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| 12:20 Uhr

Wirbel um erneute Operation des Energie-Stürmers
Scheidhauer löscht Kritik an Cottbus-Ärzten

 Der Stürmer von Energie Cottbus meldete sich nach der OP mit Kritik zu Wort.
Der Stürmer von Energie Cottbus meldete sich nach der OP mit Kritik zu Wort. FOTO: www.instagram.com/mr_kevin_scheidhauer
Cottbus. Dieser Abschied ist schmerzhaft - nicht nur wegen der erneuten OP. Stürmer Kevin Scheidhauer hat sich von Energie Cottbus mit heftigen Vorwürfen verabschiedet. Inzwischen sind seine umstrittenen Sätze bei Instagram gelöscht. Von Frank Noack

Kevin Scheidhauer hat sich von Energie Cottbus mit einer deftigen Kritik an den Vereinsärzten verabschiedet. Der 27-jährige Stürmer, dessen Vertrag nicht verlängert wird, ist erneut verletzt und muss nach ­einer Leisten-Operation voraussichtlich drei Monate pausieren.

Worum geht es? Verletzungsbedingt konnte der ehemalige U19-Europameister in der vergangenen Drittliga-Saison nur 14 Partien bestreiten. Scheidhauer fiel zunächst wegen einer Blessur am Sprunggelenk aus, nach dem Comeback im Herbst musste er aufgrund einer Schambeinverletzung ab Anfang Februar erneut pausieren. Sein letztes Drittliga-Pflichtspiel absolvierte der Stürmer am 26. Januar beim 2:3 gegen Wehen Wiesbaden.

Scheidhauer mit Kritik an Energie-Ärzte

Am Mittwochvormittag wurde er in Potsdam an der Leiste operiert. Via Instagram meldete sich Kevin Scheidhauer kurz nach der Operation und attackierte die FCE-Ärzte. Er sei „maßlos enttäuscht, wie verantwortungslos die Ärzte in Cottbus mit meiner Gesundheit umgegangen sind“, schreibt Scheidhauer. Erst durch „kompetente Ärzte aus München und Berlin“ sei festgestellt worden, dass es sich nicht um eine Zerrung, sondern einen Abriss der Sehne vom Schambein handelt. „Nach sechs Wochen ohne Besserung wurde mir unterstellt, dass ich mir das einbilde, weil ich dem Druck des Abstiegskampfes nicht standhalte“, kritisiert der Angreifer.

Ärzte von Energie Cottbus weisen Vorwürfe zurück

 Kevin Scheidhauer konnte bei Energie Cotbus nur 14 Saisonspiele bestreiten
Kevin Scheidhauer konnte bei Energie Cotbus nur 14 Saisonspiele bestreiten FOTO: Steffen Beyer

Die Ärzte von Energie Cottbus weisen die Kritik auf RUNDSCHAU-Nachfrage zurück. „Wir als behandelnde Mediziner halten die Aussagen von Kevin Scheidhauer für nicht fair“, erklärt Dr. Andreas Koch. „Wir standen mit dem Kollegen, der ihn jetzt operiert hat, stets in engem Austausch. Wir haben mit dem Kollegen gemeinsam die Entscheidung getroffen, dass wir zunächst den Weg der konservativen Therapie wählen, also ohne Operation. Das ist in diesem Fall die übliche Behandlungsmethode. Weil keine Besserung eingetreten ist, wurde nochmals eine spezielle MRT-­Untersuchung veranlasst und durch den Kollegen die Notwendigkeit einer Operation nochmals überprüft und dann auch durchgeführt.“

Am Donnerstagabend hat Kevin Scheidhauer seine Kritik an den Cottbuser Ärzten bei Instagram wieder entfernt. Nach RUNDSCHAU-Informationen gab es inzwischen ein klärendes Gespräch zwischen allen Beteiligten.