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Fussball
Vorfreude auf den Hexenkessel

Im Hinspiel kam Energie (hier Torschütze Benjamin Förster) zu einem 5:0-Sieg gegen Chemie Leipzig. Diesmal dürfte die Gegenwehr größer sein.
Im Hinspiel kam Energie (hier Torschütze Benjamin Förster) zu einem 5:0-Sieg gegen Chemie Leipzig. Diesmal dürfte die Gegenwehr größer sein. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Trainer Wollitz erwartet ein sehr emotionales Spiel für Energie Cottbus am Sonntag bei Chemie Leipzig. In der Offensive haben sich zwei Youngster in den Blickpunkt gespielt. Von Frank Noack

Nach den vier sehr durchwachsenen Testspielen will Energie Cottbus jetzt endlich auch in der Fußball-Regionalliga Nordost wieder loslegen und seine „Erfolgsgeschichte“ fortschreiben, wie ­Trainer Claus-Dieter Wollitz die Zielstellung für das Spiel am Sonntag bei Chemie Leipzig zusammenfasst. Die von einem massiven Sicherherheitsaufgebot begleitete Partie beim Aufsteiger beginnt um 13.30 Uhr (LR-Liveticker, rbb-Livestream).

Diese Erfolgsgeschichte sieht angesichts von 14 Punkten Vorsprung in der Tabelle zwar ganz ordentlich aus. Die beiden entscheidenden Kapitel fehlen allerdings noch. Im Mai will der FCE erst Meister werden und dann in den Relegationsspielen den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machen. Der Weg dahin könnte steiniger werden als in der Hinrunde, warnt Wollitz: „Die Rückrunde wird komplizierter für uns, weil jeder der Erste sein will, der uns besiegt.“

Auch in den vier Testspielen mit drei deutlichen Niederlagen und nur einem Sieg lief es noch nicht rund für den FCE. Deshalb ist ­Wollitz nicht traurig darüber, dass seine Mannschaft in Leipzig gleich vor einer kniffligen Aufgabe steht. „Uns erwartet ein Hexenkessel. Es wird ­sicher sehr emotional werden. Die Fans von Chemie Leipzig sind bekannt für den guten Support. Wenn wir gewinnen wollen, brauchen wir eine Topleistung. 80 Prozent werden nicht reichen“, betont Wollitz.

Für den Favoriten wird es also eine echte Standortbestimmung. Zumal die Gäste mit Maximilian Zimmer einen der besten Spieler aus der Hinrunde ersetzen müssen. Der Mittelfeldspieler fällt aufgrund ­eines ­Muskelfaserrisses rund vier Wochen aus. Die Lücke in der Offensive könnten mit Gabriel Boakye (19 Jahre) sowie Moritz ­Broschinski (17) zwei Youngster schließen. Wollitz stellte am Freitag in Aussicht, dass beide in der Startelf stehen könnten, obwohl auch Streli Mamba nach seiner erneuten Verletzung seit Montag wieder im Mannschafts­training ist. Benjamin Förster und Neuzugang Kevin Scheidhauer machen zwar ebenfalls Fortschritte, sind zumindest für die Startelf aber noch kein Thema. „Boakye und Broschinski sind frech und unbekümmert. Außerdem ­waren beide in der gesamten Vorbereitung dabei“, begründet Wollitz.

Parallel dazu geht die Suche nach Verstärkungen weiter. Am Mittwoch endet die Winter-Transferperiode. Energie will noch zwei neue Spieler holen. Wollitz: „Wir werden bis Mittwoch auf jeden Fall noch was machen, um uns breiter aufzustellen.“ Gesucht werden ein Torhüter als Konkurrent für Avdo Spahic sowie ein Mittelfeldspieler, der flexibel einsetzbar ist. Nach RUNDSCHAU-Informationen steht die Torhüter-Personalie unmittelbar vor dem Abschluss.

Aufstellung BSG Chemie Leipzig - FC Energie Cottbus
Aufstellung BSG Chemie Leipzig - FC Energie Cottbus FOTO: Elisabeth Wrobel / LR