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| 13:43 Uhr

Cottbus
Energie Cottbus probt erfolgreich den Aufstieg

Trainer Claus-Dieter Wollitz (l.) stürmte etxtra auf den Rasen, um gemeinsam mit seinen Spielern das 2:0 von Marcelo zu bejubeln.
Trainer Claus-Dieter Wollitz (l.) stürmte etxtra auf den Rasen, um gemeinsam mit seinen Spielern das 2:0 von Marcelo zu bejubeln. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der Tabellenführer zeigt sich gut erholt von der Niederlage in Meuselwitz und gewinnt gegen Lok Leipzig mit 2:0 (1:0). Trainer Wollitz lockt sein Team mit einer zusätzlichen Motivation. Von Frank Noack

Sie sind schon jetzt all­gegenwärtig. Sie sind ein ständiger Begleiter von Energie Cottbus. Auch beim verdienten 2:0 (1:0)-Heimsieg am Ostersonntag gegen Lok Leipzig waren die beiden Aufstiegsspiele im Mai ein wichtiges Thema, ver­riet FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem Schlusspfiff im kleinen Kreis. Wollitz nutzte die Aufstiegsspiele nach dem Europapokal-­Modus, um seine Mannschaft nach der ersten Saison-Niederlage am Mittwoch in Meuselwitz noch einmal zusätzlich für das Spitzenspiel gegen Lok Leipzig zu motivieren. Seine Botschaft an die Spieler: „Okay, wir haben 1:2 verloren. Stellt euch vor, das war das Relegations-Hinspiel. Jetzt müssen wir am Sonntag unbedingt gewinnen! 1:0 oder 2:0.“

So gesehen hat der FC Energie mit dem 2:0-Erfolg gegen Lok Leipzig die Vorgabe des Trainers erfüllt. Als österliche Überraschung gab es obendrauf noch die Kunde von der 1:2-Niederlage des BFC Dynamo in Meuselwitz. Der Vorsprung des souveränen Tabellenführers der Fußball-Regionalliga-Nordost ist also wieder auf 18 Punkte angewachsen. Die Treffer für die Gastgeber vor 6312 Zuschauern im Stadion der Freundschaft erzielten Maximilian Zimmer in der 39. Minute sowie Marcelo (57.).

Auch in fußballerischer Hinsicht erfüllte der FCE über weite Strecken die Ansprüche an einen Tabellenführer, der im Mai in die 3. Liga aufsteigen will. „70 Minuten haben wir ein hohes fußballerisches Niveau auf die Platte gebracht und sehr diszipliniert gespielt“, lobt Wollitz.

Wenn es am Ostersonntag etwas zu kritisieren gab, dann war es jene Phase nach den starken 70 Minuten. Denn in der Schlussphase schaltete Energie sichtbar einen Gang zurück und ließ Lok doch noch einmal am Anschlusstreffer schnuppern. Wirklich in Gefahr gerieten die drei verdienten Oster-Punkte aber nicht. „Leider konnten wir nur phasen­weise mithalten. Man muss viel Glück haben, um in Cottbus etwas zu holen. Dieses Glück hatten wir leider nicht“, räumt Gäste-Coach Heiko Scholz ein.

Nach der ersten Saison-Nieder­lage am Mittwoch in Meuselwitz wurde beim FCE – wie von Wollitz angekündigt – wieder zurück­rotiert. Vor allem die Mittelfeldreihe als Kreativzentrale machte den Klassenunterschied zum Kontrahenten aus. Torschütze Maximilian Zimmer analysiert mit Blick auf das gesamte Team: „In den ersten 70 Minuten fand ich uns richtig stark. Wenn wir den Ball laufen lassen und Spielwitz haben, dann sieht das gut aus.“

Wie reagiert Energie Cottbus auf die erste Saison-Niederlage? Diese Frage wurde viel diskutiert. Die Antwort fiel eindeutig aus: Der FCE hat souverän reagiert, im Stil eines Spitzenreiters. „Die Reaktion war sehr gut, zumindest 70 Minuten lang. Von der Mentalität sind wir so stark, dass uns so eine Niederlage nicht umhaut“, erklärt Fabio Viteritti.

Ist die Wiedergutmachung also geglückt? Trainer Wollitz reagiert auf diese Frage ein wenig allergisch, denn: „Wir haben in 25 Spielen ein einziges Mal verloren, das passiert im Fußball. Deshalb gab es für uns auch nichts wieder gutzumachen.“

Aber es galt zumindest, die ­erste Probe für den Modus der Aufstiegsspiele erfolgreich zu absolvieren – auch wenn es diesmal nur gegen Meuselwitz und Lok Leipzig ging. Die richtigen Duelle um den Aufstieg in die 3. Liga werden übrigens am Samstag in der Halbzeitpause des Spiels zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Karlsruher SC ausgelost. Der MDR überträgt live.

Die Aufstiegsspiele begleiten den FCE also auch in dieser Woche auf dem Weg zur brisanten Partie beim SV Babelsberg am Sonntag.

Energie jubelt über Sieg gegen Lok Leipzig FOTO: