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| 14:47 Uhr

Fußball
RUNDSCHAU-Schnellcheck: Energie Cottbus steht im Pokal-Halbfinale

Paul Gehrmann (r.) von Energie Cottbus musste viele harte Zweikämpfe bestehen.
Paul Gehrmann (r.) von Energie Cottbus musste viele harte Zweikämpfe bestehen. FOTO: Sven Bock / FuPa Brandenburg
Ludwigsfelde. Energie Cottbus hat das Landespokal-Viertelfinale gegen den Sechstligisten Ludwigsfelder FC mit 3:1 (2:0) gewonnen. Ein Doppelschlag ebnete den Cottbusern den Weg ins Halbfinale. Doch dann mussten die Cottbuser trotz Überzahl zittern. Von Jan Lehmann

So fielen die Tore: Gabriel Boakye setzte sich auf der linken Seite schön durch - und seine Flanke köpfte Paul Gehrmann zum 1:0 (28.) ins Netz. Wenig später war Gehrmann wieder im Strafraum. LFC-Kapitän Karaschewitz stoppte ihn unsanft, Fabio Viteritti verwandelte den fälligen Elfmeter problemlos zum 2:0 (30.). Beim Anschlusstreffer der Gastgeber durch Markus Goede sah die FCE-Abwehr nicht gut aus. Goede köpfte nach einem Eckball ins Eck (61.). Das 3:1 für Energie erzielte Gabriel Boakye nach einem Konter. Er übersprintete die LFC-Abwehr, schlug einen Haken und tunnelte auch noch den Torhüter.

So ging Energie ins Spiel: FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz machte keine Experimente. Er gab alleine Marcelo und Andrje Startsev eine Verschnaufpause. Ansonsten spielte die komplette erste Elf der Cottbuser. Auch Avdo Spahic stand im Tor - ein Zeichen dafür, wie ernst der FCE diesen Wettbewerb nimmt.

So verlief die Partie: Auf dem holprigen Rasen versuchte Energie eine halbe Stunde lang, die Ballzirkulation in Gang zu bekommen. Dabei suchten sie die Lücke in der dichtgestaffelten Ludwigsfelder Formation. Dann ging es ganz schnell. Der Tore-Doppelschlag durch Paul Gehrmann (28.) und Fabio Viteritti (30. Foulelfmeter) veränderte das Spiel. Ludwigsfelde antwortete mit wütendem Zweikampfeinsatz, konnte aber nach vorn nicht viele Akzente setzen.

Nach dem Wechsel flog dann auch noch der Ludwigsfelder Philipp Pollow nach einem üblen Foulspiel im Mittelfeld mit Rot (58.) vom Platz. Doch der 1:2-Anschlusstreffer (61.) nach einem Eckball durch Goede sorgte für neue Spannung. Tatsächlich musste der FCE etwa 20 Minuten zittern. Erst das Kontertor von Gabriel Boakye (82.) garantierte den Halbfinal-Einzug.

Das sagen die Trainer:

Claus-Dieter Wollitz (Cottbus): „45 Minuten war das sehr gut, sehr diszipliniert, sehr fokussiert, sehr gewissenhaft. Daraus hat die 2:0-Führung resultiert. Nach der Halbzeit ist es dahingeplätschert. Wir hatten nicht mehr die letzte Konsequenz, mit der roten Karte haben wir noch ein bisschen weniger gemacht. Beim Gegentor hat die Zuordnung nicht gepasst. Der Gegner investiert dann noch ein Stück mehr. Im Pokal zählt, dass man eine Runde weiterkommt. Aber mit der zweiten Halbzeit bin ich nicht ganz so zufrieden.“

Volker Löbenburg (Ludwigsfelde): „Eigentlich wollten wir den Pokal holen, aber jetzt wünsche ich, dass Energie den Pokal holt. In der ersten Halbzeit war unser Plan, organisiert zu stehen und keine Räume zu bieten. Bis zur 28. Minute haben wir das sehr gut hinbekommen. Bis dahin hatte Energie keine einzige Chance. Leider bereiten wir das 2:0 für den Gegner zu einfach vor. Dann sind ja eigentlich die Messen gegen Cottbus gesungen. Wir wollten dann mutiger nach vorne spielen und haben auf zwei Spitzen umgestellt. In der zweiten Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes Spiel mit einer starken kämpferischen Leistung meiner Mannschaft. Die rote Karte kann man geben, aber davor gab es ein Foul an einem unserer Spieler. Was die Mannschaft geleistet hat, war überragend. Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft. Wir hatten in der zweiten Halbzeit sogar einen Chancenvorteil. Leider kriegen wir noch einen Konter, blödes Ding. Aber jetzt konzentrieren wir uns auf die Meisterschaft, wir wollen aufsteigen.“


So sieht die Statistik aus:

Cottbus: Spahic - Baude, Stein, Karbstein, Schlüter - Kruse - Weidlich, Zimmer (74. Marcelo), Gehrmann (85. Zickert), Viteritti (85. Papadimitriou) - Boakye.

Ludwigsfelder FC: Lindner – Matthäs, Karaschewitz (85. Poznanski), Goede, Pollow – Blisse, van Humbeeck, A. Eichhorn (79. Kowalski), Wladyko (60. S. Eichhorn), Mussijenko - Hager


Tore: 0:1 Gehrmann (28.), 0:2 Viteritti (30./Foulelfmeter), 1:2 Goede (61.) 1:3 Boakye (82.); Schiedsrichter: Daniel Köppen (Rathenow); Zuschauer: 1013; Gelbe Karten: Goede, Karaschewitz, Kowalski / Kruse; Rote Karten: Pollow (58.) / -

Im Video-Ticker zum Nachschauen und Nachlesen: Ludwigsfelder FC - Energie Cottbus.

So sieht es im Landespokal aus: Mit dem SV Babelsberg (1:0 in Rathenow), Union Fürstenwalde (3:0 bei Stahl Brandenburg) und dem MSV Neuruppin (2:0 gegen Klosterfelde) sind drei interessante Gegner im Lostopf.

So geht es weiter: Am kommenden Samstag empfängt der FC Energie Viktoria Berlin im Stadion der Freundschaft. Anpfiff ist um 13.30 Uhr.