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RUNDSCHAU-Schnellcheck
3:1-Sieg - Energie dreht Spiel in Fürstenwalde

Union Fürstenwalde - Energie Cottbus
Union Fürstenwalde - Energie Cottbus FOTO: Christiane Weiland / LR
Fürstenwalde. Dank einer starken zweiten Hälfte hat Energie Cottbus das Brandenburg-Derby beim FSV Union Fürstenwalde gewonnen. Der Regionalliga-Spitzenreiter löste die bisher wohl schwerste Aufgabe der Regionalliga-Saison. Von Jan Lehmann

So fielen die Tore: Kemal Atici verwandelte in der 27. Minute einen Foulelfmeter zum 1:0 für die Platzherren. Fürstenwaldes Will Siakam war zuvor im Strafraum über das gestreckte Bein von Energie-Keeper Avdo Spahic gestürzt. Nach dem Wechsel traf Kevin Weidlich nach einem Eckball von Maximilian Zimmer zum 1:1 (49.). In einer Kopie dieses Treffers machte der eingewechselte Gabriel Boakye nur drei Minuten später sein erstes Tor für den FCE. Das war die 2:1-Führung für die Gäste in der 52. Minute. Nach seinen beiden Torvorlagen legte Maximilian Zimmer in der 73. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß noch einen eigenen Treffer zum 3:1 nach.

So ging Energie ins Spiel: Streli Mamba fehlte - die Rätsel um seine Verletzung waren auch am Sonntag noch nicht richtig gelöst. Für ihn spielte Björn Ziegenbein im Angriff. Ansonsten vertraute Trainer Wollitz jener Elf, die zuvor den SV Babelsberg mit 4:0 aus dem Stadion der Freundschaft geschossen hatte.

So verlief die Partie: Auf dem kleinsten Platz der Regionalliga mit 90 Metern mal 62 Metern hatte Energie von Beginn an Probleme. Quasi aus jeder Situation konnte Torgefahr entstehen, weil der Weg in die gefährliche Zone nicht weit war. Fürstenwalde kam damit deutlich besser klar und ging völlig verdient in Führung. Allerdings: Kurz vor dem 1:0 hatte Maximilian Zimmer mit einem Pfostenschuss (22.) die erste klare Chance des Spiels.

Nach dem Wechsel war Energie anzumerken, dass die Cottbuser sich nicht kampflos die erste Niederlage der Saison einhandeln wollten. Mit einem Doppelschlag nach zwei Ecken drehte der Spitzenreiter die Partie und hatte sie danach plötzlich völlig im Griff. Weil Fürstenwalde nicht mehr zulegen konnte, kam Energie zum letztlich verdienten Sieg. Dieses Mal war es vor allem die individuelle Qualität der Cottbuser, die den Unterschied machte.

Das sagen die Trainer:

Matthias Mauksch (Fürstenwalde): „In der ersten Halbzeit haben wir das Rezept gefunden, wie man Energie bekämpfen kann. Umso ärgerlicher ist, dass wir in der zweiten Halbzeit durch drei Standards ins Hintertreffen gelangen. Wir haben trotzdem alles versucht. Wir hatten in der Anfangsformation sechs Jugendliche, die noch unter 21 Jahren waren. Die haben ordentliches Lernmaterial bekommen.“

Claus-Dieter Wollitz (Cottbus): War klar, dass das sehr, sehr kompliziert wird. Sowieso dann, wenn man dann auf dem Platz nicht die richtigen Entscheidungen trifft. Wir hatten weder Rhythmus, noch Organisation – sondern viele einfache Ballverluste. Wir haben in der Halbzeit umgestellt auf Raute und zwei Stürmer. Danach waren wir direkt präsent – auch wenn die Tore dann alle aus Standardsituationen gefallen sind. Standards gehören zum Fußball. Nichtsdestotrotz ist klar: Du kannst auf Dauer nicht ohne Stürmer spielen. Deswegen sind wir froh, dass wir trotzdem die Tore gemacht haben.“



So sieht die Statistik aus:
Union Fürstenwalde - Energie Cottbus
Fürstenwalde: Birnbaum – Thiel, Halili, Krstic, Wunderlich – Zurawsky, Wuthe - Siakam, Stagge (75. Dabo), Bolyki - Atici

Cottbus: Spahic - Startsev, Stein, Matuwila, Schlüter - Kruse - Weidlich, Zimmer (85. Gehrmann), Marcelo, Viteritti - Ziegenbein (46. Boakye).

Tore: 1:0 Atici (27.), 1:1 Weidlich (49.), 1:2 Boakye (52.), 1:3 Zimmer (73.); Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin); Zuschauer: 2075; Gelbe Karten: Wunderlich, Wuthe / Kruse, Spahic, Zimmer.

Im Ticker zum Nachlesen: Union Fürstenwalde - Energie Cottbus

So sieht es in der Tabelle aus: Energie bleibt Spitzenreiter in der Regionalliga Nordost. Ärgster Verfolger ist weiterhin der BFC Dynamo mit neun Zählern Rückstand.

So geht es weiter: Am kommenden Samstag empfängt der FC Energie den FSV Luckenwalde zum nächsten Brandenburg-Derby in der Regionalliga. Anpfiff ist um 13.30 Uhr.