), 11 Sven Michel (Energie Cottbus, Mitte), 17 Dennis Engelmann (Fortuna Köln, r.)
34 Torsten Mattuschka (Energie Cottbus, l.), 11 Sven Michel (Energie Cottbus, Mitte), 17 Dennis Engelmann (Fortuna Köln, r.) FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Das Landespokal-Halbfinale beim SV Babelsberg ist für den FC Energie sehr wichtig. Wie wichtig, das zeigt der Blick auf die Lizenzbescheide des DFB. Cottbus hat noch keine Zusage – unter anderem wegen des Landespokals.

Panikmache ist nicht angebracht, doch ein Achtungszeichen ist die Post vom DFB allemal. Energie-Geschäftsführer Normen Kothe erklärte zu den Lizenzunterlagen, die am Dienstag beim DFB eintrafen: "Der DFB ist unseren Planungen und Zahlungen im Wesentlichen gefolgt. Allerdings müssen wir bis Ende Mai noch Unterlagen nachreichen, ehe wir die Drittliga-Lizenz 2015/2016 endgültig erhalten." Heißt: So einfach wie in den vergangenen Jahren wird das für Energie dieses Mal nicht. Achtmal in Folge hatte Energie die Lizenz für die jeweilige Spielklasse ohne Auflagen bekommen. Energie-Sprecher Lars Töffling bestätigt nun: "Wir bekommen die Auswirkungen der 3. Liga mit den deutlich geringeren Einnahmen aus der TV-Vermarktung zu spüren. Wir müssen den Gürtel enger schnallen."

Ein Grund, warum Energie die Lizenz im Gegensatz beispielsweise zu Dynamo Dresden noch nicht erhalten hat, ist das Landespokal-Halbfinale an diesem Mittwoch beim SV Babelsberg (19 Uhr; Liveticker unter www.lr-onlinde.de/fcenergie ). Die Lausitzer haben in ihrem Lizenzantrag die möglichen Einnahmen aus der 1. Runde im DFB-Pokal einkalkuliert. Die sind aktuell noch nicht gesichert. Um sich für diesen Wettbewerb zu qualifizieren, müssten die Cottbuser mindestens Rang vier in der 3. Liga erreichen. Derzeit haben sie als Tabellen-Siebter bereits sechs Zähler Rückstand auf diesen Platz.

Oder sie gewinnen eben den brandenburgischen Pokal. Dafür müssten sie erst Viertligist Babelsberg und dann im Finale den Fünfligisten Union Fürstenwalde (6. Mai) aus dem Weg räumen. Sollte Energie das nicht gelingen, müssen die geplanten Einnahmen aus dem DFB-Pokal anders dargestellt werden. Dabei handelt es sich um die garantierten 140.000 Euro - eine für die Cottbuser nicht unbedingt leicht zu stemmende Summe. Nicht umsonst hat Energie-Trainer Stefan Krämer vor der Partie erklärt: "Dieses Geld aus dem DFB-Pokal ist lebenswichtig für den Verein."

Neidische Blicke auf Dresden sind dennoch trotz der angespannten Situation nicht unbedingt angebracht. Der Tabellen-Elfte der 3. Liga hat nicht mit den DFB-Pokaleinnahmen geplant. Kein Wunder: Die Sachsen sind in ihrem Landespokal bereits ausgeschieden.