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| 02:43 Uhr

Energie Cottbus kämpft gegen TV-Fluch am Montag

Sendestörung: Im letzten TV-Montagspiel gab es ein 0:3 beim FC St. Pauli.
Sendestörung: Im letzten TV-Montagspiel gab es ein 0:3 beim FC St. Pauli. FOTO: Janetzko/lr
Cottbus. Der Druck auf das Schlusslicht ist wieder größer geworden. Energie Cottbus hat vier Punkte Rückstand auf den Relegationsrang 16. Allerdings können die Lausitzer an diesem Montag im Ost-Derby der 2. Liga bei Union Berlin auf holen. Dafür müssen sie jedoch endlich ihren Montag-Fluch be siegen. Denn am Wochenanfang gab es zuletzt nicht viel zu holen. Frank Noack

Gänsehaut-Atmospäre ist in diesem Derby garantiert. Montagabend, Live-Übertragung im Fernsehen zur allerbesten Sendezeit und ein ausverkauftes Stadion An der Alten Försterei: Wenn Energie Cottbus an diesem Montag zum Ostderby der 2. Bundesliga bei Union Berlin (Beginn um 20.15 Uhr) antritt, schaut ganz Fußball-Deutschland zu. Entsprechend groß ist die Vorfreude. "Die Stimmung in Berlin ist immer sensationell", findet Trainer Jörg Böhme.

Zumal er persönlich sehr gute Erinnerungen an Union und auch Berlin hat. Denn im Jahr 2001 holte Böhme im Olympiastadion mit Schalke 04 den DFB-Pokal gegen Union Berlin. Böhme erzielte beim 2:0-Erfolg übrigens beide Schalker Tore.

Was kann es für Energie also Schöneres geben als ein solches Montagspiel? Zum Beispiel endlich wiedermal ein Montagspiel zu gewinnen! In den TV-Partien am Wochenanfang herrschte zuletzt nämlich meistens Sende störung. Die Cottbuser Bilanz - alles andere als gelungene Unterhaltung. Energie war in dieser Saison vier Mal am Montagabend im Einsatz. Dabei gab es drei Nieder lagen und nur ein mageres Remis am 6. Spieltag im Duell beim 1. FC Kaisers lautern (2:2).

Die Nieder lagen fielen teilweise deutlich aus: in Düsseldorf 0:1 (1. Spieltag), zu Hause gegen Köln 0:4 (7. Spieltag) und in St. Pauli 0:3 (14. Spieltag). Den letzten Cottbuser Montag-Erfolg gab es im April 2013 mit einem 4:2 gegen Kaiserslautern.

Allerdings ist die Montagabend-Bilanz von Union Berlin in dieser Saison auch nicht positiv. In drei Partien gab es einen Sieg und zwei Niederlagen für die Köpenicker.

Dabei könnte Energie einen Dreier gerade jetzt sehr gut gebrauchen. Durch die Heim niederlage gegen 1860 München ist die Aufholjagd des Tabellen-Schlusslichts unter Coach Böhme ins Stocken geraten. Und die Konkurrenz hat am zurück liegenden Wochenende auch nur bedingt für Energie gespielt. Dynamo Dresden musste sich am Freitagabend beim torlosen Remis gegen den SV Sandhausen zwar mit nur einem Punkt be gnügen. Am Samstag kam der VfL Bochum aber zu einem 1:0-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue. Und Arminia Bielefeld spielte am Sonntag gegen den VfR Aalen 0:0. Der Abstand des FCE auf Rang 16 beträgt vier Punkte.

Obwohl die Gäste als Schlusslicht Außenseiter sind, stehen sie also unter Druck. Laut Böhme kommt es deshalb darauf an, in der stimmungsvollen Derby-Atmosphäre gegen Union "die richtige Mischung" aus defensiver Ordnung und offensiver Kreativität zu finden. Zuletzt bei der Niederlage gegen München gelang dies nicht. Mit der 1:0-Führung im Rücken spielte Energie in der Folgezeit zwar schön anzusehenden Hurra-Fußball, ging letztlich aber als Verlierer vom Rasen. "Wir müssen einen Mittelweg finden, um erfolgreich zu sein", mahnt der Trainer.