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| 17:46 Uhr

Fußball
Energie siegt in Unterzahl in Leipzig

Lasse Schlüter (l.) traf für den FCE bei Chemie Leipzig doppelt.
Lasse Schlüter (l.) traf für den FCE bei Chemie Leipzig doppelt. FOTO: WORBSER-Sportfotografie / Mike Worbs
Leipzig. Energie Cottbus setzt seinen Siegeszug in der Regionalliga mit einem 2:0 (0:0) bei Chemie Leipzig fort. Der Favorit steigert sich nach der Pause - trotz Unterzahl. Die Partie im Schnellcheck der RUNDSCHAU. Von Frank Noack

So fielen die Tore: Nach einer kurz ausgeführten Ecke traf Lasse Schlüter mit Vollspann von der Strafraumgrenze an den Innenpfosten, von dort prallte der Ball zur 1:0-Führung des FCE ins Tor (59.). Es war der erste Schuss des FCE aufs Leipziger Gehäuse. Ein klasse Konter der Gäste leitet dann das 2:0 des FCE ein. Mamba spielte Schlüter frei und der Verteidiger lupfte den Ball von links ins lange Eck (79.).

So ging Energie ins Spiel: Für den verletzten Maximilian Zimmer rückte Marcel Baude in die Startelf. Vorn stürmte wieder Gabriel Boakye. Neuzugang Kevin Scheidhauer saß nach überstandenem Infekt erstmals auf der Bank und wurde in der Schlussphase auch eingewechselt.

So verlief die Partie: Das Spiel wurde von einem massiven Sicherheitsaufgebot begleitet. Energie hatte die Tickets nur personalisiert an Mitglieder verkauft. Im Stadion waren etwa 200 Cottbuser Fans. Sie sahen zunächst einen dominierenden Tabellenführer, der sich aber kaum zwingende Chancen erspielen konnte. Der tiefe Rasen ließ einen flüssigen Kombinationsfußball kaum zu. So richtig rustikal wurde es dann in der 40. Minute, als Innenverteidiger José-Junior Matuwila nach einer Rangelei die rote Karte sah. Nach der Pause kam beim FCE Torjäger Streli Mamba in die Partie und sorgte für eine deutliche Belebung der Offensive. Nach einer Ecke traf schließlich Lasse Schlüter mit seinem zweiten Saisontor zur Führung. Nach dem Treffer stürmten alle Spieler inklusive Torhüter Spahic zu Schlüter an die Eckfahne, um ihm zu gratulieren. Das zeigte, wie schwer erkämpft dieses 1:0 war. Kurze Zeit später vergab Mamba per Kopf. Der FCE war nun präsenter. Nach 70 Minuten dann eine gute Gelegenheit für Chemie. Doch Merkel traf das Leder nicht richtig, Spahic konnte den Schuss aufnehmen. Bury hämmerte kurze Zeit später einen Freistoß weit über das FCE-Tor. Zehn Minuten vor dem Ende sorgte Schlüter mit seinem zweiten Treffer im Spiel dann für die Vorentscheidung. Der FCE brachte den Sieg schließlich souverän ins Ziel.


So sieht die Statistik aus:
Chemie Leipzig - Energie Cottbus 0:2 (0:0)
Leipzig: Lattendresse - Trogrlic, Karau, Rode, Wajer - Bunge, Heinze, Böttger (ab 60. Yajima), Ludwig (ab 72. Stellmak) - Bury (85. Schmidt), Merkel.
Cottbus: Spahic - Startsev, Stein, Matuwila, Schlüter - Gehrmann - Baude (ab 42. Karbstein), Marcelo, Weidlich, Viteritti (ab 89. Scheidhauer) - Boakye (ab 46. Mamba).
Tore: 0:1 Schlüter (59.), 0:2 Schlüter (79.); Schiedsrichter: Steven Greif (Westhausen); Zuschauer: 3690; Gelbe Karten: Trogrlic, Heinze, Ludwig, Merkel / Startsev, Gehrmann Rote Karte: Matuwila (40.).

So sehen es die Trainer:
Claus-Dieter Wollitz (Cottbus): „In der 1. Halbzeit haben wir es nicht gut gemacht. Aber wir haben uns nach der Pause gesteigert – im Stile einer Klassemannschaft. Wir haben auch spielerische Momente gefunden, auch wenn der Platz nicht einfach zu bespielen war.“

Dietmar Demuth (Leipzig): „Wir haben uns viel vorgenommen. Das ist nur 45 Minuten aufgegangen. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Cottbus weiter mit elf Mann gespielt hätte. Dann wären wir vielleicht konzentrierter geblieben.“

So sieht es in der Tabelle aus: Der FCE hat seinen Vorsprung durch den Auswärtssieg weiter ausgebaut. 53 Zähler hat der Spitzenreiter nach 19 Partien auf dem Konto. Der Zweite BFC Dynamo liegt bei 36 Punkten.

Im Ticker zum Nachlesen: Chemie Leipzig - Energie Cottbus

So geht es weiter: In der Regionalliga spielt Energie am nächsten Sonntag (4. Februar) bei Budissa Bautzen. Anpfiff ist um 13.30 Uhr. Zuvor wird am Dienstag gegen den Oberligisten VfB Krieschow getestet (19 Uhr, Südstadion).