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| 11:16 Uhr

Energie sortiert sich neu
Rangelov trägt jetzt die Kapitänsbinde

FOTO: Eibner-Pressefoto / Wenzel /Eibner-Pressefoto
Meppen. Energie Cottbus sortiert sich im Abstiegskampf neu: Dimitar Rangelov trägt jetzt die Kapitänsbinde. Und auch im Mannschaftsrat gibt es Veränderungen. Von Jan Lehmann

Bei seinem ersten Auftritt mit der Kapitänsbinde blieb Dimitar Rangelov glücklos. Der 36-Jährige war am Samstag bei der 0:3-Niederlage in Meppen zwar in der 1. Halbzeit einer der Aktivposten der Lausitzer – ging dann aber danach gemeinsam mit seiner Mannschaft unter. Und auch bei den darauffolgenden Diskussionen am Stadionzaun war für den Bulgaren nicht viel zu holen. Rangelov agierte als Wortführer, konnte den Ärger der mitgereisten Fans über die deutliche Auswärtsniederlage aber nicht großartig beschwichtigen. Der Frust bei Spielern und Anhängern war gleichermaßen groß (hier geht es zu den Stimmen nach dem Spiel).

Dass Rangelov den FCE als Kapitän aufs Feld geführt hatte, ist das Ergebnis einer Neu-Sortierung im Team. Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte unter der Woche den Mannschaftsrat wählen lassen. Und neben Dimitar Rangelov sind dort nun Kevin Weidlich, Tim Kruse, Kevin Rauhut und Neuzugang Robert Müller verteten. Der nach Stuttgart gewechselte Marc Stein und auch Fabio Viteritti sind damit nicht mehr in dieser Runde dabei. Zuletzt hatte Lasse Schlüter die Kapitänsbinde getragen, doch Trainer Wollitz erklärte: „Ich hatte das Gefühl, dass sich plötzlich zu viel auf ihn fokussiert hat. Ich wollte ihm so den Druck etwas nehmen.“

Weil in Meppen nun nur Rangelov und Müller in der Startelf standen, entschied sich Trainer Wollitz für den Bulgaren als Spielführer. „Er ist ja ein gefühlter Cottbuser, das war für mich naheliegend“, so der Coach. Wie ein Kapitän abseits des Spielfeldes agierte derweil Kevin Rauhut. Dass der Ersatzkeeper neu in den Mannschaftsrat gewählt wurde, zeigt, welche Stellung er mittlerweile im Team hat. Gewohnt einsatzfreudig feuerte er seine Kollegen von außen an und bei den Diskussionen mit den Fans nahm er Stellung. Deutlich länger als die meisten seiner Kollegen debattierte er mit den mitgereisten Anhängern. Er berichtete: „Die Fans haben uns ihren Unmut mitgeteilt, und der ist uns völlig verständlich. Die stehen früh um drei Uhr auf und reisen hier an. Dann kriegen sie so ein enttäuschendes Ergebnis zu sehen. Dann ist es normal, dass man die Wut rauslässt. Ich glaube, es war alles im Rahmen. Das müssen wir einfach schlucken.“

SV Meppen - Energie Cottbus FOTO: Eibner-Pressefoto / Wenzel /Eibner-Pressefoto