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Fußball
Energie spielt erneut nur remis

Energie Cottbus gegen VfB Auerbach FOTO: Von Steffen Beyer
Cottbus. Viel Ballbesitz, aber wieder kein Sieg: Energie Cottbus muss sich mit einem 1:1 (0:0)-Remis gegen den VfB Auerbach begnügen. Es ist das zweite Remis in Folge für den Regionalliga-Tabellenführer, der seine Spitzenposition trotzdem ausbaut. Von Frank Noack

So fielen die Tore: In der 58. Minute köpfte Malte Karbstein eine Flanke von Lasse Schlüter zur Cottbuser Führung ins Netz. Ebenfalls per Kopf erzielte der Ex-Cottbuser Marc-Philipp Zimmermann in der 83. Minute den Ausgleich für die Gäste aus dem Vogtland. Karbstein sprang bei seinem zweiten Saisontor am höchsten, Zimmermann wurde bei seinem siebten Treffer sträflich freigelassen.

So ging Energie ins Spiel: Vor 4057 Zuschauern im Stadion der Freundschaft mussten die Gastgeber ihre etatmäßige Innenverteidigung komplett ersetzen. José-Junior Matuwila fehlte erneut wegen der roten Karte im Spiel bei Chemie Leipzig. Kapitän Marc Stein hatte sich am vergangenen Wochenende am Knie verletzt. Er fällt wegen eines Sehnenrisses mehrere Wochen aus. Die Lücke füllte Paul Gehrmann, der seinen Platz im defensiven Mittelfeld zugunsten des wieder genesenen Tim Kruse räumen musste. Kruse führte die Gastgeber in Abwesenheit von Stein als Kapitän auf den Rasen. Sein Debüt in der Startelf gab Neuzugang Alexander Siebeck. Die laufstarke Leihgabe vom Karlsruher SC spielte im offensiven Mittelfeld und hinterließ einen sehr ordentlichen Eindruck.

So verlief die Partie: Im März 2017 hatte sich der VfB in Cottbus 3:1 durchgesetzt und Energie damit die bislang letzte Heimniederlage in einem Pflichtspiel zugefügt. Diesmal war es von Beginn an ein Spiel auf ein Tor, denn Energie setzte sich nach kurzer Anlaufzeit in der Hälfte der Gäste fest. In der 19. Minute hatte Siebeck den Führungstreffer erst auf dem Kopf, danach auf dem Fuß. Nach etwa einer halben Stunde nahm es Energie dann mit der Zielstrebigkeit aber nicht mehr so genau, sodass die Partie torlos in die Halbzeitpause trudelte. Im zweiten Durchgang fiel dann der Führungstreffer, aber auch in der Folgezeit fehlte es dem Favoriten trotz großen Ballbesitzes an Durchschlagskraft im Strafraum. Auerbach nutze eine der wenigen Möglichkeiten zum Ausgleich und nimmt also erneut ein Erfolgserlebnis mit nach Hause.

So sehen es die Trainer:
Claus-Dieter Wollitz (Cottbus): „Wir haben nur eine wirkliche Chance zugelassen – daraus ist das Gegentor entstanden. Diese Standardsituation haben wir nicht gut verteidigt. Aber das passiert im Fußball. Wir waren zwar bemüht, haben aber insgesamt zu wenig in die Schnittstellen gespielt. Der letzte Zug im Strafraum hat gefehlt. Gemessen an den Spielanteilen hätten wir trotzdem als Sieger vom Platz gehen müssen. Natürlich haben wir uns mehr erhofft.“
Michael Hiemisch (Auerbach): „Schön, dass wir wieder mal auf einem Rasenplatz spielen durften. Die Vorbereitung haben wir nur auf Kunstrasen absolviert. Cottbus war natürlich klar spielbestimmend, aber wir haben nicht viele Möglichkeiten zugelassen. Nach unserem Tor hatten wir dann einige gute Umschaltmomente. Für uns ist das ein gefühlter Sieg. Wir sind mit wenigen Chancen zum Unentschieden gekommen.“

So sieht die Statistik aus:
Energie Cottbus – VfB Auerbach 1:1 (0:0)
Cottbus: Spahic - Startsev (90.+1 Broschinski), Gehrmann, Karbstein, Schlüter - Kruse - Weidlich, Siebeck (80. Graudenz), Marcelo, Viteritti - Mamba (67. Scheidhauer).
Auerbach: St. Schmidt - Novy, Sieber, Lietz (33. Heger), Se. Schmidt - Wild, Tarczal, Kötzsch (79. Mattern), Schlosser - Kadric (65. Stock), Zimmermann.
Tore: 1:0 Karbstein (58.), 1:1 Zimmermann (83.); Schiedsrichter: Jacob Pawlowski (Berlin); Zuschauer: 4057; Gelbe Karten: Marcelo, Weidlich / –.

So sieht es in der Tabelle aus: Energie hat durch den Punktgewinn seinen Vorsprung auf den BFC Dynamo auf 18 Zähler ausgebaut. Das klingt kurios, ist aber Regionalliga-Realität. Denn der Tabellenzweite kommt an diesem Wochenende nicht zum Zuge. Das Spiel gegen Altglienicke wurde abgesagt. Bislang fielen sechs der neun geplanten Partien den winterlichen Bedingungen zum Opfer.

Im Ticker zum Nachlesen: Energie Cottbus – VfB Auerbach

So geht es weiter: Am nächsten Sonntag (18. Februar) reist Energie zum ZFC Meuselwitz. Die Partie beginnt um 13.30 Uhr.

Trainer Claus-Dieter Wollitz: „Natürlich haben wir uns mehr erhofft.“
Trainer Claus-Dieter Wollitz: „Natürlich haben wir uns mehr erhofft.“ FOTO: Steffen Beyer
Energie Cottbus gegen VfB Auerbach FOTO: Von Steffen Beyer