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Fußball
Energie Cottbus sortiert Papadimitriou aus

Christos Papadimitriou spielt keine Rolle mehr.
Christos Papadimitriou spielt keine Rolle mehr. FOTO: Michael Hundt / Matthias Koch / Matthias Koch
Cottbus. Trainer Wollitz kritisiert die Trainingsleistungen des Mittelfeldspielers und legt ihm einen sofortigen Vereinswechsel nahe. Außerdem gibt es am Montag auch die befürchtete Hiobsbotschaft für den FCE. Von Frank Noack und Jan Lehmann

Es war eine Szene mit Symbolcharakter. Beim Testspiel von Energie Cottbus bei Eintracht Braunschweig am vergangenen Mittwoch lief sich Christos Papadimitriou zwar wie alle anderen Ersatzspieler warm – im Gegensatz zu den restlichen FCE-Akteuren kam er dann aber doch nicht zum Einsatz. Am Samstag bei der Generalprobe gegen Dukla Prag fehlte der 24-jährigen Mittelfeldspieler dann sogar gänzlich im Cottbuser Kader.

Inzwischen ist klar: Papadimitriou – dessen Vertrag bis Juni 2018 läuft – besitzt keine Zukunft in der Lausitz. Trainer Claus-Dieter Wollitz hat dem Griechen den sofortigen Abschied nahegelegt. „Ich habe Papadimitriou gesagt, dass er sich bitte einen neuen Verein suchen soll. Ich glaube nicht, dass das für ihn bei uns Sinn macht. Jeder hat sein Glück selbst in der Hand und auch die Verant­wortung auf dem Trainingsplatz. Das war mir bei ihm einfach zu ­wenig“, erklärt Wollitz.

Christos Papadimitriou war im Sommer vom Fünftligisten Inter Leipzig nach Cottbus gewechselt. Er sei „auf der linken und rechten Außenbahn flexibel einsetzbar“, hatte Wollitz damals erklärt. Durchsetzen konnte sich Papadimitriou nicht. In der Regionalliga kam er nur zu ­einem einzigen Kurzeinsatz im ­Oktober gegen Luckenwalde.

Stattdessen will Wollitz bis zum Ende der Transferperiode noch Verstärkungen für den Kampf um den Aufstieg holen. „Wir werden bis zum 31. Januar auf dem Transfermarkt noch reichlich machen, um uns in der Breite besser aufzu­stellen“, ­kündigte der Coach nach dem 2:0-Sieg gegen Prag an.

Der souveräne Tabellenführer der Regionalliga bestreitet am Sonntag bei Chemie Leipzig (13.30 Uhr) sein erstes Pflichtspiel in diesem Jahr. Definitiv fehlen wird dann Maximilian Zimmer. Der Mittelfeldspieler hat sich gegen Prag einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen, teilte der Verein am Montag mit. Zimmer muss voraussichtlich vier Wochen pausieren.