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Energie Cottbus kritisiert FLB wegen Pokal: „Knüppel zwischen die Beine“

4. April 2015: Bielefeld, Fussball 3. Liga, 31. Spieltag: DSC Arminia Bielefeld - FC Energie Cottbus: Energies Trainer Stefan Kraemer. Foto: photoarena / Thomas Eisenhuth
4. April 2015: Bielefeld, Fussball 3. Liga, 31. Spieltag: DSC Arminia Bielefeld - FC Energie Cottbus: Energies Trainer Stefan Kraemer. Foto: photoarena / Thomas Eisenhuth FOTO: Thomas Eisenhuth (LR-MOB-STU-604)
Cottbus. Es herrscht dicke Luft zwischen Energie Cottbus und dem Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB). Frank Noack

Der neue Termin für das Pokal-Halbfinale beim SV Babelsberg am 15.April hat für nachhaltige Verärgerung beim FCE gesorgt. Grund: Drei Tage später muss der Drittligist das schwere Auswärtsspiel mit langer Anreise beim MSV Duisburg bestreiten. "Es scheint hier nicht so zu sein, dass man die Mannschaft aus dem eigenen Verband unterstützt. Stattdessen wirft man ihr - warum auch immer - Knüppel zwischen die Beine. Wir hätten das Pokalspiel lieber vor einer Heimpartie gehabt", sagt Krämer und beklagt damit fehlende Unterstützung für den ranghöchsten Verein des Landes.

FLB-Geschäftsführer Michael Hillmann hatte in der RUNDSCHAU die Terminierung damit begründet, dass man mit dem 15. April einer Empfehlung der Polizei nachgekommen sei. "Wir bedauern, dass es keine einvernehmliche Lösung zwischen beiden Vereinen gab", sagte Hillmann. Das Halbfinale sollte ursprünglich am 1. April statt finden, musste aber wegen eines Sturmtiefs abgesagt werden.

Seitdem haben Babelsberg und Energie um einen neuen Termin gerungen - ohne Einigung. Laut Pressesprecher Lars Töffling habe Energie zum Beispiel den Dienstag anstatt Mittwoch als Spieltermin angeboten, um sich dann zumindest einen Tag länger auf das Duisburg-Spiel vorbereiten zu können. "Ich war zwar in diesen ganzen Prozess nicht eingebunden, habe lediglich geäußert, an welchem Termin wir auf gar keinen Fall spielen wollen - und genau dieser Termin ist es geworden. Das ist aus unserer Sicht etwas unglücklich", erklärt Trainer Krämer und schiebt gleich noch eine Kampfansage hinterher: "Jetzt steht der Termin, deshalb gibt es keine Heulerei. Wir fahren da hin und gewinnen. Ende."