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| 14:29 Uhr

Energie Cottbus plant ohne den Torjäger
Mamba-Abschied mit vielen Toren?

 Streli Mamba (l.) wirkt im Doppelsturm mit Dimitar Rangelov nicht mehr so verloren. Der Torjäger ist bei Energie Cottbus nun wieder ein wichtiger Faktor.
Streli Mamba (l.) wirkt im Doppelsturm mit Dimitar Rangelov nicht mehr so verloren. Der Torjäger ist bei Energie Cottbus nun wieder ein wichtiger Faktor. FOTO: Matthias Koch
Cottbus. Der Energie-Torjäger Streli Mamba trifft wieder, das gibt Zuversicht für das Spiel am Sonntag gegen Karlsruhe. Doch ab Sommer plant der FCE ohne ihn. Von Jan Lehmann

Manchmal ist es prima, wenn die Stürmer das Tor nicht treffen. Findet jedenfalls Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz – wenn auch nur im Scherz. So habe er sich bei Dimitar Rangelov bedankt, dass der Bulgare im Auswärtsspiel beim Halleschen FC in der 73. Spielminute die große Möglichkeit zum 3:2 vergeben hat. „Es wäre zu früh gewesen, wir hätten dann bestimmt noch den Ausgleich bekommen“, flachst der Cottbuser Trainer am Freitag – in der beruhigenden Gewissheit, dass seine Mannschaft das turbulente Spiel dank des Last-Minute-Treffers von José-Junior Matuwila noch für sich entschieden hat.

Nach sechs Punkten aus der bisher so überaus erfolgreichen Energie-Woche kann man in Cottbus vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den Karlsruher SC (13 Uhr/RUNDSCHAU-Liveticker) also sogar wieder über vergebene Torchancen schmunzeln. Das war im zuvor ziemlich eisigen Cottbuser Drittliga-Winter nicht unbedingt der Fall.

Besonders Angreifer Streli Mamba und dessen Fehlschüsse hatten für reichlich Unruhe gesorgt. Trainer Wollitz musste sogar Fragen danach beantworten, ob der Stürmer mit den Gedanken schon bei einem zukünftigen Arbeitgeber sei. Fakt war jedenfalls: Energie hing im Tabellenkeller fest, weil beim Cottbuser Torjäger Flaute herrschte.

Mit seinen beiden Toren gegen Münster und beim HFC hat sich Mamba nun wieder zurückgemeldet. Besonders sein Ausgleichstreffer am Mittwoch zeugte von neuem Selbstbewusstsein. Trainer Wollitz lobt: „Den Ball mit links dort so zu vollenden, das zeigt seine Qualität und seine Überzeugung.“ Für den Cottbuser Coach hat Mambas Schritt aus der Krise zwei Gründe: „Einerseits haben wir einfach Ruhe bewahrt und ihm das Vertrauen geschenkt. Genau das braucht ein Stürmer“, so Wollitz, der hinzufügt: „Andererseits glaube ich, dass ihm Dimitar Rangelov als Sturmpartner sehr hilft. Es fokussiert sich nicht mehr alles auf Mamba, das macht es für ihn deutlich leichter.“

Es scheint, als ob Rangelov nicht nur Mamba den Weg zurück auf die Erfolgsspur gezeigt hat. Wollitz verrät, dass der Bulgare gegen Halle einer der laufstärksten Spieler gewesen sei und danach in der Kabine das Wort ergriffen habe. Er berichtet: „Es war sehr eindrucksvoll, wie er die Situation einschätzt. Das zeigt, mit welcher Überzeugung er dieses Projekt hier begleitet. Er gibt der Mannschaft Halt.“

Das gilt vor allem für Nebenmann Mamba, der im Doppelsturm nicht mehr so verloren wirkt. Trainer Wollitz bekundet zwar vor dem KSC-Spiel: „Ich muss jetzt die Frage beantworten: Bleiben wir so, oder wechseln wir was?“  Doch Energie wird wohl wieder in jener Formation auflaufen, die dank der mit Fabio Viteritti und Marcelo offensiv stark besetzten Flügel für deutlich mehr Torgefahr sorgt. Wollitz ist zuversichtlich: „Karlsruhe ist ein Topteam, aber unser Ziel ist der Sieg.“

Bleiben oder wechseln – bei Streli Mamba ist diese Frage indes offenbar schon entschieden. Wollitz plant jedenfalls für die kommende Saison nicht mehr mit ihm und  sagt: „Ich gehe davon aus, dass er sich mit dem Klassenerhalt im Sommer den perfekten Abschied bescheren möchte und dann zu einem höherklassigen Club wechselt.“ Bis dahin hofft der Trainer auf viele weitere Mamba-Treffer – damit man in Cottbus weiter die vergebenen Chancen im Abstiegskampf weglächeln kann.

 Aufstellung FCE - KSC
Aufstellung FCE - KSC FOTO: LR