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| 09:46 Uhr

Neuer Energiepräsident
Fahle: „Mit Zuversicht“ ins schwierige Amt

Werner Fahle 
übernimmt am 1. Januar das Präsidentenamt beim FCE.
Werner Fahle übernimmt am 1. Januar das Präsidentenamt beim FCE. FOTO: Hammerschmidt Frank / Frank Hammerschmidt
Cottbus. Werner Fahle soll neuer Energie-Präsident werden. Was bedeutet das für den Verein? Er selbst äußert sich optimistisch, Trainer Wollitz erhofft sich eine Neuausrichtung. Von Jan Lehmann, Frank Noack und Peggy Kompalla

Als langjähriger Geschäftsführer der GMB Bautechnik in Senftenberg kennt sich Werner Fahle  mit großem Gerät aus – nun muss der 66-jährige Ruheständler als künftiger Präsident von Energie Cottbus für den Verein große Brocken aus dem Weg räumen. Nicht umsonst betonte FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz am Freitag noch vor der Bekanntgabe des künftigen Präsidenten, dass in Cottbus „bald ganz Schluss mit dem Profi-Fußball“ sein könnte, wenn wichtige Sponsoren nicht gehalten werden könnten.

Wollitz verdeutlichte, dass er sich von Fahle eine Neuausrichtung des Vereins erhoffe. Er sagt: „Wir brauchen unsere starken Partner. Ich möchte noch einmal mit Energie Cottbus in die 2. Liga. Aber das geht nur, wenn wir uns strategisch besser aufstellen. Zurzeit stehen wir uns gegenseitig im Weg, weil wir uns gegenseitig verärgern.“

In der Vereinsmitteilung erklärte Fahle am Freitag, dass es in den vergangenen Wochen Gespräche mit den wichtigsten strategischen Partnern gegeben habe, „um die Zukunft unseres Vereins nachhaltig und solide gestalten zu können“, so der designierte Präsident. Er betonte: „Aus diesen Gesprächen gehen wir gestärkt hervor und blicken mit hohem Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft unseres FC Energie.“

Doch diese Zukunft bleibt schwierig. Fahles Vorgänger Michael Wahlich hatte gegenüber der RUNDSCHAU erklärt: „Die Saison ist bis Ende Mai finanziell durchgeplant, es sind ab Januar keinerlei Mehreinnahmen erkennbar.“

Im Gegenteil: Womöglich muss der FCE die Planung mit 7500 Zuschauern pro Spiel nach unten korrigieren. Bisher wurden 7669 Gäste pro Partie gezählt, die Ostduelle sind aber schon alle durch. Zudem kommt laut Wahlich wegen der Mindestlohnerhöhung eine Ausgabe in fünfstelliger Höhe auf den FCE zu.

„Mit Stolz, Engagement und Tatendrang“ will Fahle die Dinge angehen. Er leitet künftig gemeinsam mit Vize-Präsident Georg Kapplinghaus und dem neuen Präsidiumsmitglied Axel Harnath vom Sana Herzzentrum die Geschicke des Vereins. Harnaths Stelle im FCE-Verwaltungsrat übernimmt Matthias Rudolf, Vorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe in Südbrandenburg.

2019 muss zudem ein neuer Geschäftsführer eingearbeitet werden. Beim FCE waren etwa 70 Bewerbungen eingegangen, die Suche ist noch nicht abgeschlossen Inzwischen ist aber bekannt geworden, wie es für den langjährigen FCE-Geschäftsführer Normen Kothe weitergeht: Der 37-Jährige wird neuer Werkleiter des Eigenbetriebes Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus.