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| 17:21 Uhr

Nach dem Stein-Abschied von Energie Cottbus (mit Video)
„Wir haben Typen in der Mannschaft“

Cottbus. Mit dem überraschenden Abgang von Kapitän Marc Stein muss der FC Energie einen Schock verdauen. „Das ist ein schwerer Schlag für uns“, sagt FCE-Profi Felix Geisler und gibt einen Einblick ins Seelenleben der Mannschaft. Von Jan Lehmann

Beim Vormittagstraining am Dienstag herrschte strahlender Sonnenschein über dem Stadion der Freundschaft in Cottbus – und dennoch ist die Stimmung getrübt. Der überraschende Abschied von Kapitän Marc Stein ist nur wenige Tage vor dem Punktspielstart am Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden (14 Uhr/LR-Liveticker) das beherrschende Thema beim FCE. Mittelfeldspieler Felix Geisler gibt zu: „Das ist ein schwerer Schlag für uns.“ Der 21-jährige Vetschauer beschreibt: „Marc war auf und neben dem Platz ein sehr, sehr guter Kapitän. Er war ein Leader, wie man sich das wünscht.“

Doch die Führungsfigur wird den Cottbusern nun fehlen. Dass sich Stein so kurz vor Beginn der Punktspiele aus nicht näher benannten familiären zum Abschied entschlossen hat, verschärft die Lage beim FCE. Angesichts der langen Verletztenliste, auf der mit Tim Kruse, Maximilian Zimmer, Fabio Viteritti, Marcelo und Kevin Weidlich weitere potenzielle Führungsspieler stehen, gerät der Punktspiel-Auftakt gegen Wehen Wiesbaden zum Notstart. Geisler berichtet von einem mannschaftsinternen Gespräch mit Stein: „Es versteht jeder, so wie er es versucht hat, uns beizubringen. Der Zeitpunkt ist schwierig, aber den hat sich Marc auch nicht ausgesucht. Es ist eine Situation, mit der man sich arrangieren muss.“

Energie kann jetzt eigentlich nur eine Jetzt-erst-recht-Reaktion der Mannschaft helfen. Felix Geisler ist zuversichtlich. Er sagt: „Es muss sich jetzt jemand finden, der diese Rolle annimmt. Ich denke, da gibt es einige Typen in der Mannschaft, die das können.“ Es ist denkbar, dass auch auf Spieler aus Geislers Generation mehr Verantwortung zukommt. Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte angekündigt, noch mehr auf die jungen Akteure aus dem Cottbuser Nachwuchsleistungszentrum zu setzen. Mit Torhüter Avdo Spahic, Leon Schneider, Philipp Knechtel, Jonas Zickert und Felix Geisler könnten gleich fünf dieser Spieler am Samstag gegen Wehen Wiesbaden auf dem Platz stehen. Felix Geisler ist zuversichtlich. Er sagt zwar: „Es ist auch schwierig für junge Spieler, dass so ein wichtiger Teil der Mannschaft wegbricht.“ Aber Geisler betont auch: „Wir müssen das Spiel trotzdem spielen und alles raushauen, egal ob der alte Kapitän mitspielt oder nicht.“

 Marc Stein (Mitte) war für Felix Geisler (r.) ein Spieler, zu dem er aufschaute. „Er war ein Leader, wie man ihn sich wünscht“, sagt der Profi von Energie Cottbus.
Marc Stein (Mitte) war für Felix Geisler (r.) ein Spieler, zu dem er aufschaute. „Er war ein Leader, wie man ihn sich wünscht“, sagt der Profi von Energie Cottbus. FOTO: Steffen Beyer

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